4 Comments

Wie du aus einer Socke kurzerhand ein Duttkissen zaubern kannst

Duttkissen

Mit einem Duttkissen kann man sich wunderbar im Handumdrehen eine schöne Frisur zaubern. Ich hatte leider kein Duttkissen zu Hause, wollte mir aber die Haare im Dutt hochstecken. Da dachte ich mir: “Selbst ist die Frau.” Und recherchierte ein wenig…

Ich zeige dir wie du mit nur einem Gegenstand, der sicher bei dir zu Hause auffindbar ist und ein wenig Aufwand ein eigenes Duttkissen herstellen kannst.

Socke für ein Duttkissen
Wichtigste Utensil, die Socke

Was du brauchst:

Es braucht nur eine Zutat, eine alte Socke. Du hast bestimmt eine alte Socke oder eine Socke, deren Paar auf mysteriöse Weise von der Waschmaschine gefressen wurde, im Schrank? Zur weiteren Bearbeitung benötigst du eine Nadel und Faden im zur Socke passenden Farbton.

Was du tun musst:

Du nimmst die Socke und schneidest die Fußspitze ab. Danach rollst du die Socke auf. Die Socke wird sozusagen in sich eingerollt. Da ist das Duttkissen eigentlich schon fertig.

Zum fine tuning habe den fertigen Ring noch rundherum fest genäht. So hält es besser und kann ich nicht wieder aufrollen.

Und schon ist das Duttkissen fertig! Geht wirklich einfach oder? Und billiger als ein gekauften ist es auch. Nebenbei hast du noch eine tolle Möglichkeit alte Socken zu verwährten.

Duttkissen DIY

Frisur mit dem Duttkissen

Eine genaue Anleitung wie man sich einen Dutt mit so einem Kissen macht überlasse ich lieber den Haarexpertinnen. Gerade bei YouTube findest du eine Menge Videos. Wie zum Beispiel diese Anleitung von Sofia Beauty Cafe.

Aber kurz gesagt, man bindet sich einen Zopf. Hoch oder tief, dort wo der Dutt am Ende sitzen soll. Dann wird der Zopf durch das Duttkissen gezogen, die Haare um das Kissen verteilt, darauf wird ein Zopfgummi gezogen. Die rausstehenden Enden werden rundherum fest gesteckt.

Ich mag die Frisur, sie ist schnell gemacht und es sieht einfach hübsch und ordentlicher aus, als würde man sich die Haare einfach auf dem Kopf zusammen knäulen.

6 Comments

Die Ausmistchallenge – Wie du gründlich aussortierst. (+ Printable)

Kennst du das Gefühl, viel zu viele Sachen zu besitzen? Doch von ihnen trennen fällt dir schwer, es fehlt ein Ansporn? Wie wäre es Ausmisten mit einem Wettbewerb zu verbinden? Innerhalb eines Monats trennst du dich von so vielen Gegenstände wie möglich. Ich erkläre dir, wie es funktioniert. Zur Unterstützung kannst du dir ein Merkblatt für deine (eure) persönliche Ausmistchallenge runterladen.

Vor gut zwei Jahren stoß J. online auf diese Idee und zusammen haben wir sie schon zweimal gemacht. Die Idee des Wettbewerbes ist simple, und doch bot sie uns eine große Motivation von vielen “Altlasten” zu befreien. Der Ansporn am Ende als Gewinner/in darzustehen half gerade mir ungemein mich von ungeliebten, ungenutzen Dingen zu trennen.

Seien wir ehrlich, Dinge, die nur rumliegen, “weil irgendwann kommt deren Zeit schon wieder” machen am Ende nicht glücklich. Mir persönlich hat es geholfen radikal auszusortieren. Es fühlt sich freier an und leerer an, nur noch Dinge zu besitzen, die ich wirklich mag und benutze.

Jetzt habe ich viel geredet, es soll los gehen und du sollst mehr über diese tolle Ausmistchallenge erfahren:

Ausmistchallenge-Dreaming-Today
Miste mal aus – free printable

Miste mal aus! Die Ausmistchallenge im Überblick

Continue reading →

[Müllvermeidung] 6 Dinge, die ich dank Zero-Waste gelernt habe

Müllvermeidung - Gelernt dank Zero Waste
Bild von Pixabay

Im letzten Sommer begann ich mich mit dem Thema “Zero Waste” und Müllvermeidung auseinander zu setzen. Seitdem hat sich einiges getan und ich bin um viele Erfahrungen  und Wissen reicher. Sechs für mich besonders wichtige Erkenntnisse möchte ich heute teilen, die mir halfen den Start in ein müllärmeres Leben zu wagen.

Null Müll? Eher unmöglich…

Komplett keinen Müll zu verursachen, dass ist leider unmöglich für mich. In Finnland sind oft sogar Gurken in Plastik geschweißt. Natürlich gibt es Alternativen, wenn man nach ihnen sucht. Trotzdem erachte ich ein müllfreies Leben (im Moment) als nicht machbar. Für mich ist es eher ein Weg und ein konstanter Wandel, als eine Änderung von heute auf morgen.

Einige Veränderungen habe ich erfolgreich in unseren Alltag intregriert, wie der Gebrauch von Stofftaschentüchern und Waschen mit Kastanien.

Müllvermeidung - Gelernt dank Zero Waste
Bild von pixabay

Continue reading →

Weniger Müll durch Stofftaschentücher – Erfahrungen und Tipps

Stofftaschentücher

Im Sommer habe ich begonnen mich intensiv für das Thema “Müllvermeidung” oder auch “Zero Waste” zu interessieren. Umweltschutz lag mir schon immer am Herzen und ich versuche meinen Beitrag zugeben. Möglichkeiten gibt es viele, der Umwelt eine Freude zu machen. Zum Beispiel Stofftaschentücher statt Wegwerftücher zu nutzen. Von meinem Wechsel, Erfahrungen und Tipps möchte ich euch berichten.

