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Sport in meiner Schwangerschaft – Erfahrungen + mein Workout Liebling

Für mich war schon vor der Schwangerschaft klar, dass ich auf Sport nicht verzichten möchte. Glücklicherweise stellt sportliche Betätigung kein Problem dar und ist definitiv erwünscht. Natürlich habe ich meine Sportroutine geändert und auf meine körperliche Situation abgestimmt. Ich war nie eine Extremsportlerin, trotzdem habe ich einen Gang runtergeschaltet. Ich teile neben meinen Erfahrungen auch meine Lieblings DVD für Sport in dieser besonderen Zeit.

Keine Neuigkeit, ich bin weder Sportlehrerin noch Fitnesstrainerin, doch ich denke mit gesundem Menschenverstand und der Motivation sich zu informieren kann man sich gut einen eigenen „Trainingsplan” für diese aufregenden neun Monate erstellen. Es mag auf jeden Fall für jede Schwangere anders sein, deshalb ist meine Sportroutine vielleicht nicht die beste für andere. Aus diesem Grund habe ich bewusst den Titel „Sport in meiner Schwangerschaft” gewählt.

Klar bin ich interessiert wie andere Schwangere oder Mütter sich während der Schwangerschaft fit gehalten haben. Erzähl mir doch ein bisschen.

Schwangere Couchpotato? 

In diesem Punkt gehen sicher die Meinungen auseinander oder einige finden meine Auffassung vielleicht daneben. Meiner Ansicht nach ist eine Schwangerschaft kein Grund sich gehen zu lassen und faul auf dem Sofa eine Schokolade nach der anderen zu verdrücken. Gewiss gibt es Frauen, die aus gesundheitlichen Gründen ans Bett/Sofa gebunden sind. Ohne Frage, ich liege öfters faul auf dem Sofa und genieße Schokolade, bloß versuche ich soweit es geht (immer geht es eben nicht) mich nicht allen ungesunden Gelüsten hinzugeben. Davon hat mein Körper nichts und mein Baby noch weniger.

Ich mache weiterhin, wie vor der Schwangerschaft fünf Mal die Woche Sport, nur lasse ich es langsamer angehen. Man sagt ja, dass die Herzfrequenz der Mutter nicht höher als 140 sein soll. Deshalb schwimme ich brav mit dem Kopf über Wasser auf der „Omispur”. (In finnischen Schwimmbädern sind die Bahnen in Geschwindigkeiten aufgeteilt.)
Ich gehe also einmal die Woche schwimmen und mittlerweile mache ich oft Aquawalking, da ich es angenehmer finde. Zusätzlich gehe ich einmal pro Woche Walken. Alltagssport wie Spazierengehen oder mit dem Rad zum Supermarkt fahren sind natürlich super, Bewegung tut mir eben gut. Mir zumindest und dafür muss man nicht ins Fitnessstudio gehen.

Schwanger mit Tracy

Gleich zu Beginn meiner Schwangerschaft kaufte ich mir eine Workout DVD. Auf die war ich schon vor der Schwangerschaft total heiß. 😉 Es handelt es sich um das „Tracy Anderson – the pregnancy project”. Sport zu Hause vor dem TV ist vielleicht nicht nach jedem Geschmack, für mich ist es schon seit Jahren eine tolle Alternative zum Fitnessstudio. Ich muss nicht aus dem Haus und spare neben Geld auch Zeit.
Von der DVD Serie bin ich richtig begeistert und Tracy ist ein fester Teil meiner Schwangerschaft geworden. In der DVD Box befinden sich neun verschiedene DVDs, für jeden Monat ein neues Workout. Die sind sehr gut abgestimmt auf den Stand der Schwangerschaft. Ich habe die DVD sofort nach dem positiven Schwangerschaftstest bestellt, vorher wollte ich noch nicht, da war ich irgendwie abergläubisch. 😉
Und habe so den ersten Monat nur etwa eine Woche gemacht, eigentlich war ich da schon im zweiten Monat und habe dann die beiden ersten Monate abgewechselt.

Es ist zu meiner Routine geworden, die DVD drei Mal die Woche zu machen und es macht wirklich Spaß. Das haben alle Monate gemeinsam, es gibt einen Aufwärmteil, Übungen für die Arme und dann kommen Beine und der Po dran.

Am Ende gibt es eine kurze Stretching Phase. Die Workouts dauern ca. 35 – 55 Minuten und einige Übungen wiederholen sich oder tauchen in einem anderen Monat abgeändert erneut auf. Man braucht nur leichte Hanteln, eine Matte und einen Stuhl. Gerade bin ich bei Monat acht und da werden die Armübungen im Sitzen gemacht.

Tracy Andersson macht viele Übungen mit den Beinen, sie hoch- und ausstrecken, dieses Video gibt gute Eindrücke dazu. Das Training für die Beine hilft besonders um für die Geburt gelenkig zu bleiben oder zu werden. Ich muss sagen, dass ich keine Gummibeine habe und unschwanger mein Bein auch nicht höher bekommen würde, weshalb mir diese Übungen sicher für die Geburt helfen werden.

