Für ein nettes Müttereinander, weil es einfach schöner ist

“Mütter-haltet-zusammen-Tipps inspiriert von Hollywood” könnte der Titel dieses Textes sein. Das würde wie einer dieser Überschriften klingen, bei denen man sich fragt ob sie vom Praktikanten entworfen wurden. Viel mehr soll es um eine weitere Erinnerung daran gehen, dass wir ein friedliches Müttereinander brauchen.

Ich gestehe, ab und an klicke ich auf solche Artikel mit reißerischem Titel. Ein Beispiel ist dieser hier (“Kourtney Kardashian’s Collected Thoughts on Parenting”). Dieser Artikel und ein Hollywoodfilm, den ich Samstag sah gaben mir Inspirationen für diesen Text, dass wir Mütter ruhig etwas entspannter miteinander umgehen können.

Samstag war ich also mit einer Freundin im Kino, ein bisschen Auszeit von unseren Kindern. Für mich bedeutete es zum ersten Mal ein Film in voller Länge ohne Unterbrechung gucken zu können. (Fühlte sich an wie ein Besuch im Spa!) Seit der Geburt von A. habe ich es noch nicht ins Kino geschafft, lange kam mir dies nicht in den Sinn und dazu lockte mich nie ein Film.

Barbie wohnt ganz bestimmt in Hollywood, ob sie sich auch für ein gutes Müttereinander einsetzt? (Bild von Pixabay)


Jedenfalls schauten wir “Bad Moms” und sind dem Thema Kind und Familie nicht komplett “entflohen”. Egal, ich fand den Film super. Auch, wenn es ein typischer Hollywood Film war und man die Handlung am Anfang schnell erahnen konnte. Ich fühlte mich unterhalten und es war schön den Kopf auszuschalten und einfach lachen zu können. Besonders, weil es um das Leben von Müttern ging, ich mich so gut verstanden fühlte.

Mommy Wars sind einfach doof

Im Film ging es u.a. um die berüchtigten “Mommy Wars”. Die einen Mütter meinen, sie wissen wie eine perfekte Mutter zu sein hat und die anderen sollen am besten nachziehen. Und doch kommt, der Punkt wo sich ein Teil der Film – Mütter fragt, wollen wir das wirklich? Oder wollen wir lieber coole, lässige, unperfekte Mütter sein? Mütter, die genauso an sich denken, wie an ihre Kids und dazu noch zusammen halten. “Bad Moms”, wie sie sich im Film nannten.

Ich lese gerne Blogs von anderen Müttern und deren Berichte über ihr Leben mit Kind(ern). Ich finde es spannend zu sehen wie andere leben und wie sie gewisse Situationen meistern. Ich sammel Anregungen und denke mir öfters, so würde ich das gerne auch machen und manchmal, dass dies nie mein Weg sein könnte.

Zu einem gewissen Grad kann man eigene Gedanken problemlos kommunizieren und ganz wichtig, sachlich darüber diskutieren. Es kann spannend sein sich auszutauschen, manchmal lohnt es sich auch einfach mal nichts zu sagen. Doch bin ich der Meinung, dass man in Momenten, wenn ein Kind merklich in “Gefahr” scheint, sich ohne große Rechtfertigung einmischen sollte. (Hier habe ich etwas dazu geschrieben.)

Ruhe bewahren

Im Großen und Ganzen, würde ich in vielen Situationen (gerade bei heißen Twitterdiskussionen) sagen: “Muddis, chillt mal!” Macht eurer Ding, seht zu dass eure Kinder und ganz wichtig ihr selber glücklich seid. Und wenn da irgendwo eine Mutter um die Ecke kommt, die es anders macht, ja dann macht sie es halt so. (Solange das Kind nicht in Gefahr ist, siehe letzter Absatz.)

Ich weiß, dies ist nicht immer einfach und auch ich übe mich weiterhin darin. Es ist wohl ein bisschen unsere menschliche (und vor allem weibliche) Natur andere zu beurteilen und Ratschläge geben zu wollen.

Und um den Bogen zurück zum Film zu schlagen, am Ende des Tages sind wir alle Mütter und haben manchmal schwere Momente. Und das gilt für die Hollywoodmütter genauso, nur sind deren Alltagsprobleme eventuell andere. 😉

Mehr Müttereinander

Es muss nicht unser Ziel sein eine perfekte Mutter zu verkörpern. Was bedeutet das schon? Es gibt am Ende des Jahres kein Zeugnis vom Kind oder sonst wem für die perfekteste Mutter. Es lohnt sich einfach mal fünf gerade sein zu lassen und mit anderen Müttern gemeinsam schwere Momente durch zu stehen. Ehrlich, es lebt sich gemeinsam doch einfacher, als gegeneinander zu wettern. Dies unterstrich der Film meiner Meinung nach sehr schön.

Wie eingangs erwähnt, klickte ich einen Artikel über Kourtney Kardashian an, der Überschrift konnte ich nicht widerstehen. (Am Rande gestanden, die Kardashians sind seit Jahren mein “guilty pleasure”.) Es ging um Aussagen von ihr zur Kindererziehung. Sie sagte nämlich mal: “People used to have babies in caves; it`s going to be okay.” (Menschen haben Kinder in Höhlen groß gezogen, es wird schon alles gut gehen.”) Sie hat Recht, wir sollten uns entspannen. Wir werden das Kind schon schaukeln. Für Momente, in denen es mal nicht so schaukelt, hoffe ich auf mehr Müttereinander und den Verlass auf die Unterstützung all der anderen “Bad Moms”.

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