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Liederbeutel – mit diesen Ideen einfach selber gestalten


Liederbeutel

Der Liederbeutel – Singspaß für alle

Ganz klar, ein Liederbeutel sollte in jedem Haushalt mit Kind(ern)* zu finden sein! Wenn du nicht weißt, wovon ich rede, wirst du es hier herausfinden. Zusätzlich zur Erklärung was es mit dem Liederbeutel auf sich hat, stelle ich einige Ideen vor, wie du selber einen Beutel zusammenstellen kannst.

Ein Liederbeutel ist sozusagen ein Liederbuch in 4D, ein toller Mitmach- und vor allem Mitsingspaß für Kinder jeden Alters. Es ist ein Beutel gefüllt mit Gegenständen, repräsentativ für die Lieder. Wer mag, kann sich als Gedächtnisstütze die Texte der Lieder auf Kärtchen schreiben. Mehr “Zutaten” brauchst du für dein individuelles Liederbuch nicht.

Wer hat´s erfunden?

Das weiß ich leider nicht. Eventuell war es jemand in Finnland, denn hier sind die Liederbeutel (= “laulupussi” oder “lorupussi” für Reimbeutel) sehr beliebt. Zu Hause, in Singgruppen und natürlich in Kindergärten, jeder kennt sie. Achso, kurze Sprachkunde am Rande, das finnische Wort “pussi” steht für Beutel. 😉

Fragt man Google nach dem Liederbeutel, kommt als Antwort: “Meintest du Lederbeutel?“ Daraus schließe ich, dass sich im deutschsprachigen Raum diese Erfindung niemand zuschreiben kann… Continue reading →

Kleinkinds Bestsellerliste 2016 – unsere Kinderbuch Jahresfavoriten

Meine Freunde in der Stadt

Das Jahr neigt sich langsam dem Ende zu, wie im letzten Jahr möchte ich A´s Bestseller teilen. 2015 war dies noch die “Babys Bestsellerliste” mittlerweile ist A. ja schon ein Kleinkind.

Nach wie vor gehört das Angucken von Bücher zu seinen Lieblingsbeschäftigungen. Vorlesen kommt immer mehr dazu, ein Buch selber entdecken nach seinem Tempo findet er (verständlicherweise) spannender.

Leseratte

Über das Jahr haben sich einige Kinderbuch Favoriten herauskristallisiert, diese möchte ich euch heute gerne vorstellen. Ich muss sagen, unser Sohn hat einen guten Büchergeschmack, diese Bücher werden uns Eltern nach dem 100. Mal nicht langweilig. 😉

Einige der Bücher sind auf Finnisch, ich habe zu ihnen die deutsche Version gesucht und aufgelistet. Bis Weihnachten ist es nicht mehr lang, vielleicht findet ihr unter den Büchern noch eine Geschenkidee. 🙂

Was stand bei euren Kindern auf der Beststellerliste des Jahres 2016?

Mein erstes Buch von den kleinen Tieren

Mein erstes Buch von den kleinen Tieren – Nathalie Choux

Mein erstes Buch von den kleine Tieren

Wir haben eine ganze Menge Bücher aus der Reihe “Mein erstes Buch…”, besonders wir Eltern sind sehr vernarrt in die fröhlichen Bücher mit Schiebeeffekt. Zu Weihnachten wird noch eins unter dem Baum liegen, dann haben wir beschlossen, dass es wirklich genug ist. Vorerst…

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[Spielsachen] DIY Idee für kleine Sortierer

Ich möchte mit euch ein einfaches und günstiges DIY für Kleinkinder teilen. Man braucht nur eine Schachtel und alte Kundenkarten o.ä. Diesen Zubehör hat man eigentlich zu Hause und es ist eine super Möglichkeit für die Eltern (& Großeltern & Freunde etc.) die Portemonnaies auszumisten! Also: “Mama, Papa, Opa, Oma, her mit euren (alten) Kreditkarten!”

A. macht dieses Spiel sehr viel Freude und er “spielt” oft mehrere Runden. Es ist eine tolle Beschäftigung um zur Ruhe zu kommen, oder zur Beschäftigung bei Regen und man kann es wunderbar gemeinsam spielen. Continue reading →

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Plastikspielsachen, ein wahr gewordener Elternalptraum?

In meinem ersten Beitrag zur kleinen Themenreihe Spielsachen, habe ich darüber geschrieben, dass weniger (für uns) meist mehr ist. Natürlich besitzt A. trotzdem immer noch eine Menge Spielsachen. Manchmal fühlt  es sich deshalb an, als sei die gefürchtete “Spielzeugapokalypse” (siehe Bild unten, A. im Lego-Küchenchaos) wirklich nah.

Zur Vermeidung räumen wir auf, nehmen einige Sachen erstmal zur Seite oder ganz weg und die Situation lichtet sich wieder.

