9 Jahre in Finnland

Puuh, ich lese die Überschrift und auch, wenn ich es schwarz auf weiß sehe. Unglaublich, 9 Jahre bin ich schon in Finnland. Seit gestern 9 Jahre und einen Tag um genau zu sein. Das ist ganz schön irre! Besonders, weil es nicht so geplant. Am Anfang wollte ich doch nur ein Jahr ins Ausland als Au-pair und nun bin ich immer noch da.

In den letzten Jahre habe ich zum Anlass meines “Finniversary”, wie eine Freundin ihren Jahrestag der Einreise in Finnland nannte geschrieben. Ich habe die erstellten Fotocollagen heraus gekramt. Es ist wirklich interessant zu sehen wie man sich über eine längere Zeit verändert. Und ja, ich bin natürlich älter geworden. Am Ende habe ich zwei Bilder von 2015 und 2016 hinzugefügt und diese zeigen, ich bin nicht nur älter geworden, sondern lahmer was die Bildbearbeitung der Collagen angeht. 😉 Continue reading →

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Wenn die Milch nicht reicht / meine Stillgeschichte

Lange wollte ich dies aufschreiben, eine Zeit konnte ich es nicht, dann ist das Thema Stillen eine Weile in Vergessenheit geraten. Doch ich möchte gerne meine / unsere Stillgeschichte (die eigentlich keine Geschichte ist, denn sie ist nicht vorbei) teilen. Ich hoffe, ich kann der einen oder anderen Mutter Mut machen. Es lohnt sich nicht aufzugeben! Bitte holt euch früh Hilfe, glaubt an euch und eure Mutterinstinkte.

Es wird ein langer Bericht, ich will mich nicht kurzhalten. Alles muss raus und deshalb geht`s gleich los. Ich werde auf die Tipps, die ich bekam um die Milchmenge zu steigern etc. nicht weiter eingehen. Meiner Meinung nach, steht es mir als ungeschulte Person nicht zu geben. Ich starte mit meiner Erzählung noch vor der Schwangerschaft und anders als die Überschrift vielleicht erahnen lässt, starten wir morgen nicht nur ins A´s 19. Lebens-, nein auch Still-Monat. Diesen Happyend-Spoiler konnte ich mir nicht verkneifen. Das Bild oben ist übrigens vom Donnerstag dieser Woche am Strand, wir sind weiterhin begeisterte “Stiller”. 🙂

meine Stillgeschichte

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Meine Vorsätze – Halbzeit im Jahr 2016

Fast ist das Jahr 2016 um die Hälfte rum. Langsam wird es Zeit sich Gedanken um die Weihnachtsgeschenke zu machen. Naja, ein paar Monate hat das wohl noch Zeit. Dafür lohnt sich ein Zwischenfazit was meine Vorsätze für dieses Jahr angeht. Was hatte ich mir vorgenommen? Wie läuft`s? Und ist noch etwas dazu gekommen? Anfang des Jahres habe ich hier von meinen Vorsätzen geschrieben.

Was habt ihr euch vorgenommen? Und seid ihr zufrieden oder sind die Vorsätze in Vergessenheit geraten?

Es folgt meine Vorsatzliste und wie die Umsetzung bis jetzt geklappt hat:

Jeden Monat zwei neue Gerichte ausprobieren
Das klappt sehr gut, wir haben schon einige neue Gerichte kennengelernt. Erst dachte ich, 4 Gerichte sei auch schaffbar, doch 2 ist eine perfekte Anzahl. Dieser Monat war der erste in dem ich nur ein Gericht ausgetestet habe, nämlich dieses “mediterrane Kartoffelpfanne”. Ob ich im Juli zum Ausgleich drei schaffe?

Die Masterarbeit und somit mein Masterstudium beenden
Läuft, dank unzuverlässlicher Professoren leider nicht so gut wie geplant, immerhin geht es vorran.

Mindestens 6 Bücher lesen
Das war ein sehr bescheidenes Ziel, weil ich 2015 kaum gelesen habe. Ich habe schon 6 Bücher gelesen und auf 10 Bücher erhöht, insgeheim hoffe ich, ich schaffe 12!

Einen Job für 2017 finden
Im Herbst will ich mich etwas umschauen, vielleicht bleiben wir (A. und ich) doch noch bis Sommer 2017 daheim…

Wieder regelmäßig Sport treiben (!!)
Das klappt mal einigermaßen und dann mal wieder gar nicht. Definitiv verbesserungswürdig!

Mehr Häkeln
Ich habe gerade ein Projekt gestartet, sonst habe ich dieses Jahr eine Babydecke für As Cousin gemacht. Ich könnte häkelfreudiger sein, Ideen habe ich genug.

Keine neue Wolle kaufen (evtl. für Weihnachtsgeschenke erlaubt)
Klappt super, siehe vorheriger Punkt. Ich habe sogar ausrangiert und an Js Tante ungenutzte oder angefangene Wollknäuel abtreten können.

