Das Baby liegt in Steißlage – nur keine Panik jetzt!

Mit diesem Beitrag möchte ich einen letzten Text zum Thema Steißlage und Steißgeburt schreiben. Ich möchte noch einmal mehr auf die Steißgeburt und einige Gedanken meinerseits dazu eingehen. Hier ist mein Geburtsbericht und hier mein Beitrag zur BEL und meinen (glücklosen) Wendeversuchen zu finden. Mir ist es wichtig meine Erfahrungen zu teilen, ich bin mir sicher, sie sind für andere Schwangere interessant.

Baby in Steißlage

Baby in Steißlage und wo sind die Erfahrungsberichte?

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Beckenendlage – ich teile meine Erfahrungen und Wendeversuche

Ich möchte gerne mehr zum Thema Beckenendlage (BEL) und Steißgeburt schreiben. Ich habe selber online nicht viele Erfahrungsberichte zum Thema Steißgeburt finden können. Jedoch die vielen verschiedenen Berichte anderer Schwangerer mit Babys in BEL haben mir gut getan zu lesen. Ich hoffe meine Erfahrungen helfen (irgendwann) einer anderen Schwangeren und für andere ist es vielleicht einfach interessant zu lesen.

Baby in Beckenendlage

Beckenendlage – der Kopf ist oben!

In der Schwangerschaftswoche 36 war ich beim Arzt zur Kontrolle. In Finnland geht es, wenn es keine Probleme gibt nur zweimal während der Schwangerschaft zum Arzt.
Ich selber lag als Baby in Beckenendlage und wurde per Kaiserschnitt geboren, deshalb hatte ich daran gedacht, dass es unser Baby mir eventuell gleich tut. Ist ein oder gar beide Eltern in Steißlage geboren steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das eigene Kind auch in Beckenendlage liegt. Continue reading →

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Mein Jahr 2014

Da bin ich wieder, beziehungsweise noch… Es kommt eben immer anders als man denkt, auch wenn wir schon seit Wochen in den Startlöchern sitzen. Ich denke diese Lektion zum Thema Planen und vorallem sich in Geduld üben tut mir ziemlich gut. Mit einem Kind ändert sich nun mal alles!
So nutze ich die Zeit um noch einen kurzen Jahresrückblick zu tippen.

Wieder ist ein Jahr um und dieses Jahr war natürlich ein ganz Besonderes! Wenn ich zurückblicke finde ich, dass es ein ziemlich langes Jahr war. Das meine ich nicht negativ, doch es ist eben einiges passiert, dass ich mich wundere was alles in 365 Tagen passieren kann…

Ein Highlight war natürlich unser Urlaub nach Mallorca, der letzte Urlaub zu zweit!
Zwei große Themen haben das Jahr 2014 klar dominiert, natürlich meine Schwangerschaft und mein Umzug zurück nach Espoo.
Es war ja eigentlich geplant, dass ich für 2 Jahre nach Jyväskylä ziehe. Doch kam es eben auch hier anders als geplant. Ich bin sehr froh, wieder mit meinem Freund zusammen zu wohnen!
Der Umzug hatte sich über einige Wochen hingezogen, da wir zwei Haushalte zu einem zusammenfügen mussten. Es war teilweise schon nervig und anstrengend! Besonders, weil ich im Spätsommer viel zwischen Jyväskylä und Espoo gependelt bin. Doch den Herbst konnten wir schon in unserer neuen Wohnung genießen und Schritt für Schritt alles babyfertig machen.

Meine Schwangerschaft war natürlich DAS dominierende Thema dieses Jahres! Ich muss sagen, ich hatte echt Glück und keine Probleme, sodass ich diese Zeit sehr entspannt genießen konnte. Trotzdem bin ich jetzt mehr als reif, meinen Körper wieder für mich zu haben und vorallem wieder auf dem Rücken schlafen zu können!

Ein Grund warum, ich den Umzug schon deutlich früher als geplant machen konnte war, dass ich im Frühjahr viele Kurse an der Uni abschließen konnte. So war das erste halbe Jahr sehr vom Studium dominiert.
Im Herbst blieben kaum Kurse übrig und ich musste nur wenige Tage in Jyväskylä anwesend sein.

Mein Plan war die Masterarbeit soweit es geht fertig zu bekommen bevor das Baby kommt. Was ich einigermaßen geschafft habe…
Im Sommer wollte ich ein großes Stück vorankommen, was mir teilweise gelang… Leider bin ich am Statistikteil ziemlich hängen geblieben und habe erst zu spät die Hilfe bekommen (& gesucht) die mir schon viele Wochen vorher geholfen hätte…

Im Spätherbst habe ich meinen “Mutterurlaub” begonnen, als Studentin gibt es da ja keine festen Regeln. Im Frühjahr bleibt mir noch einiges für die Masterarbeit zu tun. Ich bin gespannt wie das wird und inwieweit ich dazu kommen werde…

Jetzt bleibt mir nur euch einen guten Rutsch zu wünschen!
Beim nächsten Mal, meld ich mich dann wirklich mit Baby zurück! 😉

Umzug meiner Sachen aus Jyväskylä

Schwangerschaftswoche 37

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Schwanger in Finnland Teil 5 – die Geburtsvorbereitung

Ein Thema zur “Schwangerschaft in Finnland” ist mir noch eingefallen. Dieses Thema ist wieder etwas anders organsiert als in Deutschland: die Geburtsvorbereitung.

