1 Comment

Unsere erste Flugreise mit Baby + Reisetipps

Kurz vor Ostern ging es für uns zum ersten Mal mit Baby nach Deutschland! Neben der Freude war die Aufregung fast genauso groß…
Es folgt ein Bericht von unserer ersten Flugreise zu dritt gemischt mit einige Tipps, wie es für uns gut geklappt hat.
Einige Tipps waren von einer Freundin und hilfreich für unsere Planung und das Packen.
Vielleicht ist ja Hilfreiches für euch dabei! 🙂 Denn eins habe ich gelernt, vor einem Flug mit Baby braucht man mit Planung definitiv keine Angst zu haben!

Besonders wichtig war natürlich der Kinderpass, den wir im Endeffekt nur einmal vorzeigen mussten. Auf dem Rückflug meinte die Dame am Schalter, es reiche ihr meinen Perso zu sehen und das es überhaupt einen Pass gibt. Hätte ich genauso gut einen basteln und Geld und vor allem Zeit sparen können… (Hier der Bericht zur Passodyssee.)

Irgendwie niedlich dieser Kindergurt.
Da es leider keinen Direktflug nach Hannover gibt, stiegen wir in Frankfurt um, auf dem Rückweg ging es über München. Wir hatten erst überlegt ob es einfacher sei mit nur einem Flug nach Hamburg um uns von dort abholen zu lassen. Dann hätten wir fast 2 Stunden im Auto gesessen und die Wartezeiten beim Umstieg waren zum Glück kurz, dass wir zeitlich nichts gewonnen hätten. Und so konnten wir uns zwischendurch die Beine vertreten und ich konnte vernünftig stillen, was im Auto ziemlich schwierig ist und zur Beruhigung (fast) immer zieht.

Die Reise rückte näher und ich war sehr nervös, mit Baby ist man eben weniger flexibel. Ich habe versucht so wenig wie möglich einzupacken, dass keine unnötige Energie ans Koffer schleppen verloren geht, Viel Zeit zum Packen wurde mir eh nicht gelassen. 😉 Glücklicherweise habe ich Standarddinge wie Schlafanzug, Waschuntensilien in Deutschland und spare einiges an Platz.

Wir sind am Ende zu dritt mit einem Koffer ausgekommen, ein absoluter Rekord. Ich war meiner Meinung zurecht stolz auf mich! Der Koffer wog dazu nur 16kg, früher hatte ich Probleme mit einem Koffer und 20 kg für mich alleine… Die Zeiten ändern sich/dich eben!
Wir waren insgesamt 9 Tage weg und haben für 5 Tage Kleidung eingepackt, dass wir einmal waschen mussten. Die Möglichkeit problemlos waschen zu können war definitiv eine Erleichterung, des Gepäcks! Windeln und andere Babyartikel gibt es auch in Deutschland, weshalb wir viel an Gewicht sparen konnten. Zurück ging es mit zwei Koffern, eigentlich wäre ein drittes Gepäckstück erlaubt gewesen,ich wollte es nicht übertreiben und wir mussten irgendwie nach Hause kommen. 😉 Es war ein lang gehegter Traum von mir, einen Extrakoffer nur mit Einkäufen (größtenteils von Rossmann und DM) füllen zu können.

Im Handgepäck sparte es besonders Platz, dass ich wusste ich würde eh nicht zum Lesen kommen. 😉 Somit war mehr Platz für Windeln und Babyspielzeug, damit es ihm unterwegs bloß nicht langweilig werden konnte. Wir sind zwar erst nur 2,5 Stunden und dann weniger als eine Stunde geflogen, doch das ewige Sitzen hat ihn zum Schluss begonnen zu stören und wir konnten ihn mit unserer “Ausrüstung” bespaßen. Aufstehen und etwas durch den Gang gehen ging leider nicht, da wirklich non-stop eine Schlange vor dem Klo war.
Der Besuch auf dem Klo zum Wickeln war eine gute Abwechslung und gab Bewegung.

Wir saßen ganz hinten, am Abend vor Abflug haben wir schon eingecheckt und die Sitze in der letzten Reihe gewählt. Ich wollte keine genervten Mitreisenden hinter mir sitzen haben, falls der Kleinen weinen sollte. Ich war viel entspannter und die Atmosphere war es auch, da der “Lärm” sozusagen vor uns saß. Nervig allein, dass mittlerweile fast jeder einen Trolley als Handgepäck dabei hat. Weshalb wir unseren Kram (mit Jacken und Tragetuch, war es doch recht viel) mühevoll unter den Vordersitzen verstauen mussten.

In Hannover gab es Baby Trolleys, für länger nicht das beste Transportmittel, für eine kurze Zeit jedoch praktisch und es schien ihm zu gefallen. Obwohl er ziemlich auf halb 8 drinnen saß.

