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perfekte Sommerhochzeit

Freitag ging es nach Ost-Finnland zur Hochzeit von Freunden. Samstagmittag war es endlich soweit mit traumhaft typisch finnischer Kulisse ging es erst in die Kirche und dann weiter bei den Eltern der Braut. Die Trauung und auch die Feier später waren einfach wunderschön und rührend. Die Braut sah einfach nur märchenhaft aus und bei so viel Liebe und Freude habe ich den Tag über die ein oder andere Träne aus dem Augenwinkel wischen müssen.
Statt Reis zu streuen haben wir kleine Fläschchen mit Seifenblasen bekommen. Ich wusste gar nicht dass das Werfen von Reis mittlerweile verboten ist, wahrscheinlich weil später niemand aufräumt?!
Zum Glück spielte den ganzen Tag das Wetter mit. Nur während dem (super leckeren) Essen regnete es etwas. Perfekt abgepasst und keiner wurde nass! Auch die Feier war nah an einem See, so wimmelte es nur vor ungebetenen Gästen, den Mücken.
Das erste Bild lässt vielleicht erahnen wer den Brautstrauß gefangen hat… Ich habe vorher noch Witze gemacht, dass ich alles geben werden ihn zu fangen und tatsächlich klappte es, mit etwas Ellenbogenarbeit dazu. Der Bräutigam hat das Strumpfband der Braut geworfen welches tatsächlich mein Freund gefangen hat. 🙂

Ich zeige nächste Woche noch ein paar mehr Bilder von meinem Kleid. Morgen fliege ich ganz früh nach Deutschland um meine letzten zwei Wochen Sommerurlaub zu genießen bevor die Arbeit beginnt. (Ich bin aufgeregt!)

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Naantali – ein Besuch lohnt sich

Wen es mal nach Südfinnland in den Raum Turku verschlägt sollte unbedingt einen Abstecher nach Naantali machen!

Naantali ist keine halbe Stunde von Turku entfernt und wird auch als die Ferienstadt Finnlands bezeichnet. Denn auf der gegenüber liegenden Bucht “Kultaranta” (Sonnenstrand) ist der Sommersitz der finnischen Präsident/innen. Das Gelände und den Garten kann man einmal in der Woche (am Freitag) besichtigen und Führungen gibt es auch. Ich bin aber nicht mit gegangen, da ich sicher noch einmal nach Naantali kommen werde. Urlaub ist zur Erholung da und so entschiede ich mich lieber in der Sonne zu liegen, da sich diese die anderen Tage wenig gezeigt hatte.

Naantali ist ein hübscher und beschaulicher Ort mit vielen kleinen alten Holzhäusern und einem alten Kloster. Auf einer Insel vor der Stadt ist die “Muuminwelt”, die viele Kinder und Familie anzieht. Und das war auch was ich sonst immer mit Naantali in Verbindung gebracht habe. Aber die Stadt hat definitiv mehr zu bieten. 😉 So niedlich die Muumins auch sind diese Attraktion haben wir doch ausgelassen. Schön ist auch das Museum von Naantali (Bilder 3 & 4) in verschiedenen alten Holzhäusern konnte man sehen wie “bessere Herrschaften” und ihre Bediensteten im späten 19. Jahrhundert in Naantali lebten.

An einem Tag sind wir mit einem Dampschiff (s. letztes Bild) durch die Schären nach Turku gefahren. Ab und an rief einer der Matrosen “Ohren zu!” und dann wurde unter lautem Hupen Dampf abgelassen. Eine etwas andere Bootsfahrt!

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Finnischer Freitag: Filmtipp “rare exports”

Den passenden Zeitpunkt diesen Film vorzustellen habe ich leider um einige Wochen verpasst, denn es geht um einen Weihnachtsfilm. Doch habe ich den Film erst diese Woche gesehen, da er mir empfohlen und ausgeliehen wurde. Warten bis die nächste Weihnachtszeit beginnt möchte ich aber auch nicht, also stelle ich ihn jetzt vor…

“Rare exports” kam schon vor über einem Jahr, pünktlich zu Weihnachten 2010 in die finnischen Kinos.
Der Film basiert auf den Ideen zweier Kurzfilme die mit auf der DVD (die ich sah) waren.
Seit November 2011 ist “rare exports” nun auch in Deutschland (& in deutscher Sprache) als DVD erhältlich. Vielleicht kennen einige den Film ja, Meinungen interessieren mich.

Viel will ich nicht vorwegnehmen, seht euch am besten den Trailer an, der einen gleich in die mystische Welt eintauchen lässt.
Ich hätte den Trailer schon viel früher anschauen sollen! Ich hatte zwar von dem Film gehört und Plakate gesehen, trotzdem immer gedacht, es sei ein Film für Kinder. Was er definitiv nicht ist!Meiner Meinung nach der perfekte Weihnachtsfilm für alle großen Kinder, die genug haben von öden und immer gleichen öden, braven Weihnachtsgeschichten.
Nachdem ich den Film in der Nachweihnachtszeit gesehen habe, würde ich sagen, dass er gleichwohl als Winterfilm durch gehen kann. Oder merkt euch den Film für eure nächste Weihnachtswunschliste. Und bis zum nächsten Weihnachtsfest immer artig bleiben!