Keine neuen Bücher kaufen
Ausgenommen Bücher über Erziehung oder Kinder. Bis jetzt waren alle gelesenen Bücher (bis auf ein neues Elternbuch) aus meinem Bücherregal. 🙂

Vorsätze, die sich noch auf meine Liste geschlichen haben:

Kein Handy im Schlafzimmer
Das haben J. und ich zu Beginn des Jahres gestartet und klappt super. Ich habe das Gefühle ich schlafe besser, sonst habe ich direkt vor dem Schlafen immer noch am Handy “gedaddelt”.

Weniger Müll machen
Damit habe ich gerade begonnen mich zu beschäftigen, wichtiges Thema. Bald mehr dazu auf dem Blog!

Mehr Trinken
Ich vergesse ich es oft einfach, gar nicht gut. 🙁

Ausrangieren
Im Beitrag zu meinen Vorsätzen habe ich darüber geschrieben. In den letzten Wochen haben J. und ich wieder mal kräftig ausrangiert und wir beide haben uns jede/r von 111 Sachen (also 222 zusammen!) getrennt. Ein so gutes und befreiendes Gefühl blieb am Ende. Im September starten wir noch eine Runde.

Meine ersten Arbeitstage – ein erstes Fazit

Mutti ist jetzt erstmal außer Haus
Die ersten sechs Arbeitstage, die ersten Tage außer Hause liegen hinter mir, aufregende, emotionale, anstrengende, Tage und trotzdem sind sie gut gewesen. Da lohnt es sich zurückzublicken und über meine ersten Eindrücke und Gefühle zu schreiben.

Der erste Arbeitstag rückte näher und am meisten nervös gemacht hatte mich, wie ich die Tage durchhalten werde. Zu Hause mit A. ist zwar immer was los, jedoch kann ich mich mittags gut 2 Stunden ausruhen und Kraft tanken. Das geht während der Arbeit natürlich nicht. Am Abend kommt J. und verbringt Zeit mit A., ich kümmere mich zwar oft um Wäsche o.ä. und es findet sich Zeit zum Entspannen.

Gefühlschaos

Ich sprach oft mit J. über diese Befürchtungen und er sagte mir: “Du wirst mit einer ganzen Reihe von (neuen) Gefühlen konfrontiert, wenn du arbeiten gehst.” Zum Beispiel Schuld, dein Kind nur wenige Stunden am Tag sehen zu können. Ein schlechtes Gewissen dem Partner gegenüber, weil du nicht mit der Kinderbetreuung und im Haushalt helfen kannst. Freude über Zeit für sich. Angst, etwas Neues, was A. lernt zu verpassen.
Die Liste von J. war lang und wahr!

Abends bin ich immer ziemlich alle gewesen. Die Arbeit macht Spaß, doch die Vorschulgruppe ist eine ziemliche Chaosgang, es sind viele Kinder dabei, die einem merklich Energie entziehen. Dank meiner lieben Kolleginnen gibt es viele Momente gemeinsam Luft rauszulassen und tief durchzuatmen. Nun nach den ersten geschafften Tagen kann ich sagen, ich schlafe nicht bei der Arbeit ein, ohne längere (oder mal gar keine richtige) Pause überstehe ich die Tage problemlos. Meine Befürchtungen haben sich also nicht bestätigt.

Das wohl Schwierigste für mich ist, A. nur wenig zu sehen. Die ersten 15 Monate war ich kaum von ihm getrennt, es ist also eine große Umstellung für uns beide. Tagsüber versuche ich nicht viel an ihn zu denken. Das Gefühl des Vermissens erinnert mich daran als ich selber ein Kind war und meine Mutter vermisst habe. Ich weiß natürlich, dass A. beim Papa gut aufgehoben ist, bei den beiden läuft es bestens und sie haben Spaß zusammen. Das beruhigt mich, trotzdem ist es nicht einfach, den Tag auf einmal ohne sein Kind zu verbringen.

Wenn ich nachmittags nach Hause komme freut sich A. riesig und es ist schön mit ihm noch etwas Zeit zu verbringen, wenn ich nicht zu spät komme sind wir noch auf den Spielplatz. Abends im Bett dachte ich öfters, dass ich ihn ja irgendwie kaum gesehen habe. Gerade diese Gedanken, lassen Momente mit ihm noch besonderer werden und mich genießen. Es hat ebenso Vorzüge, A. wurde gestern um 6 Uhr wach und ich bin gerne mit ihm aufgestanden, weil ich mich freute mit ihm zu spielen.

Erste Lektionen

Nach der ersten Arbeitswoche, habe ich einiges gelernt, was ich später will und dass es gut ist, eine Zeit ohne Kind zu sein und diese Zeit zu genießen. Zum Beispiel auf der Fahrt zur Arbeit zu lesen oder häkeln.
Ich bin froh, dass es sich erstmal um einen kleinen Ausflug in die Arbeitswelt handelt, eine Testrunde sozusagen. Wenn ich nächstes Jahr zu arbeiten beginnen, werde ich mich unbedingt nach einer halben oder reduzierten Stelle umschauen. Gerade ist eben J. zu Hause und kümmert sich um die Einkäufe und Haushalt, sind wir dann beide berufstätig fallen diese Tätigkeiten uns beiden zu und müssen sie nebenbei erledigen. Der Gedanke an schnelle Einkäufe zwischen dem Weg von Arbeit und A. aus der Kita abzuholen machen mir jetzt schon Stress.