Durch die Workouts fühle ich mich jedenfalls gestärkt und ich merke, dass ich so ganz gut in Form bleiben kann. Laut Tracy Anderson soll es nach der Geburt einfacher werden die Babypfunde wieder zu verlieren, wenn man sich in der Schwangerschaft angemessen bewegt. Ich bin gespannt! Ich werde mir auf jeden Fall später andere Workout DVDs von ihr kaufen, da es mir gefällt wie sie mit dem Körper und nicht gegen ihn arbeitet.

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Nordic Walk Helsinki 2014

Was gibt es Schöneres als den Sonntag mit einem Wettkampf zu starten? Ein Wettkampf war es eigentlich nicht, sondern die Nordic Walk Veranstaltung einer Zeitschrift in Helsinki. Meine “Schwiegermutter” hatte mich gefragt ob ich mitkomme und mit ihr die mittlere Strecke (4,5 km) bestreite. Ich habe nicht lange überlegt, da ich auch sonst gerne walke. Gibt es noch weitere Nordic-Walker unter euch der ist es einfach zu “uncool”?

Meine gewöhnliche Strecke ist sogar etwas länger, da brauchte ich kein grosses Training. Leider wird Nordic Walking immer noch als Omi-Sport verschrien, was ich nicht verstehe und echt schade finde. Macht man es richtig, kommt man definitiv ins Schwitzen! Dieses Vorturteil wurde durch die weiteren meist weiblichen, älteren Teilnehmerinnen verstärkt. Im Endeffekt waren die TeilnehmerInnen vom Alter doch ganz gut gemischt.

Das Wetter hat zum Glück mitgespielt und es war endlich “kühler”, damit meine ich 26 Grad statt 30 Grad. Gewalked wurde um die Töölöbucht Mitten in Helsinki mit angenehmen Wind inclusive. Es war definitiv ein gutes Gefühl durch das Ziel zu schreiten! Und sehr froh war ich, es unter einer Stunde geschafft zu haben. Vor-Schwangerschaftszeiten hätte mich der Kampfgeist wohl mehr gepackt, aber dabei sein ist nun mal alles! Und eine Medaillen gab es eh nicht, schade eigentlich! Das Bild auf dem ich durch’s Ziel gehe ist übrigens später nachgestellt, ich war nämlich nicht die Letzte! 😉

Heute begann dann die erste Umzugswoche, Samstag kommen die Sachen von meinem Freund in die neue Wohnung. So habe ich morgens nochmal (mit Hilfe von der “Schwiegermutter”) die neue Wohnung geputzt. Eigentlich war sie picobello sauber, jedoch ist Kontrolle ja bekanntlich immer besser und es ging ratzfatz. Am liebsten hätte ich mit einem Schnipps den Umzug schon geschafft, denn im September kommt ja noch Teil 2 von mir aus Jyväskylä…

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Winterfreuden

Es scheint, dass sich der Winter schon dem Ende zuneigt und der Frühling beginnt. Ich muss ehrlich sagen, dass ich noch nicht damit gerechnet habe. Eigentlich hatte ich weitere sechs oder mehr kalte, schneereiche Wochen für diverse Wintersportaktivitäten eingeplant gehabt. Besonders, für’s Skifahren, das ich unbedingt diesen Winter noch machen wollte. Schlittschuh laufen war ich zum Glück, immerhin zwei Mal diesen Winter! Das zweite Mal war letzte Woche, als ich Besuch von einer Freundin bekam.

Im Zentrum von Jyväskylä ist ein großer See, der sich zum Eislaufen perfekt anbietet. Der See ist zu Beginn des Jahres schnell zugefroren und da es diesen Winter kaum schneite, wurde er früh frei gegeben. Sonst dauert, es bis der See vom Schnee befreit wird und als tragfähig bezeichnet werden kann. Die letzten Tage wurde es immer wärmer, dass man sicher bald wieder im See baden kann. (Siehe hier ein Bild von heute Nachmittag.)

Auf dem zugefrorenen See werden eine große Runde und innere kleinere Runde zum Eislaufen geräumt. Drumherum gibt es einen Ring für Skilangläufer, gewöhnlich mit Loipe, die wegen des Schneemangels aber wegfällt. Einige Finnen haben spezielle “Tourenschlittschuhe” mit denen es sich schneller und bequemer läuft. Wir sind einmal die große und die kleine Runde gelaufen, zusammen ca. 4 km. Das ist wirklich anstregend gewesen. Aus der Eishalle bin ich es nur gewöhnt mit vielen Pausen im kleinen Kreis zu laufen. Bequemere und weichere Schlittschuhe machen da schon Sinn. Echt schade, dass das Eis schon taut, ich wollte eigentlich noch ein paar drauf.
Wart ihr dieses Jahr Schlittschuhlaufen? In der Halle oder auf einem See?

