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Wie ist das eigentlich mit dem Geschlecht und den Namen für Baby und Eltern?!?

Willkommen zu einem (etwas längeren) Beitrag zu Gedanken die wir uns in den letzten Monaten gemacht haben!

Wenn man Eltern wird gibt es viele Themen die zu bedenken und zu besprechen sind. Neben den Anschaffungen für die Babyausrüstung, genauso oft mit Diskussionen über den besten Schlafsack, Schnuller oder Kinderwagen verbunden.
Doch zwei Themen stehen ziemlich oben auf der Diskussionsliste (zumindest bei uns) welchen Namen soll das Kind bekommen und wollen wir das Geschlecht wissen? Diese zwei Fragen sind natürlich die Lieblinge von Familie und Freunden.

Ich war eigentlich immer sicher, dass ich das Geschlecht nicht wissen möchte. Ich bin kein großer Fan von “Genderei” und wollte dem Geschlecht keine große Bedeutung geben. Mein Freund wollte es gerne wissen und habe ich mich anstecken lassen und war vor dem 2. Ultraschall doch aufgeregt. Ich bin weder auf meinem Blog noch auf Instagram auf das Geschlecht eingegangen und werde es jetzt hier nicht tun. (Bald kommt ja die Auflösung!) Ich finde das es nebensächlich ist und es wichtigter ist, dass ein neuer Mensch auf die Welt kommt und nicht ob ein Mädchen oder Junge, vorzugsweise in pink oder blau gekleidet… Ähm ja…

Foto vom Babybauchshooting im November
Ein Grund warum es interessant war das Geschlecht herauszufinden, war definitiv die Vereinfachung der Namenssuche. So fielen schnell 50% unserer Ideen weg und wir konnten uns besser konzentrieren. Zudem hatten wir für das andere Geschlecht schon einen tollen Namen und hätten uns sicher die letzten Monate zu sehr darauf versteift.
Bis jetzt haben wir den Namen (bzw. Ideen) noch nicht geteilt, wer weiß vielleicht sieht das Baby ganz anders aus und der Name passt nicht. Außerdem habe ich von Charlotte aus “Sex and the City” gelernt, die ihren Traumnamen verriet und dieser geklaut wurde.

Eine Endversion für den Namen gibt es also noch nicht, es sollen jedoch zwei Namen werden. Ohne Bindestrich, mein eigener Name ist ein Doppelname, der hat sich nie durchgesetzt und da können wir den Bindestrich gleich weglassen. Ich würde gerne einen Namen aus meiner Familie wählen, nur haben die alle leider nicht die coolsten Namen… 😀 So wird es wahrscheinlich ein finnischer und ein deutscher Name um beide Länder zu verbinden.
Wichtig da zu beachten ist sicher die Aussprache. Finnen sprechen jeden Buchstaben, als Beispiel das Wort “Euro” wird wirklich E-U-R-O gesprochen. Das arme Kind soll ja nicht in einem oder gar beiden Ländern Fläche für Angriffe gemeiner Kinder bieten um gehänselt zu werden… 😉

Anders als in Deutschland hat man in Finnland 2 Monate Zeit bis der Name des Kindes eingetragen werden muss. Deshalb heißen die meisten Kinder am Anfang nur “Baby”. Im Krankenhaus bekommen sie die Bezeichnung “Junge/Mädchen + Nachname”. Den Vornaamen gibt es dann bei der Taufe oder einer Namensparty. Wir haben beschlossen dem Trend nicht zu folgen und das Baby sofort mit Namen anzusprechen.

Das nächste Thema für uns war der Nachname.
In Finnland bekommen die Babys automatisch, wie in Deutschland den Namen der Mutter. Meistens wird später der Name des Vaters gewählt, wenn das Paar nicht verheiratet ist. Diese Namenswahl hat bei uns wirklich für Zündstoff gesorgt. Die Einigung ist jetzt, dass das Baby erstmal meinen Nachnamen bekommt und wir irgendwann heiraten, dann nehme ich einen Doppelnamen an. Den kann dann das Kind auch bekommen. Wohl etwas kompliziert, aber so besteht die Möglichkeit den deutschen Namen in Deutschland und den Finnischen in Finnland zu nutzen. Klingt erstmal praktisch, mal sehen wie das später in der Realität aussehen wird… Oder das Kind wählt einfach später selber einen Namen.

Von der Arbeit im Kindergarten kenne ich Familien wo wirklich jeder einen anderen Nachnamen hat. Heutzutage sind Patchwork-Familien ja normal, dann kann es passieren, dass die Mutter ihren Mädchennamen hat und das größte Kind heißt wie der ehemalige Lebenspartner und das zweite Kind wie der neue Mann der Mutter.

Neben Vor- und Nachnamen stellte sich bei uns die weitere Frage, wie soll das Kind eigentlich uns nennen?
Unsere Lösung ist wohl etwas speziell oder gar lustig. Ich kenne es von meinen Eltern und Freunden aus meiner Kindheit die Eltern beim Vornamen zu nennen. Das finde ich persönlich am natürlichsten, immerhin bin ich Lara und nicht “Mama” oder “Mutti”. Ich habe früher trotzdem immer gewusst wer meine Eltern sind. 😉

In Finnland kommt noch hinzu, dass viele Mütter zu dem Kind von sich selber in der dritten Person sprechen… “Mama kommt gleich.” Oh je… Mama heißt übrigens “äiti” und Vater “isä” oder verniedlicht “isi” oder “iskä”. So will mein Freund vom Kind genannt werden. Wir lachen schon, wenn das Kind auf dem Spielplatz ruft: “Isä und Lara kommt mal!” Dann denken die Anderen sicher: “Ahaa, Singlepapa mit seiner Neuen…!” 😉

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3 Comments

  1. klingt alles sehr vernünftig und logisch 🙂 Und endlich mal jemand die auch ihre Eltern immer mit dem Vornamen angesprochen hat – habe nie mit "Mama" und "Papa" angefangen und finde es auch heute noch eher befremdlich.

  2. Mein Bruder nennt meine Eltern auch beim Vornamen, ich sage Mama und Papa 😀 Frag nicht warum, ich weiß es nicht. Wie ich wollte, dass mich mein Kind ruft, kann ich aber auch nicht sagen… hm… aber ganz egal, jeder wie es ihm gefällt 🙂

    Ich freu mich auf euren kleinen Erdenbürger, ganz virtuell 🙂

  3. Total interessant! Ich muss ja sagen ich finde es eher unnatürlich wenn man seine Eltern nicht als Mama oder Papa bezeichnet 😀 Du bist jedenfalls die erste die das macht, alle in meinem Umfeld nennen ihre Eltern Mama oder Papa – es sei denn es ist die Stiefmama oder Stiefpapa, dann werden sie beim Vornamen genannt 😀

    Liebe Grüße,
    Eleonora

    *eleonorasblog*

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