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Finnischer Freitag: ein Tag in Imatra

Dienstag ging es für einen Tag spontan nach Imatra! Mein Freund hatte dort einen kurzen Termin und da die Zugfahrt nicht allzu lange ist, (2,5 Stunden) nahm ich sein Angebot gerne an ihn zu begleiten.
Von Imatra wusste ich vorher nicht viel. Ich wusste nur, dass es im Osten liegt und die Partnerstadt meiner Geburtsstadt ist. Ich habe mir Imatra immer als größere Stadt vorgestellt, doch Imatra ist recht klein und hat nur gut 28 000 Einwohner. Für finnische Verhältnisse ist das schon wieder ziemlich normal für eine Stadt.


Das Zentrum ist somit nicht wirklich groß, hat aber einige Geschäfte zu bieten. Auf dem letzten Bild ist die Einkaufsstraße zu sehen, die ich sehr typisch für Finnland finde. Irgendwie finde ich nämlich die sehen überall ähnlich aus… 😀 Doch zum Einkaufen waren wir ja nicht gekommen! Die Zeit die wir hatten haben wir lieber zur Erkundung genutzt, der Imatrafall (Bild 4) ist DIE Touristenattraktion der Stadt (und zugleich der rersete und älteste Touristenmagnet des Landes) und den wollten wir natürlich anschauen. Der Imatrafall liegt direkt neben dem Zentrum und ist wirklich sehr beeindruckend. Leider werden die Schleusen nur abends um 18 Uhr geöffnet, sodass wir mit dem trockenen Flussbett vorlieb nehmen mussten. Trotzdem war es schön anzusehen!


In der Nähe des Imatrafalls lag ein kleiner Park mit Fontänen und mir gefiel, dass hier das Thema Wasser wieder aufgegriffen wurde. Immerhin dient das Wasser des Imatrafalls als Stromquelle für die Stadt und Wasser ist somit sehr bedeutend dort.
Im Hintergrund des kleinen Parks liegt ein schlossähnliches Hotel, das “Staatshotel”. Auf dem vorletzten Bild bin ich vor der “Jungfrau von Imatra” zu sehen. Die Statue ist inspiriert von einem Gedicht des finnischen Schriftstellers Eino Leino. Es handelt von einem Pärchen, dass sich aufgrund ihrer unglücklichen Liebe in den Imatrafall gestürzt hat. Die Statue soll auch an alle anderen erinnern, die den Freitod im Wasserfall suchten. :/

Ich hoffe wir kommen irgendwann noch einmal nach Imatra, denn ich will unbedingt den fließenden Wasserfall sehen! Es gab auch eine Art Seilbahn, an der man sich abends über die Fluten schwingen kann. Das würde ich dann doch lieber auslassen… 😉

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Nationalpark Leivonmäki in Mittelfinnland

Von unserem Mökki in dem ich Ende Juni mit meiner Familie eine Woche verbracht habe war es nicht weit zu dem Nationalpark “Leivonmäki“. Der Park liegt in Mittelfinnland, gut eine Stunde südlich von Jyväskylä.

Der Park wurde erst 2003 gegründet und ist somit noch gar nicht so alt. Mit dem Auto waren es nur knapp 20 Minuten und da lag es natürlich auf der Hand dem Park einen Besuch abzustatten. Wir hatten Glück mit dem Wetter und wurden mit herrlichem Sonnenschein und Panorama belohnt. Der Nationalpark hat mir wieder einmal gezeigt, was ich so sehr an Finnland liebe, die Natur!

Sumpfige Angelegenheit

Auf Finnisch heißt Finnland „Suomi”, ganz sicher ist man sich nicht woher der Name eigentlich kommt. „Suo” ist ein Wort für Sumpf und da es ziemliche viele Sümpfe im Land gibt ist dies eine Möglichkeit wie Finnland zu seinem Namen kam. Um die Sumpflandschaft im Nationalpark zu schützen wurden kleine Holzpfade angelegt. An deren Ende mich ein schöner See mit perfektem Fotomotiv (Bild 1) erwartete.

Eins sieht man überall in finnisches Wäldern, riesige Ameisenhügel. Ich finde es echt unglaublich und beeindruckend was für riesige Burgen die kleinen Tierchen bauen können. Thematisch passend soll es übrigens auch Wettbewerbe geben, wer am längsten mit nacktem Popo auf einem Ameisenhügel aushält hat gewonnen. Wie sagt man so schön: die spinnen die Finnen!

Auf dem letzten Bild seht ihr übrigens die finnisch-ökologische Version des Dixiklos. 😉 Meiner Meinung nach die hübschere Alternative zu den ollen Plastikkästen!

 

 

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Finnischer Freitag: Suomenlinna

Ein definitives Pflichtprogramm eines jeden Helsinkitouristen sollte die Festung “Suomenlinna” vor den Toren der Stadt sein. Vor zwei Wochen war ich mit meinem Freund zum Picknick und Spaziergang dort. Bis jetzt war ich immer nur im Sommer auf Suomenlinna, aber auch im Winter soll sich ein Besuch lohnen!

Suomenlinna erreicht man problemlich mit dem Schiff, die vom Marktplatz im Zentrum der Stadt in regelmäßigen Abständen ablegen. Die Boote gehören zum Helsinkiernahverkehr und man kann sie mit einem gewöhnlichen Busticket nutzen. Suomenlinna ist nämlich für ca. 800 Helsinkier ein normaler Wohnort. Der etwas besondere Stadtteil ist sogar ein eigener Wahlbezirk und für Notfälle, Polizei- oder Krankenwageneinsätze gibt es einen Tunnel vom Festland. Alle anderen müssen das Boot nehmen, auf dem auch Platz für 1-2 Autos ist.