Es werden private Kurse angeboten, vorzüglich von Yogaschulen, doch diese kosten einiges. Natürlich hängt es davon ab wo man wohnt, im Hauptstadtgebiet ist das Angebote deutlich größer als in ländlichen Gebieten.
Ich hatte überlegt einen Hypnobirth Wochenendkurs mit meinem Freund zu besuchen, besonders begeistert war er nicht. Ich habe mehr zu dem Thema gelesen und viele Frauen haben wohl durch die Kurse ein festgefahrenes Bild oder gar einen Plan im Kopf wie die Geburt aussehen soll. Da ich schon eine (neurotische) Planerin bin entschloss ich mich dies nicht noch zu füttern und einfach offen in verschiedene Richtungen blickend auf die Geburt zu zugehen.

verglichen mit meinem Jetzt-Zustand ich mit Mini-Bauch im August

Yoga – Abend für Schwangere

Ich habe alleine zwei Yoga- Abende für Schwangere besucht, die waren sehr entspannend und vor allem gab es dort gute Tipps für Übungen die während der Geburt entspannend und schmerzlindernd sein können.

Und ich war mittlerweile zwei Mal bei einer ganz tollen privaten Hebamme in Helsinki zur geburtsvorbereitenden Akupunktur. Ich hoffe den Termin nächste Woche muss ich aufgrund der bevorstehenden Geburt absagen…

Kurse von der Kommune organisiert

Von der Stadt in der wir wohnen organsiert gibt es sogenannte Familienvorbereitungskurse, für die uns unsere Neuvola Gesundheitsschwester eingetragen hat.
Die Kurse sind zumindest bei uns in Espoo für verschiedene Stadtteile und wohl immer anders aufgebaut. Eine Freundin hatte uns
nämlich “vorgewarnt”, dass uns Gruppenarbeit bevorsteht.

Glücklicherweise kamen wir drum herum, für unser Wohngebiet waren es zwei Abende mit Power Point Vorträgen und Videos und wenig Beteiligung. Die Finnen sind eben schüchtern. 😉
Dazu kann man sich im Krankenhaus zu einer Besichtigung und Info anmelden. Für uns kämen 3 Krankenhäuser in Frage, doch wir haben uns gleich für eins entschieden, weil es das Nächste ist. Da in Finnland in allen Krankenhäusern der gleiche Service angeboten wird, sind die Unterschiede nur minimal. Speziell anmelden muss man sich nicht zur Geburt, wenn es los geht ruft man an und folgt auf deren Instruktionen.

Von Freundinnen aus Jyväskylä weiß ich, dass es dort nur eine Besichtigung im Krankenhaus mit kurzem Vortrag gibt. Allerdings ist zu ergänzend, dass die Freundinnen alle die englische Info besucht haben. Ich weiß nicht ob es in Finnisch dort vielleicht extra Infoabende gibt…

Wir beim Familienvorbereitungskurs

Der erste Abend unseres “Familienvorbereitungskurses” war zu den Themen Geburt und Schmerztherapie während der Geburt. Außerdem war eine “Mundhygienistin” da, die uns über die Zahnpflege der Eltern und für das Baby informierte. Der erste Zahnarztbesuch, bzw. ein erstes Herantasten findet mit 10-12 Monaten statt. Das finde ich sehr gut, das hilft bestimmt Angst vorm Zahnarzt gar nicht erst aufkommen zu lassen.
Wir wurden informiert wie und wann wir das Krankenhaus anrufen sollen, sollte sich das Baby auf den Weg machen. Und wie eine Geburt ablaufen kann. Zum Schluss sahen wir ein Video das eine Frau bei der Geburt begleitete und da die Finnen ja sehr still sind kam es nicht wirklich zu Gesprächen und der Abend endete schnell.

Am zweiten Abend ging es um Babypflege und Stillen, wieder mit Power Point Präsentation und am Ende einem Video zum Thema Stillen mit ziemlich schlechten Amateurschauspielern. 😀

Zu Beginn des Abends wurden die Männer von einem ehrenamtlichen “Vaterarbeiter” in eine eigene Runde eingeladen. Die haben sich wohl über den Verlauf der Schwangerschaft und Gefühle des Vaterseins bzw. Werden ausgetauscht. Natürlich wurde auch dies eine ruhige Angelegenheit, wie mir mein Freund später berichtete. Die Vorurteile der stillen finnischen Männer wurde wieder mal bestätigt. 😉

Meine Erfahrungen

Generell fand ich die Kurse ok, es wurde einiges Interessantes gesagt, doch das meiste haben wir schon selber in diversen Büchern gelesen. Ein etwas aktiverer Kurs mit z.Bsp. Übungen zur Schmerzlinderung statt der Info über Medikamente hätte ich besser gefunden.
Aber ich finde es gut, dass die Abende angeboten werden und umsonst sind. Ich weiß nicht viel über Geburtsvorbereiungskurse in Deutschland, z.Bsp. ob die etwas kosten?!
Durch die angebotenen Kurse sind alle auf dem gleichen Stand. Nicht zu vergerssen ist, dass nun mal werdende Eltern gibt, die sich wenig Gedanken machen und wenig informieren. Durch diese Kurse können diese aufgefangen werden.