Eltern machen sich viele Gedanken, Spielzeug soll unbedingt “pädagogischwertvoll” sein. “Plastikspielzeug kommt uns nicht ins Haus.” Das habe ich schon oft gehört und selber gedacht. Ich finde es gut und wichtig, sich Gedanken zu machen über das Spielzeug, was man seinem Kind kaufen möchte oder was es geschenkt bekommen könnte. Später, wenn das Kind sich Dinge selber aussuchen und kaufen kann, zählt die Elternmeinung eh nicht mehr. 😉 So kam ich als Kind zum Beispiel zu Tamagotchie und Furby.

Dezentes Spielzeugchaos

Ich selber bin kein großer Fan von diesen lauten, blinkenden Plastikspielsachen. Ich habe das Gefühl es flasht die Kinder eher statt sie zum Spiel oder Entdecken anzuregen.

Reizüberflutung deluxe

Besonders eine Marke ( irgendwas mit Fischer und Preis, aber auf Englisch) lässt mich öfters ratlos dastehen: “Licht und Geräusche, muss das immer alles zusammen kommen?”

Komischerweise macht besagte Firma irgendwas ziemlich richtig, immer wenn wir an einem Ort sind wo es etwas von denen gibt, stürzt A. sich darauf.

In einem Nachbarschaftspark gibt es zum Beispiel eine Haustür mit Klingel, Radio und Lampe. Ich konnte ihm manchmal gar nicht die Jacke ausziehen, schon war er zu dem “Elternschreck” gepest. Ich nehme es mit Humor, soll er sich seine Dosis “Bling Bling” dort holen, zu Hause wird “pädagogischwertvoller” gespielt,  naja mit Ausnahmen…

Das schreiende Buch

Denn wir haben da so ein Geschenk bekommen, dass mich fragen lässt, was es eigentlich braucht um als Spielentwickler bei dieser Firma arbeiten zu dürfen?

Entworfen haben sie ein Plastikliederbuch, das singt selber (in zwei Lautstärken), leuchtet unkoordiniert und ist einfach schrecklich anzuschauen. Allein die überreizte Titelseite treibt mir Angstschweiß in den Nacken. Eine Lampe mit Gesicht, ist das deren ernst?! Die Liederauswahl ist immerhin solide (“Backe, backe Kuchen”, “Große Uhren machen…”) und gesungen wird von einer weiblichen Computerstimme. Vielleicht ist es eine echte Frau, dann wäre sie total sprachbegabt, die finnische Version (im Supermarkt getestet) singt sie nämlich auch und zwar einwandfrei ohne Akzent.

 

Dieses Liederbuch bietet noch die Möglichkeit, verschiedene Formen und Farben zu lernen. Fraglich ob ein Kind durch permanentes  Anschreien etwas lernen kann. Doch das will ich hier nicht weiter diskutieren. 😉

Drückt man auf eine Taste schreit die sprachbegabte Dame: “ROTE BOOTE!” Oder: “DREIECKE –  KÄSE” Auf einer der Seiten befinden sich rote Boote, auf einer anderen gibt es drei Mäuse (“DREI MÄUSE!”) und eben KÄSE!! Das Wort “Käse” hat A. I’m Endeffekt durch das Essen von Käsebroten gelernt. 

Spielzeugentwickler from hell

Jedenfalls, meine Frage, sitzen da pädagogisch ausgebildete Menschen gemeinsam am Tisch und überlegen sich, was man Kindern so Gutes tun könnte? Und dann kommen sie auf die Idee, dass den Kindern “U – UHR” oder “KREIS – MOND” entgegen geschrien werden soll? Oder machen die Tüftler die Nacht durch und sitzen morgens um halb fünf schlaftrunken beisammen und wagen sich an ein Brainstorming für das neuste Spielzeug?

Wir bekamen dieses Buch geschenkt und so schrecklich wir es finden, es ist der regelmäßigen “Spielzeuginventur” nicht zum Opfer gefallen. Es hat uns ab und an schwere Momente gerettet. Zum Beispiel, wenn wir einfach mal müde auf dem Sofa saßen und einige ruhige Minuten brauchten. Unsere “pädagogischwertvollen” Ansprüche ausgeschaltet und das Kind darf sich berieseln und zu rufen lassen: “SECHS KUCHEN!”

Die Mischung macht’s

Ich will Plastikspielzeug nicht schlecht machen, wir besitzen es und es lässt sich definitiv einfacher abwischen und mal eben in die Spülmaschine stecken. Doch gibt es einige, spezielle Exemplare, wie oben beschrieben, die lassen mich den Kopf schütteln und sich wohl nur mit Humor ertragen.

Wofür ich den Entwicklern des Liederbuches danken möchte, es gibt einen An- und Ausknopf plus zwei Stufen für die Lautstärkenregelung. TOLLE IDEE! Es ist eben nicht immer alles nur gut oder schlecht.

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[Spielsachen] Weniger ist oft mehr.

Die lieben Spielsachen, eine spannende und große Angelegenheit, nicht nur für Kinder. Deshalb starte ich eine kleine Reihe zum Thema. Los geht es mit unserer Spielzeugorganisation.

In den letzten Wochen bin ich auf diversen Blogs auf Berichte zu “spielzeugfreien” oder “spielzeugreduzierten” Kinderzimmern gestoßen.
Spielzeug und die Menge, die ein Kind besitzen sollte bzw. wirklich braucht ist wohl eins der Themen über das man sich streiten kann. Im Endeffekt gilt meiner Meinung nach wieder einmal, die goldene Regel: jede Familie und vor allem die Kinder machen es so, wie es zu ihnen passt und es sie glücklich macht.

