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Ein Blick in das Kinderabteil der finnischen Bahn. Reisespaß für die ganze Familie.

Zugfahren mit Kind ist definitv aufregend, nicht nur für Kinder. Als Eltern stellt man sich ja meist vor Abreise die Frage, was machen wir die Zugfahrt über? In den InterCity Zügen der finnischen Bahn “VR” stellt sich diese Frage nicht. Im Kinderabteil kommen nämlich alle auf ihre Kosten. Finnische Kinderfreundlichkeit at its best.

Unser Kurztrip nach Tampere

Diese Woche bin ich mit A. für zwei Tage zu einer Freundin nach Tampere gefahren. Die Fahrt dauert von Helsinki keine zwei Stunden, doch wäre es viel zu lange für A. nur zu sitzen. Welches Kind mag das schon? Ich habe uns deshalb direkt die Sitze vor dem Spielbereich gebucht. Gesessen haben wir dort jedoch so gut wie nicht. Spielen ist eben spaßiger.

Kinderleichte Sitzplatzwahl

Wer lieber ein eigenes Abteil möchte, kann das Spielabteil genauso gut zwischendurch besuchen. Online kann man wunderbar die Sitzplätze wählen, man bekommt immer, automatisch und im Preis inklusive eine Sitzplatzreservierung. Das heißt, wer im Kinderabteil sitzt und sich an spielenden Kindern stört, hat selber Schuld. Für Familien gibt es auch ein eigenes Familienabteil.

Bilderreise ins Kinderabteil

Der Spielbereich befindet sich im zweiten Stockwerk. Mit einem zusätzlichen, tieferen Geländer für Kinder kommen auf die kleinen Fahrgäste problemlos alleine die Treppe hoch.

Der Spielbereich ist von zwei Seiten zu erreichen, beide Treppen sind mit einer Tür gesichert. Doch erst mal steigen wir zum Start unserer Bilderreise in den Zug ein.

Ein Blick in das Kinderabteil der finnischen Bahn

  • Los geht´s! Das Kinderabteil ist schon von außen leicht zu erkennen.

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Mumin Kaffe – Besuch im Mumin Café Helsinki

Mumin Cafe Helsinki

Am 2.12.2016 hat das weltweit erste Mumin Kaffe in Helsinki eröffnet. Ich habe die Eröffnung freudig erwartet und so sind wir am letzten Sonntag, zwei Tage nach der Eröffnung gleich hin um uns das Café genauer anzuschauen.

Ich gehe gerne in Cafés, doch mit Kind kann sich das manchmal als eher stressig entwickeln. Ewig an einem Tisch sitzen und an einem Getränk schlürfen ist einfach uninteressant für ein aktives Kleindkind. Es wird schnell langweilig, weshalb wir den Aufenthalt im Café entweder meiden oder auf ein Minimum (Nahrungsaufnahme) verkürzen.

Besser sind Orten, die eine Spielecke vorweisen können. Leider ist das im sonst so kinderfreundlichen Finnland (Hauptstadtregion) gar nicht so einfach ein Café mit einer Ecke für Kinder zu finden.

Mumin Cafe Helsinki

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Finnischer Freitag: Linnanmäki Freizeitpark in Helsinki

Ein Freizeitpark Mitten in der Stadt? In Helsinki gibt es das, nämlich den “Linnanmäki” Freizeitpark. Übersetzt bedeutet dies “Burghügel”, denn der Park befindet sich auf einem Hügel. Da er zentral liegt, ist er problemlos zu erreichen. Mit dem Bus Nr. 23 und der Straßenbahn Nr. 3 fährt man direkt vor die Tore des Parks oder man macht es wie wir und läuft knapp 15 Minuten vom Bahnhof in Pasila.

Im Jahr 1950 wurde Linnanmäki eröffnet und ist von April bis September offen. Der Park ist eine große Attraktion und vor allem ein bedeutendes Ereignis für finnische Kinder. Es ist typisch in den Sommerferien einen Ausflug nach “Lintsi” zu machen. Davon wird oft noch Monate später berichtet. Continue reading →

Finnischer Freitag: der Bodomsee

Schon mal von der Metal-Band “Children of Bodom” gehört? Ich kenne mich in dem Genre kein bisschen aus und in diesem Beitrag wird es nicht um Metal-Musik gehen. 😉 Als ich den Namen der Band vor vielen, vielen Jahren zum ersten Mal hörte, habe ich mir nichts weiter bei gedacht. Ich glaubte sehr lange, dass es sich um eine norwegische Band handelt. Woher die Band ihren Namen hat erkläre ich später. Bei uns in der Nähe liegt der See Bodom und an dem war ich gestern mit A. Leider hat das Wetter nicht mitgespielt, ich hoffte wir könnten im Wasser planschen.

Ein in vieler Hinsicht interessanter Ort, als Ausflugsziel für Familien, zum Baden, Campen oder zum Gruseln… Gruselig war unser Ausflug zum Strand “Oittaa” am See zum Glück nicht. Der Bodomsee ist ein lohnenswertes Ausflugsziel für Menschen allen Alters und nicht weit von Helsinki. Wen es alsbald nicht nach Finnland verschlägt und die Möglichkeit hat den See zu besuchen, kann zumindest mit ein paar neuen Infos aufwarten, für den nächsten Small Talk z.Bsp. 😉

3 Gründe den See Bodom zu besuchen:

1. “Angry Birds” Spielplatz

Ob man das Spiel mag oder wie ich kaum gespielt hat, der Spielplatz ist toll und abwechslungsreich! Es gibt einen Teil für die größeren Kinder, der Platz der Schweinchen mit einem großen Schiff und ein Areal für die Kleineren mit dem Thema der wütenden Vögel. Der Spielplatz hat viel zu entdecken, z.Bsp. Säulen im Schweinchenbereich mit einer kleinen Plattform auf die man steigt und langsam nach unten fährt. Die dortigen Trampoline haben A. sehr beeindruckt. Goldene Eier können auch gesucht werden, die auf dem Spielplatz versteckt sind. Auf der Vogel-Seite gibt es verschiedenen Rutschen, die dank der Treppen schon für die Kleinsten gut zu erreichen sind.