In Finnland sind wir mit dem Bus zum Flughafen, weshalb wenig Gepäck das A und O für uns war. Hinzu kam nämlich der Babysitz fürs Auto, den wir in Deutschland brauchten. Den mussten wir als Gepäckstück aufgeben und konnten ihn nicht mit ins Flugzeug nehmen. Dort hätte er eh nirgends hingepasst, aus oben genanntem Grund.
Den Kinderwagen haben wir gleich zu Hause gelassen, ich habe dafür einen spottbilligen Gebrauchten in Hannover gekauft. Der steht dort im Keller und wir müssen uns die nächsten Jahre keine Gedanken machen den Wagen oder eine Karre mitzunehmen. Für den Flug, das Umsteigen und natürlich die Zeit in Hannover habe ich ein Tragetuch dabei gehabt.

Die Flugreise lief jedenfallsglatt und wir kamen alle zufrieden, zwar müde aber nicht total erschöpft an. Die länge der Reise war definitiv in Ordnung und der Umstieg mit kurzen Wartezeiten (maximal 1,5 Stunden) war echt ok. Glücklicherweise schlief der Kleine den Großteil der Flüge. Und er war fast die ganze Zeit an der Brust was den Ohren beim Druckausgleich hilft. Wobei wirklich Probleme mit den Ohren wohl erst ältere Kinder ab 2 Jahre bekommen.

Das Personal auf allen Flügen war nett und hilfsbereit. Mir wurde schnell der Kindergurt gereicht und erklärt und auf dem Flug von Finnland gab es eine Babyschwimmweste. Auf dem Flug innerhalb Deutschlands wurde ja keine Wasser überflogen, das fiel mir erst später auf. Am Anfang dachte ich, sie haben die Weste vergessen zu geben. Blitzmerker ich!

Auf dem Rückflug von München nach Helsinki habe ich mich länger mit einer Stewardess unterhalten. Wir kamen nicht aus dem Flugzeug, weil der Pilot 2cm zu weit vorne geparkt hatte. Sie hat mir meine Vorstellung vom luxuriösen Traumjob über den Wolken ziemlich kaputt gemacht…

Als wir auf dem Hinflug ins Flugzeug sind meinte der Steward zu mir mit Baby auf dem Arm: “Och, der ist aber klein, ist der eine Woche alt?” Ich sagte darauf, er sei 12 Wochen alt und es wäre sonst schmerzhaft gewesen.” Er antwortete: “Ach wir hatten schon kleine Babys an Bord.” “Ich meinte die Geburt von so einem großen Baby.” 😀 Für Entertainment war alsoauch für die Eltern gesorgt!

Meine Tipps, vielleicht ist etwas Neues dabei.
Habt ihr weitereTipps zur Ergänzung?

1. Keine hektischen Flugzeiten buchen, wir sind beide Male mittags geflogen, um nicht zu früh raus zu müssen und nicht zu spät anzukommen.

2. Wenn möglich ohne Kinderwagen fliegen, vielleicht einen vor Ort leihen? Eine Tragehilfe als ist goldwert beim Umsteigen und den langen Wegen zu den verschiedenen Gates.

Das Einsteigen als Erste als auch Letzte hat beides Vor- und Nachteile:

3.a. Steigt man als Erstes ein kann man gemütlich ins Flugzeug und sich in Ruhe “einrichten”. Das heißt auch, dass man eine längere Zeit sitzt, was mit Baby anstrengend sein kann. Wir wurden nicht bei jedem Flug als aufgerufen zuerste einzusteigen und haben uns selber “angemeldet”.

3.b. Einstieg zum Schluss, das haben wir auf dem Hinflug gemacht, dann konnten wir noch länger stehen und uns die Beine vertreten. Leider blieb für uns kein Stauraum mehr übrig und wir landeten am Ende doch in der Warteschlange zu den Sitzen.

4. Faltbare, gepolsterte Wickelunterlage einpacken, im Flugzeug gibt es zwar einen Tisch, der war sehr hart.

5. Einteiler als Reiseoutfit fürs Baby, ist einfacher zum Anziehen und ich habe ihm die ganze Zeit eine Mütze aufgesetzt. Ich hatte Panik dass er einen Zug bekommt.

6. Bei Start und Landung stillen oder etwas zu trinken geben. Zur Sicherheit für die Ohren und das Baby ist beschäftigt und beruhigt.

7. Haben wir nicht in Anspruch genommen, wenn man ein Taxi vorbestellt, kann man oft auch einen Kindersitz anmelden und spart Gepäck!

Tweet about this on TwitterPin on PinterestShare on Google+Print this pageEmail this to someone

1 Comment

  1. Hört sich sehr stressig an. Wir fahren 1x im monat mit dem auto zu meinen eltern, die über 400km weit entfernt wohnen. 4,5 stunden mit baby im auto ist anstrengend. Ich finds toll, dass ihr das so toll gemeistert habt 😉

Ich freue mich über einen Kommentar von dir.