Die Festung wurde 1748 von den Schweden begonnen zu bauen. Zu der Zeit war Finnland Teil von Schweden und die Festung sollte als Verteidigungsstützpunkt gegen die Russen dienen. Bis 1918 trug Suomenlinna nur den schwedischen Namen “Sveaborg” und heißt so bis heute auf Schwedisch. Nach der finnischen Unabhängigkeit von Russland 1917 sollte die Festung einen finnischen Namen bekommen und wurde in Suomenlinna umbenannt, was “das Schloss von Finnland” bedeutet. Die Insel diente nicht mehr als Verteidigungsstützpunkt und sollte im Namen den finnischen Nationalismus ausdrücken.

Es lohnt sich wirklich die kleine Insel zu besuchen, man kann sie leicht umgehen und in die alten, guterhaltenen Festungsgemäuer schauen und reingehen. Was selbst am Tag fast etwas unheimlich sein kann. Es gibt noch viele alte Kanonenrohre zum Bestaunen und beklettern. In der Nähe der Kanonen fühlt man sich auf einmal als sei man in Mittelerde gelandet. Leider scheinen die finnischen Hobbits verzogen…

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Korkeasaari – Helsinki Zoo

Dienstag waren wir ja im Zoo “Korkeasaari” in Helsinki und jetzt folgen endlich Bilder von Tieren die wir dort natürlich angetroffen haben. 😉

Mein Liebling war der kleine Panda (auch roter Panda), ein ganz besonders knuffiges Tier. Ich finde er hat etwas von einem Fuchs. Bei unserem ersten Besuch an seinem Außengehege lag er faul im Baum herum, die anderen Pandas waren drinnen. Später sind wir noch einmal vorbei und dann war er munter am rumlaufen und klettern.

Den Namen des Tieres auf dem zweiten Bild habe ich vergessen, es war irgendeine Wildklatze. Es saß ganze Zeit starr auf dem Baumstampf und schaute ziemlich finster zu uns rüber.

Dann folgt ein ziemlich keck schauendes Kamel und ein paar Insekten. Interessant waren auch die Bären und Schneeleoparden, die aber leider nicht so gut zu sehen waren.

Das letzte Bild zeigt einen Beitrag zu einem Wettbewerb von “Sandkünstlern”, also Leute die aus Sand Skulpturen anfertigen. Der Beitrag bekam den zweiten Platz, echt irre was man nur aus Sand und Wasser zaubern kann!

Insgesamt hat der Zoo 150 verschiedene Tierarten. Die meisten Tiere kommen aus skandinavischen und eurasischen Gebieten (wie die Rentiere, Wölfe und Bären). In dem Zoo sind also eher Tiere anzutreffen, die sich im finnischen Klima auch wohlfühlen. Ohne Elefanten, Gorillas und Co mag der Zoo vielleicht für einige glanzlos erscheinen. Generell ist ein Zoo natürlich nicht der beste Ort für ein Tier. Die natürliche Umgebung ist sicherlich immer die beste Wahl!

Der Zoo ist auf einer Insel und trägt daher auch den Namen “Korkeasaari”, hohe Insel. Vom Zoo hat man einen tollen Ausblick auf das Zentrum von Helsinki. Auf die Insel gelangt man mit einem Boot das regelmäßig vom Marktplatz hin und her fährt. Die Bootsfahrt lohnt sich wirklich und ist die nettere Art den Zoo zu erreichen als mit Bus und oder Auto.

Der Zoo ist schön angelegt mit vielen Blumen, so reiht sich nicht Käfig an Käfig und man kann etwas an den Felsen am Wasser spazieren gehen. Auf den vielen Picknickplätzen lässt es sich auch nett sitzen und auf die Ostsee und Helsinki schauen.

Im Sommer ist der Inselzoo allein schon wegen der Bootsfahrt und der Aussicht einen Besuch wert!

 

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Naantali – ein Besuch lohnt sich

Wen es mal nach Südfinnland in den Raum Turku verschlägt sollte unbedingt einen Abstecher nach Naantali machen!

Naantali ist keine halbe Stunde von Turku entfernt und wird auch als die Ferienstadt Finnlands bezeichnet. Denn auf der gegenüber liegenden Bucht “Kultaranta” (Sonnenstrand) ist der Sommersitz der finnischen Präsident/innen. Das Gelände und den Garten kann man einmal in der Woche (am Freitag) besichtigen und Führungen gibt es auch. Ich bin aber nicht mit gegangen, da ich sicher noch einmal nach Naantali kommen werde. Urlaub ist zur Erholung da und so entschiede ich mich lieber in der Sonne zu liegen, da sich diese die anderen Tage wenig gezeigt hatte.

Naantali ist ein hübscher und beschaulicher Ort mit vielen kleinen alten Holzhäusern und einem alten Kloster. Auf einer Insel vor der Stadt ist die “Muuminwelt”, die viele Kinder und Familie anzieht. Und das war auch was ich sonst immer mit Naantali in Verbindung gebracht habe. Aber die Stadt hat definitiv mehr zu bieten. 😉 So niedlich die Muumins auch sind diese Attraktion haben wir doch ausgelassen. Schön ist auch das Museum von Naantali (Bilder 3 & 4) in verschiedenen alten Holzhäusern konnte man sehen wie “bessere Herrschaften” und ihre Bediensteten im späten 19. Jahrhundert in Naantali lebten.

An einem Tag sind wir mit einem Dampschiff (s. letztes Bild) durch die Schären nach Turku gefahren. Ab und an rief einer der Matrosen “Ohren zu!” und dann wurde unter lautem Hupen Dampf abgelassen. Eine etwas andere Bootsfahrt!