Ich war aber überrascht wie gut der Spielplatz trotz schlechtem Wetter besucht war. Ich kann nur ahnen, wie voll es bei gutem Wetter wird. Der Spielplatz wurde 2013 eröffnet. Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe dieser “Angry Birds” Spielplätze im Land, die Finnen sind eben stolz auf ihre Erfindung der wütenden Vögel.

2. Badestrand und Sportmöglichkeiten

Auch für die großen Kinder findet sich genug Bespaßung, wie ein Fussball/Basketballplatz, Volleyballnetze, es kann auf dem 1,5 km langen Naturpfad gewandert oder Frisbeegolf gespielt werden. Der Badestrand ist toll, es gibt Duschen, Umkleidekabinen und ein Café in einem schönen alten Gutshaus.

Nebenan befindet sich ein Campingplatz auf dem ich schon zwei Mal Mittsommer verbracht habe. Zu Mittsommer findet am Strand das typische “Juhannusfeuer” statt.

3. Schauermärchen fürs Lagerfeuer

Nun zum schaurigen Teil des Sees, eingangs erwähnte ich die finnische Metal-Band “Children of Bodom”. Der Name beruht auf einen nie geklärten Mordfall in den 1960er der am Ufer des Bodomsees geschah. Vier Jugendliche zelteten dort, am nächsten Morgen wurden 3 brutal getötet aufgefunden, ein Junge überlebte schwer verletzt. Bis heute ist der Mörder nicht identifiziert, verdächtigt wurden u.a. ein Kioskbesitzer, ein in der Nähe lebender Deutscher und gar der einzig überlebende der Jugendlichen. Deshalb gibt es viele Theorien was in der Nacht wirklich passierte.

Die Ermittlungsmethoden waren vor über 50 Jahren natürlich noch nicht ausgereift wie heute. So wurde der einzige Überlebende z.Bsp. hypnotisiert und aufgrund seiner Angaben wurde ein Phantombild erstellt. Er berichtete von rot leuchtenden Augen. Im Internet kann man mehr zu diesem Fall finden, für Angsthasen wie ich, empfehle ich die Recherche auf die Morgenstunden zu verlegen. Ich habe zum Glück beide Male, als ich dort auf dem Campingplatz war (die Jugendlichen hatten frei gezeltet) die Geschichte vergessen, sonst hätte ich hinter jedem Baum rot leuchtende Augen gewittert.

Ein Besuch lohnt sich, der dritte Punkt wirkt hoffentlich nicht abschreckend. 😉

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Finnischer Freitag: ein Tag in Imatra

Dienstag ging es für einen Tag spontan nach Imatra! Mein Freund hatte dort einen kurzen Termin und da die Zugfahrt nicht allzu lange ist, (2,5 Stunden) nahm ich sein Angebot gerne an ihn zu begleiten.
Von Imatra wusste ich vorher nicht viel. Ich wusste nur, dass es im Osten liegt und die Partnerstadt meiner Geburtsstadt ist. Ich habe mir Imatra immer als größere Stadt vorgestellt, doch Imatra ist recht klein und hat nur gut 28 000 Einwohner. Für finnische Verhältnisse ist das schon wieder ziemlich normal für eine Stadt.


Das Zentrum ist somit nicht wirklich groß, hat aber einige Geschäfte zu bieten. Auf dem letzten Bild ist die Einkaufsstraße zu sehen, die ich sehr typisch für Finnland finde. Irgendwie finde ich nämlich die sehen überall ähnlich aus… 😀 Doch zum Einkaufen waren wir ja nicht gekommen! Die Zeit die wir hatten haben wir lieber zur Erkundung genutzt, der Imatrafall (Bild 4) ist DIE Touristenattraktion der Stadt (und zugleich der rersete und älteste Touristenmagnet des Landes) und den wollten wir natürlich anschauen. Der Imatrafall liegt direkt neben dem Zentrum und ist wirklich sehr beeindruckend. Leider werden die Schleusen nur abends um 18 Uhr geöffnet, sodass wir mit dem trockenen Flussbett vorlieb nehmen mussten. Trotzdem war es schön anzusehen!


In der Nähe des Imatrafalls lag ein kleiner Park mit Fontänen und mir gefiel, dass hier das Thema Wasser wieder aufgegriffen wurde. Immerhin dient das Wasser des Imatrafalls als Stromquelle für die Stadt und Wasser ist somit sehr bedeutend dort.
Im Hintergrund des kleinen Parks liegt ein schlossähnliches Hotel, das “Staatshotel”. Auf dem vorletzten Bild bin ich vor der “Jungfrau von Imatra” zu sehen. Die Statue ist inspiriert von einem Gedicht des finnischen Schriftstellers Eino Leino. Es handelt von einem Pärchen, dass sich aufgrund ihrer unglücklichen Liebe in den Imatrafall gestürzt hat. Die Statue soll auch an alle anderen erinnern, die den Freitod im Wasserfall suchten. :/

Ich hoffe wir kommen irgendwann noch einmal nach Imatra, denn ich will unbedingt den fließenden Wasserfall sehen! Es gab auch eine Art Seilbahn, an der man sich abends über die Fluten schwingen kann. Das würde ich dann doch lieber auslassen… 😉