1 Comment

Baby shower³ in Jyväskylä

Letzte Woche war ich zum vorerst letzten Mal in Jyväskylä. Ich musste noch eine Vorlesung besuchen und kam zum Glück für einige Tage bei einer Freundin und ihrer Familie unter.
Mein Besuch, der Abschied zugleich war, wurde als Anlass für eine dreifach Baby shower meiner Häkel- & Strickgruppe genutzt. Neben mir ist noch eine schwanger, sowie eine andere wurde erst vor ein paar Wochen Mutter. Da wir alle drei nicht darauf bestanden im Mittelpunkt zu stehen zu wurde eine Party für uns drei organisiert! Was definitiv eine gute Entscheidung war. 🙂

Ich bin sehr froh, dass ich nun nicht mehr nach Jyväskylä pendeln muss und endlich an einem Ort bleiben kann. Doch fallen mir persönlich Abeschiede immer schwer… Das wurde nicht leichter nach dem tollen Abend!

Wart ihr schon einmal auf einer Baby shower/ habt eine organisiert/ oder wart gar selber die “geshowerte” Mutter?
Ich glaube in Finnland ist es nicht anders als wie in Deutschland, der Trend kommt erst langsam Schritt für Schritt aus Amerika nach Europa. In Amerika sind diese Parties natürlich alle etwas “over the top”. Aber ich finde es eine schöne Gelegenheit für eine letzte Party mit Freundinnen bevor das Baby erstmal für längere Zeit der Mutter die Show stehlt. Zum Glück habe ich in 2,5 Wochen noch eine Babyparty bei mir zu Hause. 😉

Hier ein paar Eindrücke, die Bildqualität ist leider nicht die allerbeste…

Jede hat etwas zu Essen mitgebracht. Vorne am Rand des Tisches könnt ihr die Utensilien für eines der Spiele erkennen und vielleicht erraten um was für ein Spiel es sich handeln könnte…

Genau, wir haben Babybreigeschmäcker erraten. Ich habe mich gut geschlagen und 5 von 10 Geschmäckern erraten und mir somit mit einer anderen Freundin den ersten Platz teilen können. Es zahlte sich also aus, dass ich mir öfters selber ein paar Gläschen gönne. 😉

Ein anderes Spiel war Scharade, ich habe passend den Begriff “Geburt” gezogen und konnte so schon einmal trocken üben. Ein weiteres Spiel war ein Merkspiel, wir hatten 5 Minuten Zeit uns ausgebreitete Babyutensilien anzuschauen und zu merken und diese dann aufzuschreiben. 18/20 habe ich geschafft, von wegen Schwangerschaftsdemenz! 😉

Geschenke bekamen wir auch und ich habe mich riesig über meine gefreut. Ich habe ein selbstgenähtes Babyhandtuch und Waschlappen bekommen, eingerollt als Kinderwagen gefüllt mir ganz viel Wolle! Dazu gab es noch für uns alle selbstgemachte Seife, Bodylotion und ein Buch.

Als Abschluss wartete ein Schokokuchen auf uns! Ich war leider viel zu voll von dem ganzen Essen und hätte gerne mehr gegessen. Doch ich kenne mittlerweile meine Grenzen. 😉

4 Comments

Vorbereitungen und Schrankorganisation

Heute sind es nur noch 60 Tage bis zum errechneten Termin und hoffentlich kein Tag länger. 😉 Gerne auch 1-2 Tage früher, wir warden sehen wo wir Weihnachten verbringen…
Der Countdown ist jedenfalls eingeläutet was vorallem heißt, dass wir uns ranhalten müssen mit den Vorbereitungen. Glücklicherweise haben wir mehr oder weniger alles beisammen. Es fehlen zwar einige Kleinigkeiten, doch die werden diese nach und nach nebenbei besorgt. Wichtig ist, dass all die großen Sachen, wie Bett, Wickeltisch und Kinderwagen schon lange angeschafft sind.

Samstag waren wir in einem Kinder Secondhandladen, ich hatte mich lange auf den Besuch gefreut. Als wir ankamen wollte ich fast wieder umdrehen, es schien als hatte die halbe Stadt die Idee dort einkaufen zu gehen. Deshalb war das Einkaufsvergnügen nicht sehr hoch, aber wir haben einiges gefunden und sind jetzt was Kleidung angeht gut ausgestattet. Umso mehr kann ich mich an die Kinderzimmergestaltung machen und vorallem meine Häkelliste abarbeiten.

