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Umzug mit Kindern, wie wir entspannt durch eine stressige Zeit kamen.

Im August sind wir umgezogen und ich teile heute, was uns half nicht im Chaos zu versinken. Glücklicherweise sind alle Kisten geleert und wir können den Umzug als abgehakt notieren. Geht es nämlich nach mir, ist das Schöne an einem Umzug, wenn dieser vorbei ist. Doch bis zu diesem Punkt mussten wir erstmal kommen… Und davon möchte ich berichten.

Umzug mit Kindern
Home sweet new home, Stille vor dem Umzugssturm.

Stress, stressiger, Umzug

Ich bin in meinem Leben so oft umgezogen, dass ich schwer alle Umzüge aufzählen kann. Es war also nicht Neues, dass ein Umzug mit Arbeit und Stress verbunden ist. Es gibt gar Forschungsergebnisse, die besagen Umziehen gehört zu den stressigsten Lebensereignissen. Nicht verwunderlich, besonders, wenn Kinder involviert sind.

Fünf Jahre haben wir in unserer alten Wohnung gewohnt. Ich habe dort gerne gelebt. Während der Schwangerschaft im letzten Jahr wurde uns klar, dass die Zeit in der Wohnung aus verschiedenen Gründen gezählt ist. (Allen voran, sie war nicht optimal geschnitten und hatte ein Zimmer zu wenig.) Jedoch gingen wir davon aus, dass wir noch gut zwei oder drei Jahre entspannt wohnen können.

Hauptsache das Kinderzimmer steht als erstes, dafür legte ich gerne eine Nachtschicht ein.

Wir brauchen mehr Platz!

Mit der Geburt von Baby L. vergrößerte sich nicht nur unsere Familie um eine Person, schlagartig wuchs das Bedürfnis nach mehr Platz. Wir machten uns auf die Suche und wurden fündig. Jetzt haben wir ein Zimmer mehr, räumlich haben wir uns aber verkleinert! (Davon möchte ich in einem gesonderten Beitrag mehr erzählen.)

Wir hatten Glück und zwei Monate Zeit bis der Umzugswagen vorfuhr. Eine lange Zeit, die uns Entspannung gab. Natürlich ist ein so langer Zeitraum nicht immer möglich. Trotzdem starteten, wir sofort mit der Umzugsplannung. Es wartete viel logistische Aufregung inklusive herumwuselnder Kinder auf uns. Bloß musste überhaupt Zeit und Platz geschaffen werden einpacken oder ausrangieren zu können. Dinge an die wir bei Umzügen ohne Kinder (mittlerweile der vierte gemeinsame) nie dachten.

Wir wollten Stress minimieren und wählten ein Umzugsunternehmen als Unterstützung. Ohne professionelle Hilfe hätten wir es wohl nicht so reibungslos geschafft. Oft gab es in den zwei Monaten Momente, wo ich alles hinschmeißen wollte. Überall lagen Dinge rum, hier und da musste etwas erledigt werden. Ständig fühlte es sich an, als sei zu viel zu tun und zu wenig Zeit übrig.

Am Ende hat alles ziemlich gut geklappt und so kamen wir entspannt durch den Umzug:

  • Als erstes eine To-Do Liste anfertigen: Was muss gemacht werden, bis wann, von wem?
  • Sofort anfangen auszurangieren, am besten schon während der Wohnungssuche. Dann muss später nur eingepackt werden.
  • Wer hilft beim Umzug? Wie erwähnt haben wir uns für ein Umzugsunternehmen entschieden.
  • Bevor die Wahl auf eine Firma fiel, holten wir uns verschiedene Angebote ein.
  • Die Umzugsfirma verlieh auch Kisten. Empfohlen wurde eine Kiste pro Quadratmeter. (Wir folgten dem Tipp nicht und hatten zu wenig!)
  • Wann wird gepackt? Können die Kinder für eine Zeit betreut werden oder hilft wer beim Einpacken? (A. schlief eine Nacht bei der Oma, so konnten wir intensiver einpacken, als „nur mal zwischendurch”.)
  • So viele Arbeiten wie möglich auslagern. (Wir arrangierten Hilfe bei der Endreinigung, das war Gold wert, zu dem Zeitpunkt war bei uns definitiv die Luft raus!)

Beim Small Talk mit den Umzugshelfern sagten wir, dass wir überrascht seien, wie viel wir noch besitzen, trotz Ausmisten. Die Antwort überraschte wenig, bei jedem Umzug hören sie: „Wir haben ja viel zu viele Sachen.”

Angekommen im neuen Heim

Als Belohnung haben wir nun ein neues Zuhause, da ist die Aufregung der letzten Wochen schnell vergessen. Und natürlich gab es auch lustige Momente, zum Beispiel als wir einen der Umzugshelfer dabei „erwischten”, wie er heimlich in deutschen Kinderbüchern las.

Wann seid ihr das letzte Mal umgezogen und was lief gut, was weniger? Wir hätten defintiv mehr Kisten mieten sollen. Am Ende haben wir noch Pappkisten dazu gekauft, mehr als wir wollten. Das gefiel mir sehr am Leihsystem, die Kisten des Umzugsservices sind zwar aus Plastik, aber werden immer wieder genutzt. Einige Pappkisten gingen kaputt oder liegen unbenutzt auf dem Dachboden.

 

4 Comments

  1. Hallo, ich freue mich, mal wieder von Dir zu hören.
    Ich bin das letzte Mal zu Beginn der Schwangerschaft umgezogen und kann dem Artikel in allen Punkten zustimmen. Obwohl ich jedes Mal durch einen Umzug meine Wohnsituation verbessert habe und auch durch Planung und professionelle Hilfe Stress minimiert habe, hat es Wochen gedauert, bis ich mich in der neuen Wohnung wohl und zu Hause gefühlt habe.
    Ich hoffe, du und deine Familie sind da weniger sensibel und ihr habt Euch schnell. Und gut zusammen gefunden.
    Die Plastikkisten finde ich eine tolle Idee, falls ich mich noch einmal zu einem Umzug aufraffe, werde ich nach dem System in Deutschland recherchieren. Pappkartons sind wirklich schnell eingerissen, man kann sie schlecht lagern etc.
    Liebe Grüße nach Finnland.

    1. Vielen Dank für deinen Kommentar.
      Ja, ich hätte auch gerne früher gewusst, dass man solche Kisten mieten kann. Gerade mit Büchern beladene Pappkisten halten wenig aus.
      Es dauert in der Tat immer noch etwas sich einzugewöhnen, auch wenn alles ausgepackt ist. Gerade bei Kindern, mittlerweile sind wir wohl aber angekommen. 🙂

  2. Zum Glück waren alle meine Umzüge in einem Radius von wenigen Kilometern.
    Da konnte viel Kleinkram zwischendurch mitgenommen werden. Nur für die großen Möbel war Hilfe nötig, das war aber mit einigen Freunden schnell erledigt.
    Genau jetzt möchte ich nicht mehr umziehen. Es hat sich viel zuviel Kram angesammelt. Da versuchen wir gerade einiges loszuwerden.
    Wir besitzen tatsächlich zuviel.

    1. Stimmt, Sachen zwischendurch mitnehmen ist sehr praktisch! Das haben wir auch so gemacht, zum Beispiel für den TV und PC, das hat den Preis des Umzugsunternehmen sinken lassen. 😉

Ich freue mich über einen Kommentar von dir.