Vater zu Hause, Mutter bei der Arbeit, der Frühling kann kommen

Wieder herrschte Stille auf dem Blog, diesmal ungeplant. Im Februar wurden wir alle nacheinander von Erkältungen heimgesucht, Anfang März ging es für knapp 2 Wochen nach Deutschland, nebenbei läuft ja (irgendwie) meine Masterarbeit und ich begab mich auf Jobsuche. Es war einiges los, deshalb kam ich nie weiter, als Beiträge für den Blog gedanklich im Kopf “aufzuschreiben”, auf dem Bildschirm landetet nichts. Mal sehen was uns der Frühling bringt, weitere aufregende Zeiten stehen bevor.

Osterbastelei mit A., Reaktivierung meiner Bastelqualitäten
Am kommenden Freitag werde ich für 6 Wochen im Kindergarten arbeiten, das lässt mich etwas nervös werden. J. startet in seine dreimonatige Elternzeit und es wird zu meiner Aufgabe, das Brot auf den Tisch zu bringen. 😉
Schon vor der Geburt von A. haben wir besprochen, dass J. einige Zeit zu Hause bleiben wird. Es war sein ausdrücklicher Wunsch und ihm
wichtig, dass ich dann außer Haus bin, dass er wirklich Erfahrungen sammeln kann wie es ist sein Kind zu Hause zu betreuen.
Natürlich muss die Miete etc. gezahlt werden, auch wenn der finnische Staat Eltern, die ihre Kinder zu Hause betreuen unterstützt, würde dies als einziges Einkommen nicht reichen. Von den Eltern in Finnland die Betreuungsgeld für die Betreuung daheim beziehen waren im Jahr 2011 übrigens nur 5,5% Männer.
Ich empfinde die kleine Auszeit als eine gute Abwechslung für mich und war sofort einverstanden mit dem Plan. Über die Trennung zu A. mache ich mir (lieber) nicht so viele Gedanken, das würde mich nur noch nervöser machen. Es wird bestimmt eine interessante Erfahrung und eine große Umstellung für uns beide.

Ich begab mich also auf Jobsuche. Unser endgültiger Plan sah in etwa so aus, ich arbeite 2 Monate und einen Monat sind wir zusammen daheim, bzw. ich kümmere mich intensiv um meine Masterarbeit, hier und da 30 Minuten am Tag bringen mich einfach nicht voran.

Den Beginn meiner Jobsuche habe ich wirklich lange vor mir hergeschoben, irgendwann ging es leider nicht mehr…
Ich habe gezielt auf Anstellungen im Kindergarten als Kindergartenlehrerin geschaut, die wenigen befristeten Angebote passten nicht in unseren Zeitplan. Ich meldete mich bei einer Agentur an, die Vertretungen für Kindergärten sucht. Die haben sich schnell bei mir gemeldet, ich sollte mich später wieder melden. Die Frau die mich anrief, dachte wohl, ich springe gleich ab, als sie mir erklärte wie ihr System funktioniert. Morgens muss man zu einer bestimmten Zeit bereit sein, bekommt einen Anruf wo eine Vertretung gesucht wird und muss sich schnellstmöglich auf den Weg machen. Ich habe etwas ähnliches während des Studiums, nur als Babysitterin gemacht und kannte diesen Ablauf, das schien sie gleich positiv zu beeindrucken.
Es heißt jedoch auch, dass man öfters keinen Auftrag bekommt und immer auf Abruf zu sein ziemlich stressig sein kann, manchmal dann noch unnötig. Trotzdem, ich war froh eine Aussicht zu haben, falls sich nichts anderes ergeben sollte.

Und wie es am Ende immer wieder passiert, was mir geholfen hat, ist eine ordentliche Portion Vitamin B! Wie es der Zufall wollte, fällt eine ehemalige Kollegin in dem Kindergarten wo ich vor dem Masterstudium arbeitete für einen längeren Zeitraum aus. Zeitlich passt es perfekt, so dass ich 6 Wochen dort arbeiten werde.
Bald geht es schon los, ich bin gespannt und freue mich auf windelfreie Kinder, die selber essen und mir klar zu verstehen geben können was sie wollen. 😉 Ich werde wieder in einer Vorschulgruppe arbeiten und alle Kolleginnen sind mir noch von meiner Zeit dort bekannt. 🙂

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