Ich ziehe meinen Hut vor allen berufstätigen Eltern, besonders den Müttern, an denen ja meist mehr Arbeit zu Hause wartet. Dieser erste Ausflug als Mutter in die Berufswelt, zeigte mir bereits wie anstrengend es ist alles unter einen Hut zu bekommen. Ich habe noch einige Lektionen vor mir!

Vater zu Hause, Mutter bei der Arbeit, der Frühling kann kommen

Wieder herrschte Stille auf dem Blog, diesmal ungeplant. Im Februar wurden wir alle nacheinander von Erkältungen heimgesucht, Anfang März ging es für knapp 2 Wochen nach Deutschland, nebenbei läuft ja (irgendwie) meine Masterarbeit und ich begab mich auf Jobsuche. Es war einiges los, deshalb kam ich nie weiter, als Beiträge für den Blog gedanklich im Kopf “aufzuschreiben”, auf dem Bildschirm landetet nichts. Mal sehen was uns der Frühling bringt, weitere aufregende Zeiten stehen bevor.

Osterbastelei mit A., Reaktivierung meiner Bastelqualitäten
Am kommenden Freitag werde ich für 6 Wochen im Kindergarten arbeiten, das lässt mich etwas nervös werden. J. startet in seine dreimonatige Elternzeit und es wird zu meiner Aufgabe, das Brot auf den Tisch zu bringen. 😉
Schon vor der Geburt von A. haben wir besprochen, dass J. einige Zeit zu Hause bleiben wird. Es war sein ausdrücklicher Wunsch und ihm
wichtig, dass ich dann außer Haus bin, dass er wirklich Erfahrungen sammeln kann wie es ist sein Kind zu Hause zu betreuen.
Natürlich muss die Miete etc. gezahlt werden, auch wenn der finnische Staat Eltern, die ihre Kinder zu Hause betreuen unterstützt, würde dies als einziges Einkommen nicht reichen. Von den Eltern in Finnland die Betreuungsgeld für die Betreuung daheim beziehen waren im Jahr 2011 übrigens nur 5,5% Männer.
Ich empfinde die kleine Auszeit als eine gute Abwechslung für mich und war sofort einverstanden mit dem Plan. Über die Trennung zu A. mache ich mir (lieber) nicht so viele Gedanken, das würde mich nur noch nervöser machen. Es wird bestimmt eine interessante Erfahrung und eine große Umstellung für uns beide.

Ich begab mich also auf Jobsuche. Unser endgültiger Plan sah in etwa so aus, ich arbeite 2 Monate und einen Monat sind wir zusammen daheim, bzw. ich kümmere mich intensiv um meine Masterarbeit, hier und da 30 Minuten am Tag bringen mich einfach nicht voran.

Den Beginn meiner Jobsuche habe ich wirklich lange vor mir hergeschoben, irgendwann ging es leider nicht mehr…
Ich habe gezielt auf Anstellungen im Kindergarten als Kindergartenlehrerin geschaut, die wenigen befristeten Angebote passten nicht in unseren Zeitplan. Ich meldete mich bei einer Agentur an, die Vertretungen für Kindergärten sucht. Die haben sich schnell bei mir gemeldet, ich sollte mich später wieder melden. Die Frau die mich anrief, dachte wohl, ich springe gleich ab, als sie mir erklärte wie ihr System funktioniert. Morgens muss man zu einer bestimmten Zeit bereit sein, bekommt einen Anruf wo eine Vertretung gesucht wird und muss sich schnellstmöglich auf den Weg machen. Ich habe etwas ähnliches während des Studiums, nur als Babysitterin gemacht und kannte diesen Ablauf, das schien sie gleich positiv zu beeindrucken.
Es heißt jedoch auch, dass man öfters keinen Auftrag bekommt und immer auf Abruf zu sein ziemlich stressig sein kann, manchmal dann noch unnötig. Trotzdem, ich war froh eine Aussicht zu haben, falls sich nichts anderes ergeben sollte.

Und wie es am Ende immer wieder passiert, was mir geholfen hat, ist eine ordentliche Portion Vitamin B! Wie es der Zufall wollte, fällt eine ehemalige Kollegin in dem Kindergarten wo ich vor dem Masterstudium arbeitete für einen längeren Zeitraum aus. Zeitlich passt es perfekt, so dass ich 6 Wochen dort arbeiten werde.
Bald geht es schon los, ich bin gespannt und freue mich auf windelfreie Kinder, die selber essen und mir klar zu verstehen geben können was sie wollen. 😉 Ich werde wieder in einer Vorschulgruppe arbeiten und alle Kolleginnen sind mir noch von meiner Zeit dort bekannt. 🙂