Der größte Teil der Vorbereitungen bestand (besteht!) wohl aus Waschen. Und irgendwie es kommt immer Neues dazu… Eine Freundin meinte zu mir: “Mit Baby ist jeden Tag Waschtag.” So ist das natürlich eine gute Übung!

Ich habe begonnen den Schrank einzuräumen, da wurde es gleich viel realer, dass wir bald einen neuen Mitbewohner haben. 🙂 Ich habe es gerne ordentlich und damit das Einsortieren einfacher geht habe ich alles nach Größen markiert. Durch meine Zeit in der Vorschule geht es schwer ohne Bastelei und es kamen noch ein paar Tierchen hinzu. 😉

Im gleichen Einkaufszentrum wieder Secondhandladen war auch ein Babymarkt wo wir einen Badeeimer gekauft haben. Ich finde das ist die bessere Wahl, nicht nur weil eine große Wanne mehr Platz wegnehmen würde. Sondern vor allem weil sich Babys in einem kleinen Eimer sicherer und nicht so verloren fühlen. Später kann man den Eimer dann ja gut zum Putzen nehmen. 😉
Die Klamotten in dem Eimer haben wir im Seconhandladen ergattert. 🙂

Solche Karten habe ich schon öfters gesehen und als ich sie im Babymarkt an der Kasse entdeckte mussten sie sofort mit. Auf den Karten stehen verschiedene Meilensteine wie “heute habe ich das erste Mal gelächelt” (2. Karte v.r) oder Altersangaben wie “heute bin ich 2 Wochen alt” (2. Karte von links). Die Karten gehen bis zum 1. Geburtstag. Ich finde sie eine tolle Idee und eine schöne Erinnerung später Fotos mit dem Baby und einer entsprechenden Karte zu haben. Ich stelle es mir gut vor, die gesammelten Bilder als Fotobuch machen zu lassen und zum Beispiel an Großeltern zu verschenken und dem Kind später zu einem “höheren” Geburtstag zu schenken.

5 Comments

Sport in meiner Schwangerschaft – Erfahrungen + mein Workout Liebling

Für mich war schon vor der Schwangerschaft klar, dass ich auf Sport nicht verzichten möchte. Glücklicherweise stellt sportliche Betätigung kein Problem dar und ist definitiv erwünscht. Natürlich habe ich meine Sportroutine geändert und auf meine körperliche Situation abgestimmt. Ich war nie eine Extremsportlerin, trotzdem habe ich einen Gang runtergeschaltet. Ich teile neben meinen Erfahrungen auch meine Lieblings DVD für Sport in dieser besonderen Zeit.

Keine Neuigkeit, ich bin weder Sportlehrerin noch Fitnesstrainerin, doch ich denke mit gesundem Menschenverstand und der Motivation sich zu informieren kann man sich gut einen eigenen „Trainingsplan” für diese aufregenden neun Monate erstellen. Es mag auf jeden Fall für jede Schwangere anders sein, deshalb ist meine Sportroutine vielleicht nicht die beste für andere. Aus diesem Grund habe ich bewusst den Titel „Sport in meiner Schwangerschaft” gewählt.

Klar bin ich interessiert wie andere Schwangere oder Mütter sich während der Schwangerschaft fit gehalten haben. Erzähl mir doch ein bisschen.

Schwangere Couchpotato? 

In diesem Punkt gehen sicher die Meinungen auseinander oder einige finden meine Auffassung vielleicht daneben. Meiner Ansicht nach ist eine Schwangerschaft kein Grund sich gehen zu lassen und faul auf dem Sofa eine Schokolade nach der anderen zu verdrücken. Gewiss gibt es Frauen, die aus gesundheitlichen Gründen ans Bett/Sofa gebunden sind. Ohne Frage, ich liege öfters faul auf dem Sofa und genieße Schokolade, bloß versuche ich soweit es geht (immer geht es eben nicht) mich nicht allen ungesunden Gelüsten hinzugeben. Davon hat mein Körper nichts und mein Baby noch weniger.