Die Müllberge wachsen täglich, besonders durch Plastik. Einen Schritt, den ich gegangen bin, um meinen persönlichen Müllberg zu reduzieren,  ist auf Stofftaschentücher umzusteigen. Nicht nur belastet das Plastik der Verpackung die Umwelt, besonders für die Herstellung wird viel Wasser und Holz verbraucht.

Stofftaschentücher klingen erstmal nach Oma, ekelig und unpraktisch? Vielleicht beim ersten, ungenauen Blick. Schaut mit mir mal genauer hin.

Continue reading →

1 Comment

Wegwerfen, verkaufen oder behalten?

Am Wochenende hat es mich gepackt, es kam das dringende Bedürfnis auf auszurangieren. Unsere kleine Abstellkammer quillt über, Tüten warten auf den Transport zum Sozialkaufhaus, anderes darauf zum Verkauf inseriert zu werden.
In dem Beitrag zu meinen Vorsätzen für dieses Jahr erzählte ich von unserem “Wegwerf-Wettstreit“. Ich habe mich damals von viel getrennt und es im Januar noch einmal für 10 Tage geschafft. Trotzdem hatte ich das Gefühl, ich muss mich von mehr Dingen, die ich nicht brauche trennen.

Wegwerfen und sich von alten, lieb gewonnenen Sachen trennen ist nicht einfach und fiel mir besonders als Kind unheimlich schwer. Was habe ich nicht alles gesammelt, Urlaubserinnerungen (Cocktailsonnenschirmchen, Fahrkarten, Stadtpläne), alte Bravos stapelten sich, Kuscheltiere und Briefe. Irgendwann habe ich dazu den Spleen entwickelt, wenn ich mich von etwas getrennt habe oder musste (ein altes Schiffstau gefunden auf Sylt kann man wirklich entsorgen), dieser Sache einen Kuss vor dem Wegwerfen zu geben. Das habe ich mittlerweile überwunden, eigentlich. Ich davon J. erzählt und er fand die Marotte (zum Glück) ziemlich lustig, dass er diese Marotte aktiv belebte.

Kleidungsset bereit zum Verkauf
So geschehen gestern, ich putzte mir morgens die Zähne, er wechselte die Spielsachen und Bücher aus, kommt rein und zeigt mir eine rausgerissene Seite eines Liederbuches: “Kann das weg?” Ich bejahe, er geht und ein paar Sekunden später öffnet sich die Badezimmertür erneut, er reicht mir die Seite zum Abschiedskuss hin.

Wie gesagt, die Entscheidung wegwerfen, verkaufen oder doch lieber behalten fällt nicht immer selbstverständlich. Besonders gut hat sich für mich erwiesen abzuwarten. Habe ich eine Gegenstand ins Auge gefasst von dem die Zeit reif scheint sich zu trennen, überlege ich wann dies zum letzten Mal genutzt wurde. Oder ich setze mir einen Zeitrahmen, wird die Sache bis dahin nicht getragen oder genutzt, wird ausrangiert, kein weiterer Aufschub!

Hier ein Beispiel: Ich habe mir zu Weihnachten 2014 eine Tasche geschenkt, ich nutze sie eigentlich nie und wenn, nervt sie mich, weil sie von der Schulter rutscht. Dauernd überlegte ich, ob ich sie lieber verkaufe. Ich gab ihr einige Monate, doch die Tasche liegt nur herum. Plötzlich fiel mir ein, dass ich die Tasche zur Geburt mit im Krankenhaus hatte. Ich begann zu schwanken, es ist ja schon eine bedeutende Erinnerung die mich mit der Tasche verbindet. Im Endeffekt werde ich sie verkaufen, ich nutze sie nicht, basta, Erinnerungen hin oder her!

Es lohnt sich, wenn man regelmäßig ausrangiert diese Sachen zu verkaufen. Nur weil etwas ungenutzt ist, ist es nicht unnutzbar oder in einem schlechten Zustand, wie die genannte Tasche. Gerade Kinderkleidung wird ja schnell klein und wir haben gar nicht genug Stauraum, weshalb regelmäßig Platz gemacht werden muss. Ich habe gemerkt, dass es sich lohnt, kleine Klamottensets zu gestalten, so bekommt man schneller viel Kinderkleidung verkauft. (Beispielset siehe oben.) Besonders gute Erfolge habe ich mit Flohmarktgruppen bei Facebook gemacht. Da sind die Finnen sehr gut organisiert, ich weiß nicht wie das in Deutschland ausschaut. Ich habe dort eine Flohmarktgruppe für unser Stadtgebiet gefunden, die Käufer kommen vorbei oder man trifft sich, wenn es eh zum Supermarkt geht.

Manchmal ist es leider ermüdend, man gibt sich Mühe und niemand zeigt Interesse an der “Ware”, ob online inseriert oder auf dem Flohmarkt stehend. Auch, wenn ich mir teilweise mehr Geld erhofft hätte, mittlerweile gehe ich am Ende lieber mit weniger Geld und deutlich weniger “Altlasten” nach Hause, als mit wenig Geld und weiterhin viel ungenutzen Dingen, die nur unsere Abstellkammer belagern würden. Ansonsten, wenn alle Stricke reißen, es gibt es immer noch das Sozialkaufhaus, das sich über Spenden freut.