Am Ende ein paar Tricks wie wir unser Spielzeug organisieren, vielleicht ist ja etwas Neues für euch dabei.
Und mich interessiert natürlich, wie handhabt ihr das? Kein Spielzeug, viel oder wenig?

Nur ein Teil der Bücher, meist haben wir ca. 7-10 draußen, die liegen eher im Wohnzimmer als in seinem Zimmer. In den Regalkisten sind Kuscheltiere oder Spielsachen. Bis jetzt hat er die Kisten noch nicht wirklich entdeckt, wir tauschen daraus Spielsachen. (s.unten mehr)

Bitte keine Spielzeugberge in unserer Wohnung

Wir sind uns als Eltern zum Glück von Anfang an einig gewesen, wovor wir uns fürchten: Nämlich in Spielzeugbergen zu versinken. Deshalb besprechen wir unsere “Spielzeugsituation” regelmäßig. Am Ende zählt natürlich As Interesse an den jeweiligen Spielsachen am meisten. Gerade im ersten Jahr lohnt es sich als Eltern aktive Spielzeugverwalter zu sein. Zumindest haben wir uns diese Rolle angenommen, um so ein Chaos zu verhindern. Für ein Baby bekommt man immer wieder Kleinigkeiten, das ist nett und wir freuen uns über Geschenke. Aber nicht alles ist bei A. gut angekommen. Oder bei uns, mit ca. 3 Monaten bekam er ein lautes, blinkendes Spielhandy, das ist auf mysteriöse Weise ziemlich schnell verschwunden…

Spielzeugfrei?

Ich finde die Idee “spielzeugfrei” total super und denke, dass wir es sicherlich austesten werden. Bis jetzt ist As Spielzeugauswahl, verglichen zu Kindern, die wir besuchen überschaubar. Er scheint sich nicht zu langweilen und findet immer wieder etwas, das ihn interessiert. In den meisten Fällen sind es gar keine Spielsachen. Socken aus einer Kommode räumen oder “DJ spielen” an einem alten CD Player kann viel interessanter sein.

Bücherkiste und Spielsachen für die A. noch zu klein ist in unserer Abstellkammer.
Was uns half eine Spielzeugapokalypse vorzubeugen:

-“Kuscheltierstopp”
Das habe ich direkt nach der Geburt ausgeprochen, es hat nicht alle erreicht und wir haben den ein oder anderen Teddy o.ä. bekommen. Trotzdem hat es einiges gebracht. Persönlich finde ich Kuscheltiere super, früher war mein ganzes Bett voll, weil ich mir selber von meinem Taschengeld laufend neue gekauft habe. Das kann A. später gerne machen, wenn er sich für Kuscheltiere interessiert. Bis jetzt tut er dies schlichtweg nicht. Einen kleinen Teddybären ausgenommen, den er ab und an an sich kuschelt.

-Regelmäßige Inventur
Es gibt keinen Zeitplan, aber regelmäßig schaue ich durch, was bei A. ankommt oder ihn nicht mehr interessiert. Gerade, wenn wir planen etwas Neues zu kaufen. Diese Sachen werden verschenkt oder verkauft. Gerade bei Babyspielzeug, das schnell “langweilig” wird hat es sich gelohnt sie als Set zu verkaufen. So bin ich schnell viel auf einmal los geworden.

-Geschenke Inventur
Das lohnt sich auch für Geschenke, wir erinnern uns an das blinkende, klingelnde Handy. So was sollte natürlich geschehen, wenn die schenkende Person nicht mehr da ist. 😉 Teilweise bekam A. Spielsachen, die ihn Monate vorher interessiert hätten. Ein Spielzeug für Babys um 6 Monate ist eben schon ein alter Hut für ein 13 Monate altes Kleinkind.

-Spielzeug routieren lassen
Wir starteten damit, als A. etwas 6 Monate alt war. Wir hatten das Gefühl er hat zu viel und langweilt sich. Der tolle Tipp kam von einer Freundin und gut wöchentlich tauschen wir Bücher (sonst im Abstellraum, s.o.) und Spielsachen aus. Dann wird es für alle beteiligten Spieler wieder aufs neue spannend.

Einige Spielsachen, die Duplos und die Spielküche sind immer “draußen”, weil sie zu groß zum Verstauen sind. Bauklötze haben wir begonnen immer mal in besonderen Situationen (langweiliger, Regentag oder kranke/faule Eltern) rauszuholen.

-Mut zur Trennung
Ganz wichitg, denn meist kristallisiert sich ja heraus, welches die Lieblingsspielsachen sind, diese sollten dem Kind natürlich nicht entnommen werden. 😉

Für die Zukunft habe ich mir vorgenommen, mehr von unseren Wünschen zu berichten. Bald kann A. das übernehmen! Niemand muss A. etwas schenken, wenn ja, lieber eine Kleinigkeit die ihm gefällt oder er braucht.