Ich mache weiterhin, wie vor der Schwangerschaft fünf Mal die Woche Sport, nur lasse ich es langsamer angehen. Man sagt ja, dass die Herzfrequenz der Mutter nicht höher als 140 sein soll. Deshalb schwimme ich brav mit dem Kopf über Wasser auf der „Omispur”. (In finnischen Schwimmbädern sind die Bahnen in Geschwindigkeiten aufgeteilt.)
Ich gehe also einmal die Woche schwimmen und mittlerweile mache ich oft Aquawalking, da ich es angenehmer finde. Zusätzlich gehe ich einmal pro Woche Walken. Alltagssport wie Spazierengehen oder mit dem Rad zum Supermarkt fahren sind natürlich super, Bewegung tut mir eben gut. Mir zumindest und dafür muss man nicht ins Fitnessstudio gehen.

Schwanger mit Tracy

Gleich zu Beginn meiner Schwangerschaft kaufte ich mir eine Workout DVD. Auf die war ich schon vor der Schwangerschaft total heiß. 😉 Es handelt es sich um das „Tracy Anderson – the pregnancy project”. Sport zu Hause vor dem TV ist vielleicht nicht nach jedem Geschmack, für mich ist es schon seit Jahren eine tolle Alternative zum Fitnessstudio. Ich muss nicht aus dem Haus und spare neben Geld auch Zeit.
Von der DVD Serie bin ich richtig begeistert und Tracy ist ein fester Teil meiner Schwangerschaft geworden. In der DVD Box befinden sich neun verschiedene DVDs, für jeden Monat ein neues Workout. Die sind sehr gut abgestimmt auf den Stand der Schwangerschaft. Ich habe die DVD sofort nach dem positiven Schwangerschaftstest bestellt, vorher wollte ich noch nicht, da war ich irgendwie abergläubisch. 😉
Und habe so den ersten Monat nur etwa eine Woche gemacht, eigentlich war ich da schon im zweiten Monat und habe dann die beiden ersten Monate abgewechselt.

Es ist zu meiner Routine geworden, die DVD drei Mal die Woche zu machen und es macht wirklich Spaß. Das haben alle Monate gemeinsam, es gibt einen Aufwärmteil, Übungen für die Arme und dann kommen Beine und der Po dran.

Am Ende gibt es eine kurze Stretching Phase. Die Workouts dauern ca. 35 – 55 Minuten und einige Übungen wiederholen sich oder tauchen in einem anderen Monat abgeändert erneut auf. Man braucht nur leichte Hanteln, eine Matte und einen Stuhl. Gerade bin ich bei Monat acht und da werden die Armübungen im Sitzen gemacht.

Tracy Andersson macht viele Übungen mit den Beinen, sie hoch- und ausstrecken, dieses Video gibt gute Eindrücke dazu. Das Training für die Beine hilft besonders um für die Geburt gelenkig zu bleiben oder zu werden. Ich muss sagen, dass ich keine Gummibeine habe und unschwanger mein Bein auch nicht höher bekommen würde, weshalb mir diese Übungen sicher für die Geburt helfen werden.

Durch die Workouts fühle ich mich jedenfalls gestärkt und ich merke, dass ich so ganz gut in Form bleiben kann. Laut Tracy Anderson soll es nach der Geburt einfacher werden die Babypfunde wieder zu verlieren, wenn man sich in der Schwangerschaft angemessen bewegt. Ich bin gespannt! Ich werde mir auf jeden Fall später andere Workout DVDs von ihr kaufen, da es mir gefällt wie sie mit dem Körper und nicht gegen ihn arbeitet.

1 Comment

Schwanger in Finnland Teil 3 – die Ultraschalluntersuchungen

Im ersten Teil habe ich ja von unserem ersten Besuch bei der Neuvola berichtet. Danach stand der erste Ultraschalltermin an, dieser wird ca. in Woche 12 (bei mir war es 13) gemacht. Für viele klingt das sicher spät. Ich denke ein Grund ist bestimmt, der finanzielle Gesichtspunkt. In Finnland sind beide regulären Ultraschalluntersuchungen kostenfrei und bis zur 12 Wochen kann in einer Schwangerschaft eben einiges passieren…

Ultraschall im Krankenhaus
Der Ultraschall fand in der “Mutterpoliklinik” statt, im Krankenhauskomplex in Jyväskylä. Er wurde also nicht von meiner Neuvola durchgeführt, dort gibt es auch gar nicht die technische Ausrüstung. Auf Wunsch könnte man natürlich früher in ein privates Ärztezentrum gehen und auf eigene Kosten einen Ultraschall machen lassen.