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Finnischer Freitag: Bücher über Finnland I

Werbung, da Marken zu erkennen.

Schon länger habe ich geplant eine kleine Reihe zu Büchern über Finnland und von finnischen Autoren zu beginnen. Und nun geht´s los! Vor einiger Zeit hatte ich übrigens schon einen Krimi von Matti Joensuu vorgestellt.

Starten möchte ich mit zwei Büchern von Roman Schatz, der Ende der 1980er Jahre nach Helsinki kam. In Berlin verliebte er sich in eine Finnin und folgte ihr in den hohen Norden und wohnt bis heute in Helsinki. Er ist wahrscheinlich in Finnland bekannter als in Deutschland und zudem noch sehr beliebt. Er schreibt Deutschlehrbücher, arbeitete für das Fernsehen, Radio und schreibt Bücher über Finnland und das Leben als Deutscher hier. Was ich an seinen Büchern wirklich schätze ist die Authenzität, ich finde vieles aus meinem eigenen Alltag wieder und man merkt, dass Schatz weiß wovon er schreibt!

“From Finland with love”
Das Buch ist zweisprachig, einmal auf Englisch, nach dem Wenden kann bzw. könnte 😉 man es auf Finnisch lesen. Es ist in kleine Kolumnen zu verschiedenen Themen unterteilt, wie zum Beispiel “der finnische Winter” oder “Trinken mit Finnen”. Die Kapitel sind mit lustigen und passenden Bildern illustriert und am Ende gibt es noch zehn wichtige Ratschläge für das Leben in Finnland. Ein wirklich unterhaltsames Buch, das einem viele Eigenarten der Finnen näherbringt.

“Gebrauchsanweisung für Finnland”
Dieses Buch ist wie das erste nicht minder lustig, Roman Schatz hat, meiner Meinung nach einen sehr feinen und angenehmen Humor. Und oft habe ich gedacht: “wie er mir doch aus der Seele spricht”.

Zudem ist diese “Gebrauchsanweisung” echt informativ, kein Thema wird ausgelassen, so lernt man etwas über die finnische Geschichte, die Sprache und natürlich auch das gängige Thema Sauna wird beleuchtet. (Ginge glaub ich gar nicht ohne…) Aber auch Kurioses wie die (bis jetzt) einzige finnische Miss Universum von 1952 wird nicht ausgelassen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, es ist ein Pluspunkt dieses Ergeignis (und andere der finnischen Geschichte) zu kennen. Finnen freuen sich, wenn man Interesse zeigt und etwas über sie und ihre Geschichte weiß.
Dieses Buch empfehle ich uneingeschränkt allen, die sich für Finnland interessieren und allen, die vielleicht erst beginnen möchten sich zu interessieren. Wer vorher nichts über Finnland wusste, wird nach diesem Buch um einiges schlauer sein!

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finnischer Freitag: ein Abend im Fußballstadion

Gestern war ich mit meinem Freund beim Fußball. In Finnland ist dieser Sport nicht so bedeutend wie in Deutschland und anderen Ländern. Die Sportart Nummer eins ist hier eindeutig Eishockey, zum Leid derer die sich wirklich für Fußball interessieren, wie zum Beispiel mein Freund.

Fußballtechnisch kann Finnland einfach nicht so viel reißen und irgendwie habe ich das Gefühl es interessiert kaum jemanden. Da ich denke ihr seid wie ich, keine großen Fußballnarren erspare ich einen Bericht über die eher blasse Fußballnation Finnland. 😉

Ich wollte jedenfalls, dass meine Freund sich mit seiner Begeisterung für diesen Sport nicht ganz alleine fühlt und begleitete ich ihn zum Spiel HJK (Helsinki) gegen JJK (Jyväskylä). Helsinki hat eigentlich schon die finnische Liga gewonnen und für das gestrige Spiel die Tickets für 2€ angeboten. Ein weiterer Grund für mich mitzukommen, ich dachte mir, wird es langweilig, war es wenigstens billig. Das Spiel endete 0:0 und bis auf die letzten 5 Minuten war es ziemlich lahm, soweit ich das beurteilen kann.

Die Würstchen im Becher

Das Aufregendste des Abends waren für mich wohl die Würstchen im Becher! In der Pause ging es an die “Makkarabaari” (=Wurstbar) wo man 4 Würstchen im Pappbecher kaufen konnte. Ohne Brot wohl gemerkt, dafür mit der Option Ketchup oder Senf.

Ich könnte mich noch immer darüber totlachen, was für eine verrückte Idee! Oder hat das jemand schon mal woanders gesehen und nur ich lebte hinter dem Mond?
Vielleicht auch ein guter Tipp für die nächste Grillparty, die Becher kann man danach noch umweltschonend für die Getränke nutzen. 😉