Vor einigen Wochen habe ich (endlich!) meine Schlittschuhe schleifen lassen und etwas geputzt. Das Vorher- und Nachherbild ist wirklich ein ein Unterschied wie Tag und Nacht. Mit etwas Aufwand sehen sie fast wieder neu aus. Vor allem ist das Fahrvergnügen mit geschliffenen Kuven natürlich viel besser!

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Estonia trip – part two: Tartu and Tallinn

Der zweite Teil des kleines Reiseberichts über unsere Estlandreise, ein dritter Teil mit meinen Einkäufen folgt noch. (Hier geht´s zu Teil 1)
Am Freitagabend ging es zum Länderspiel Estland gegen Finnland, leider hat es durchweg geregnet. Trotz roter Karte und zehn Mann auf dem Feld haben die Finnen mit Mühe und Not gewonnen. Am schlimmsten waren jedoch die angereisten Fans, die sind teilweise fast von der Tribüne gefallen. Die Freude, dass im Stadion Bier getrunken werden durfte war wohl zu groß.

In Tartu haben wir beide Morgen im gleichen Pub mit wunderschönem Tongeschirr ausgiebig gefrühstückt und das für ganze 4€! Dank der lustigen Zuckerpäckchen haben wir noch etwas über Estland dazu gelernt. Nach dem Frühstück am Samstag ging es mit dem Bus zurück nach Tallinn. Ich bin nur kurz in die Altstadt (Bilder 4 & 5) weil ich mich verlaufen hatte. Sonst haben wir die Altstadt gemieden, wir waren alle schon einmal dort gewesen und diese war ziemlich überfüllt mit Touristen. Die Altstadt ist wirklich wunderschön, durch die Massen (der größtenteils) finnischen Touristen, die oft nicht ganz nüchtern sind, hat das Ambiente für mich etwas von Ballermann oder Freizeitpark.

Gegen Abend ging es mit dem Schiff zurück. Eigentlich hatten wir eine Übernachtung gebucht, da beworben wurde, dass man auf dem Schiff noch Party machen kann. Als wir dann im Helsinkier Hafen ankamen wurden alle Bars und Restaurants geschlossen. In der Kabine wollten wir nicht den Abend verbringen und sind kurzerhand vom Schiff. Als wir runter waren fiel uns auf, dass noch eine Tüte in der Kabine ist. Ich bin schnell zurück, doch das Schiff war schon zu! Dank eines netten Hafenarbeiters wurde die Tüte aus der Kabine geholt und die Brücke extra wieder angebaut. Zum Glück hat niemand gefragt was der Inhalt der Tüte war. (In Estland sind die Spirituosen deutlich billiger… ;D )

More impressions of our trip to Estonia, friday we watched a football match. Saturday we left back to Tallinn. We didn´t walk much around, we all have been there and the old town was just too crowdy!

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finnischer Freitag: ein Abend im Fußballstadion

Gestern war ich mit meinem Freund beim Fußball. In Finnland ist dieser Sport nicht so bedeutend wie in Deutschland und anderen Ländern. Die Sportart Nummer eins ist hier eindeutig Eishockey, zum Leid derer die sich wirklich für Fußball interessieren, wie zum Beispiel mein Freund.

Fußballtechnisch kann Finnland einfach nicht so viel reißen und irgendwie habe ich das Gefühl es interessiert kaum jemanden. Da ich denke ihr seid wie ich, keine großen Fußballnarren erspare ich einen Bericht über die eher blasse Fußballnation Finnland. 😉

Ich wollte jedenfalls, dass meine Freund sich mit seiner Begeisterung für diesen Sport nicht ganz alleine fühlt und begleitete ich ihn zum Spiel HJK (Helsinki) gegen JJK (Jyväskylä). Helsinki hat eigentlich schon die finnische Liga gewonnen und für das gestrige Spiel die Tickets für 2€ angeboten. Ein weiterer Grund für mich mitzukommen, ich dachte mir, wird es langweilig, war es wenigstens billig. Das Spiel endete 0:0 und bis auf die letzten 5 Minuten war es ziemlich lahm, soweit ich das beurteilen kann.

Die Würstchen im Becher

Das Aufregendste des Abends waren für mich wohl die Würstchen im Becher! In der Pause ging es an die “Makkarabaari” (=Wurstbar) wo man 4 Würstchen im Pappbecher kaufen konnte. Ohne Brot wohl gemerkt, dafür mit der Option Ketchup oder Senf.

Ich könnte mich noch immer darüber totlachen, was für eine verrückte Idee! Oder hat das jemand schon mal woanders gesehen und nur ich lebte hinter dem Mond?
Vielleicht auch ein guter Tipp für die nächste Grillparty, die Becher kann man danach noch umweltschonend für die Getränke nutzen. 😉