Wir waren beide aufgeregt und total froh, als unser Baby quietschfidel auf dem Bildschirm erschien. Ich lag bequem auf einer Liege und über uns gab es einen Bildschirm wo wir alles genau sehen konnten.

Die dortige Krankenschwester (ganz sicher bin ich mir nicht was ihre genaue Berufsbezeichnung ist) hat uns alles genau erklärt. Sie ist das Baby von Kopf bis Fuß durchgegangen, bei dieser Untersuchung wird auch die Nackenfaltungmessung gemacht um eventuelle Chromosomenschäden ausschließen zu können. Der Ultraschall dauerte gut 45 Minuten. Danach machten wir einen Termin für den nächsten und letzten regulären Ultraschall in der Woche 21 aus.

Die “Mutterpoliklinik” in Jyväskylä

Was nur (große) 2 Ultraschalluntersuchungen?

Jede/r hat eine eigene Meinung zum Ultraschall und viele finden zwei Untersuchungen sicher wenig. Ich bin der Meinung, dass es völlig ausreicht. Immerhin handelt es sich um eine medizinische Untersuchung um zu kontrollieren, dass alles ok ist und nicht um das Baby zu sehen. Das kleine Würmchen wird von seinen Eltern später noch genug genervt, da soll es im Bauch seine Ruhe haben. Ich empfand Ultraschall eher als Stressfaktor für das Baby, besonders beim nächsten Ultraschalltermin kam es mir so vor.

In der Schwangerschaft stehen auch zwei Arztbesuche an, dort wird meist kurz mit einem kleinen Ultraschallgerät kontrolliert wie das Baby liegt. Bei diesen Arztbesuchen und außerordentlichen Ultraschalluntersuchungen hieß es für uns: “Ich habe heute leider kein Foto für euch.” Wie gesagt, es ist eben eine medizinische Angelegenheit, kein Familienfotoshooting.

Unser zweiter Ultraschall

Der zweite Ultraschall war in Woche 21, in Finnland läuft alles genau nach Plan und der Termin ist für alle Schwangeren in etwa zum gleichen Zeitraum.
Bei diesem Ultraschall wurden nochmal alle Organe durchgegangen. Dieses Mal hat es bestimmt eine Stunde gedauert. Zwischendurch dachte ich schon: “Werde mal fertig!”

Das Baby schien nicht wirklich begeistert und sie hat es regelrecht rumgescheucht. Es wollte nicht so wie die Krankenschwester. Die Dame hat ganz schön am Bauch rumgedrückt um das Baby zu “verschieben”. Im Endeffekt hat sie alles sehen können und alles war in Ordnung. Bis auf eine kleine Unregelmäßigkeiten bei den Herztönen, weshalb wir 2 Wochen später noch einmal kommen sollten.

Ich habe mir gedacht, dass mein Herz auch ausflippen würde, wenn mich jemand so traktieren würde… Glücklicherweise ist es nicht ungewöhnlich wenn Herztöne vor der Geburt unregelmäßig sind. Mein Freund meinte, er hatte sogar noch nach der Geburt Unregelmäßigkeiten. Das kleine Herz muss sich eben erst noch einpendeln.

Ein dritter Ultraschall für uns

Zwei Wochen später sind wir also wieder hin, dafür bekamen wir eine Rechnung, weil es eine extra Untersuchung war. Wir wurden empfangen und das empfand ich als ziemlich doof, als wäre klar, wir würden ein krankes Kind erwarten. Das unentspannte Verhalten erschien mir unprofessionell, sollte es vielleicht gerade das Gegenteil wirken. Es ist ja schön, dass sie besorgt sind und sich kümmern. Doch die negative Stimmung konnte ich gar nicht ab. Im Endeffekt war alles gut, was ich eh schon gespürt hatte.

Bei den Ultraschalluntersuchungen geht es primär um den Ultraschall und die Kontrolle, die großen Gespräche werden wieder mit der Gesundheitsschwester geführt. Besuche bei ihr standen zwischendurch natürlich an, dazu mehr im vierten Teil. 🙂

5 Comments

Schwanger in Finnland Teil 2 – das Babypaket 2014

Eigentlich heißt es gar nicht Babypaket, sondern korrekt übersetzt “Mutterschaftspaket”. Das Wort ist jedoch ausnahmsweise nicht nur auf Finnisch, da heißt es “äitiyspakkaus” ein Zungenbrecher!

