Mumin Kaffe – Besuch im Mumin Café Helsinki

Mumin Cafe Helsinki

Am 2.12.2016 hat das weltweit erste Mumin Kaffe in Helsinki eröffnet. Ich habe die Eröffnung freudig erwartet und so sind wir am letzten Sonntag, zwei Tage nach der Eröffnung gleich hin um uns das Café genauer anzuschauen.

Ich gehe gerne in Cafés, doch mit Kind kann sich das manchmal als eher stressig entwickeln. Ewig an einem Tisch sitzen und an einem Getränk schlürfen ist einfach uninteressant für ein aktives Kleindkind. Es wird schnell langweilig, weshalb wir den Aufenthalt im Café entweder meiden oder auf ein Minimum (Nahrungsaufnahme) verkürzen.

Besser sind Orten, die eine Spielecke vorweisen können. Leider ist das im sonst so kinderfreundlichen Finnland (Hauptstadtregion) gar nicht so einfach ein Café mit einer Ecke für Kinder zu finden.

Mumin Cafe Helsinki

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Finnischer Freitag: Linnanmäki Freizeitpark in Helsinki

Ein Freizeitpark Mitten in der Stadt? In Helsinki gibt es das, nämlich den “Linnanmäki” Freizeitpark. Übersetzt bedeutet dies “Burghügel”, denn der Park befindet sich auf einem Hügel. Da er zentral liegt, ist er problemlos zu erreichen. Mit dem Bus Nr. 23 und der Straßenbahn Nr. 3 fährt man direkt vor die Tore des Parks oder man macht es wie wir und läuft knapp 15 Minuten vom Bahnhof in Pasila.

Im Jahr 1950 wurde Linnanmäki eröffnet und ist von April bis September offen. Der Park ist eine große Attraktion und vor allem ein bedeutendes Ereignis für finnische Kinder. Es ist typisch in den Sommerferien einen Ausflug nach “Lintsi” zu machen. Davon wird oft noch Monate später berichtet. Continue reading →

Finnischer Freitag: der Bodomsee

Schon mal von der Metal-Band “Children of Bodom” gehört? Ich kenne mich in dem Genre kein bisschen aus und in diesem Beitrag wird es nicht um Metal-Musik gehen. 😉 Als ich den Namen der Band vor vielen, vielen Jahren zum ersten Mal hörte, habe ich mir nichts weiter bei gedacht. Ich glaubte sehr lange, dass es sich um eine norwegische Band handelt. Woher die Band ihren Namen hat erkläre ich später. Bei uns in der Nähe liegt der See Bodom und an dem war ich gestern mit A. Leider hat das Wetter nicht mitgespielt, ich hoffte wir könnten im Wasser planschen.

Ein in vieler Hinsicht interessanter Ort, als Ausflugsziel für Familien, zum Baden, Campen oder zum Gruseln… Gruselig war unser Ausflug zum Strand “Oittaa” am See zum Glück nicht. Der Bodomsee ist ein lohnenswertes Ausflugsziel für Menschen allen Alters und nicht weit von Helsinki. Wen es alsbald nicht nach Finnland verschlägt und die Möglichkeit hat den See zu besuchen, kann zumindest mit ein paar neuen Infos aufwarten, für den nächsten Small Talk z.Bsp. 😉

3 Gründe den See Bodom zu besuchen:

1. “Angry Birds” Spielplatz

Ob man das Spiel mag oder wie ich kaum gespielt hat, der Spielplatz ist toll und abwechslungsreich! Es gibt einen Teil für die größeren Kinder, der Platz der Schweinchen mit einem großen Schiff und ein Areal für die Kleineren mit dem Thema der wütenden Vögel. Der Spielplatz hat viel zu entdecken, z.Bsp. Säulen im Schweinchenbereich mit einer kleinen Plattform auf die man steigt und langsam nach unten fährt. Die dortigen Trampoline haben A. sehr beeindruckt. Goldene Eier können auch gesucht werden, die auf dem Spielplatz versteckt sind. Auf der Vogel-Seite gibt es verschiedenen Rutschen, die dank der Treppen schon für die Kleinsten gut zu erreichen sind.

Ich war aber überrascht wie gut der Spielplatz trotz schlechtem Wetter besucht war. Ich kann nur ahnen, wie voll es bei gutem Wetter wird. Der Spielplatz wurde 2013 eröffnet. Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe dieser “Angry Birds” Spielplätze im Land, die Finnen sind eben stolz auf ihre Erfindung der wütenden Vögel.

2. Badestrand und Sportmöglichkeiten

Auch für die großen Kinder findet sich genug Bespaßung, wie ein Fussball/Basketballplatz, Volleyballnetze, es kann auf dem 1,5 km langen Naturpfad gewandert oder Frisbeegolf gespielt werden. Der Badestrand ist toll, es gibt Duschen, Umkleidekabinen und ein Café in einem schönen alten Gutshaus.

Nebenan befindet sich ein Campingplatz auf dem ich schon zwei Mal Mittsommer verbracht habe. Zu Mittsommer findet am Strand das typische “Juhannusfeuer” statt.

3. Schauermärchen fürs Lagerfeuer

Nun zum schaurigen Teil des Sees, eingangs erwähnte ich die finnische Metal-Band “Children of Bodom”. Der Name beruht auf einen nie geklärten Mordfall in den 1960er der am Ufer des Bodomsees geschah. Vier Jugendliche zelteten dort, am nächsten Morgen wurden 3 brutal getötet aufgefunden, ein Junge überlebte schwer verletzt. Bis heute ist der Mörder nicht identifiziert, verdächtigt wurden u.a. ein Kioskbesitzer, ein in der Nähe lebender Deutscher und gar der einzig überlebende der Jugendlichen. Deshalb gibt es viele Theorien was in der Nacht wirklich passierte.