Jede in Finnland lebende werdende Mutter (Ausnahmen u.a. wenn man nicht sozialversichert ist), hat das Recht ab dem 154. Schwangerschaftstag einen Antrag auf das staatliche Babypaket zu stellen. Das Angebot gilt auch für Adoptivmütter. Bei mir war es (heiß ersehnt) vor ein paar Wochen soweit und am Freitag kam die Benachrichtigung, dass das Paket bei der Post liegt. Da es sich nicht um ein kleines Päckchen handelt, sondern um ein großes acht Kilo schweres Paket kam mein Freund zum Tragen mit zur Post. Und natürlich um diesen aufregenden Moment zu teilen. 🙂

Das Paket gibt es seit 1937 und war erst für Mütter gedacht, denen es finanziell nicht so gut geht. Seit 1949 bekommen alle werdenden Mütter ein Exemplar. Pflicht ist es natürlich nicht, man kann sich entscheiden ob man das Paket oder Geld haben möchte. Diese Möglichkeit bietet sich z.Bsp. an, wenn es das zweite oder dritte Kind ist. Jedoch lohnt sich das Geld (140€) im Gegensatz zu dem Wert des Paketes (340€) meiner Meinung nach nicht wirklich.

Jedes Jahr ändert sich das Design und wird schon vorher heiß diskutiert und erwartet. Für das letzte Jahr gab es einen mit Igeln bedruckten Schlafsack, den ich ziemlich gerne gehabt hätte. Ich hatte schon zu meinem Freund gesagt, wenn wir mal ein Kind bekommen ist sicher der “WhatsApp Kac*haufen” auf dem Schlafsack. 😉 Ganz so schlimm kam es nicht, dieses Jahr wurden es dünne Äffchen auf einem quietschgrünen Schlafsack. Ich habe mich mittlerweile mit dem Motiv angefreundet und werde ihn doch nicht versuchen mit Freundinnen zu tauschen. Ich finde es nämlich schön, wenn unser Kind den Schlafsack aus seinem Geburtsjahr bekommt.

Der Inhalt ist wirklich toll und deckt alles was man am Anfang für das Baby braucht ab, ich kann gar nicht alles aufzählen und fotografieren. Aber hier, auf der Seite der finnischen Sozialversicherungsagentur ist alles einzeln abgebildet.

Bekannt wurde das Paket außerhalb Finnlands besonders, als Kate und William eins zur Geburt von George erhielten. Wohl auch, weil in der Box Kondome sind, diese kann man doch nicht den Royals schenken. 😉 (Der Grund der Kondome in der Box ist aber gut durchdacht, glauben einige Eltern, dass z.Bsp. Stillen eine Verhütungsmethode sei.)

Gerade seitdem Geschenk an die Engländer ist das Paket viel in den Medien gewesen (BBC “Why Finnish babies sleep in cardboard boxes“) und erst letzte Woche gab es die Nachricht, dass eine Gruppe finnischer Väter ein identisches Paket zusammengestellt hat, was man auch im Ausland bestellen kann. (“Finnish dads take the baby box global”). Im Ausland lebende Finnen kaufen das Paket teilweise selber in Finnland, da sie nicht berechtigt sind für ein freies Paket.

Meiner Meinung nach ist dieses Paket nur ein weiteres positives Beispiel der finnischen Kinderfreundlichkeit. Andere Staaten sollten sich ruhig ein Beispiel an dem finnischen Modell nehmen. Ich denke besonders für sozial schwächere Familien und solche, die Unterstützung bei der Auswahl einer babygerechten Ausstattung brauchen ist es wunderbar. Durch dieses Paket bekommen alle Babies in Finnland ähnliche Startvorraussetzungen, dieses Jahr dann eben in kotzgrünen Schlafsäcken mit spindeldürren Affen! 😉

Das ist ja wie Weihnachten!

Der Schlafsack Design 2014, perfekt für den Kinderwagen. Anhand des Designs der Schlafsäcke kann man wunderbar das Alter des Kindes schätzen.

Einige Kleinigkeiten ein: Buch mit Reimen, (kühlender) Beißring, Pflegecreme, nicht auf dem Bild: Nagelschere, Zahnbürste, Badethermometer, Haarbürste. [Edit: Ab dem Jahr 2015 ergänzt um Fieberthermometer und Brustwarzencreme.]

Auf dem Boden der Box liegt eine Matratze, dass diese als Bettchen genutzt werden kann. Wir werden die Box wohl zu Beginn als Beistellbettchen nehmen.