Die Ermittlungsmethoden waren vor über 50 Jahren natürlich noch nicht ausgereift wie heute. So wurde der einzige Überlebende z.Bsp. hypnotisiert und aufgrund seiner Angaben wurde ein Phantombild erstellt. Er berichtete von rot leuchtenden Augen. Im Internet kann man mehr zu diesem Fall finden, für Angsthasen wie ich, empfehle ich die Recherche auf die Morgenstunden zu verlegen. Ich habe zum Glück beide Male, als ich dort auf dem Campingplatz war (die Jugendlichen hatten frei gezeltet) die Geschichte vergessen, sonst hätte ich hinter jedem Baum rot leuchtende Augen gewittert.

Ein Besuch lohnt sich, der dritte Punkt wirkt hoffentlich nicht abschreckend. 😉

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Finnischer Freitag: ein Tag in Imatra

Dienstag ging es für einen Tag spontan nach Imatra! Mein Freund hatte dort einen kurzen Termin und da die Zugfahrt nicht allzu lange ist, (2,5 Stunden) nahm ich sein Angebot gerne an ihn zu begleiten.
Von Imatra wusste ich vorher nicht viel. Ich wusste nur, dass es im Osten liegt und die Partnerstadt meiner Geburtsstadt ist. Ich habe mir Imatra immer als größere Stadt vorgestellt, doch Imatra ist recht klein und hat nur gut 28 000 Einwohner. Für finnische Verhältnisse ist das schon wieder ziemlich normal für eine Stadt.


Das Zentrum ist somit nicht wirklich groß, hat aber einige Geschäfte zu bieten. Auf dem letzten Bild ist die Einkaufsstraße zu sehen, die ich sehr typisch für Finnland finde. Irgendwie finde ich nämlich die sehen überall ähnlich aus… 😀 Doch zum Einkaufen waren wir ja nicht gekommen! Die Zeit die wir hatten haben wir lieber zur Erkundung genutzt, der Imatrafall (Bild 4) ist DIE Touristenattraktion der Stadt (und zugleich der rersete und älteste Touristenmagnet des Landes) und den wollten wir natürlich anschauen. Der Imatrafall liegt direkt neben dem Zentrum und ist wirklich sehr beeindruckend. Leider werden die Schleusen nur abends um 18 Uhr geöffnet, sodass wir mit dem trockenen Flussbett vorlieb nehmen mussten. Trotzdem war es schön anzusehen!


In der Nähe des Imatrafalls lag ein kleiner Park mit Fontänen und mir gefiel, dass hier das Thema Wasser wieder aufgegriffen wurde. Immerhin dient das Wasser des Imatrafalls als Stromquelle für die Stadt und Wasser ist somit sehr bedeutend dort.
Im Hintergrund des kleinen Parks liegt ein schlossähnliches Hotel, das “Staatshotel”. Auf dem vorletzten Bild bin ich vor der “Jungfrau von Imatra” zu sehen. Die Statue ist inspiriert von einem Gedicht des finnischen Schriftstellers Eino Leino. Es handelt von einem Pärchen, dass sich aufgrund ihrer unglücklichen Liebe in den Imatrafall gestürzt hat. Die Statue soll auch an alle anderen erinnern, die den Freitod im Wasserfall suchten. :/

Ich hoffe wir kommen irgendwann noch einmal nach Imatra, denn ich will unbedingt den fließenden Wasserfall sehen! Es gab auch eine Art Seilbahn, an der man sich abends über die Fluten schwingen kann. Das würde ich dann doch lieber auslassen… 😉

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Nationalpark Leivonmäki in Mittelfinnland

Von unserem Mökki in dem ich Ende Juni mit meiner Familie eine Woche verbracht habe war es nicht weit zu dem Nationalpark “Leivonmäki“. Der Park liegt in Mittelfinnland, gut eine Stunde südlich von Jyväskylä.

Der Park wurde erst 2003 gegründet und ist somit noch gar nicht so alt. Mit dem Auto waren es nur knapp 20 Minuten und da lag es natürlich auf der Hand dem Park einen Besuch abzustatten. Wir hatten Glück mit dem Wetter und wurden mit herrlichem Sonnenschein und Panorama belohnt. Der Nationalpark hat mir wieder einmal gezeigt, was ich so sehr an Finnland liebe, die Natur!

Sumpfige Angelegenheit

Auf Finnisch heißt Finnland „Suomi”, ganz sicher ist man sich nicht woher der Name eigentlich kommt. „Suo” ist ein Wort für Sumpf und da es ziemliche viele Sümpfe im Land gibt ist dies eine Möglichkeit wie Finnland zu seinem Namen kam. Um die Sumpflandschaft im Nationalpark zu schützen wurden kleine Holzpfade angelegt. An deren Ende mich ein schöner See mit perfektem Fotomotiv (Bild 1) erwartete.

Eins sieht man überall in finnisches Wäldern, riesige Ameisenhügel. Ich finde es echt unglaublich und beeindruckend was für riesige Burgen die kleinen Tierchen bauen können. Thematisch passend soll es übrigens auch Wettbewerbe geben, wer am längsten mit nacktem Popo auf einem Ameisenhügel aushält hat gewonnen. Wie sagt man so schön: die spinnen die Finnen!

Auf dem letzten Bild seht ihr übrigens die finnisch-ökologische Version des Dixiklos. 😉 Meiner Meinung nach die hübschere Alternative zu den ollen Plastikkästen!