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Finnischer Freitag: Filmtipp “rare exports”

Den passenden Zeitpunkt diesen Film vorzustellen habe ich leider um einige Wochen verpasst, denn es geht um einen Weihnachtsfilm. Doch habe ich den Film erst diese Woche gesehen, da er mir empfohlen und ausgeliehen wurde. Warten bis die nächste Weihnachtszeit beginnt möchte ich aber auch nicht, also stelle ich ihn jetzt vor…

“Rare exports” kam schon vor über einem Jahr, pünktlich zu Weihnachten 2010 in die finnischen Kinos.
Der Film basiert auf den Ideen zweier Kurzfilme die mit auf der DVD (die ich sah) waren.
Seit November 2011 ist “rare exports” nun auch in Deutschland (& in deutscher Sprache) als DVD erhältlich. Vielleicht kennen einige den Film ja, Meinungen interessieren mich.

Viel will ich nicht vorwegnehmen, seht euch am besten den Trailer an, der einen gleich in die mystische Welt eintauchen lässt.
Ich hätte den Trailer schon viel früher anschauen sollen! Ich hatte zwar von dem Film gehört und Plakate gesehen, trotzdem immer gedacht, es sei ein Film für Kinder. Was er definitiv nicht ist!Meiner Meinung nach der perfekte Weihnachtsfilm für alle großen Kinder, die genug haben von öden und immer gleichen öden, braven Weihnachtsgeschichten.
Nachdem ich den Film in der Nachweihnachtszeit gesehen habe, würde ich sagen, dass er gleichwohl als Winterfilm durch gehen kann. Oder merkt euch den Film für eure nächste Weihnachtswunschliste. Und bis zum nächsten Weihnachtsfest immer artig bleiben!

Der Priester des Bösen von Matti Y. Joensuu

Heute einmal ein Buchtipp und zwar zu dem Krimi “Harjunpää ja pahan pappi” (= Harjunpää und der Priester des Bösen) des Autors Matti Y. Joensuu. Ich muss gestehen ich habe bis letztes Jahr von dem Schriftsteller nie etwas gehört. Dann kam im Herbst aber der Film zum Buch in die Kinos, dazu aber später mehr. Zu dem Anlass erzählte mir mein Freund auch, dass Joensuu sein alter Nachbar sei und so war ich noch gespannter was der wohl für Geschichten schreibt.

Da ich aber weiß, dass es eigentlich immer besser ist erst das Buch zu lesen und dann den Film zu gucken, habe ich mich auf den Weg in die Bücherei gemacht. Glücklicherweise habe ich gleich die englische Version (“the priest of evil”) gefunden. Das Buch (& einige andere von Joensuu) gibt es auch auf deutsch und heißt in der deutschen Version “das Taubenritual”.

In dem Buch geht es um den sympathischen Polizisten Timo Harjunpää der in einem besonders grausigen Mordfall ermittelt. Der Mörder schubst seine Opfer vor die Helsinkier Metro und das am hellichten Tag, wenn die Bahnsteige voll mit Menschen sind. Nachdem ich das Buch gelesen habe, hat es einige Zeit gedauert bis ich bedenkenlos am Metrobahnsteig stand, besonders gruselig war es an denen im Buch beschriebenen Stationen.
Zu Beginn ist das Buch teilweise etwas verwirrend, weil verschiedene Handlungsstränge beschrieben werden, aber wie ich finde kann man sich gut in die Geschichte einlesen und das Buch ist wirklich packend und empfehlenswert.

2010 wurde, wie schon erwähnt das Buch verfilmt, den Film habe ich letzte Woche nun endlich gesehen. Wie meistens ist das Buch besser als der Film. Wobei ich vielleicht eher sagen würde, der Film ist anders, nicht schlechter. Ich war auf keinen Fall enttäuscht, was vielleicht auch an den tollen Darstellern lag. Harjunpää wird im Film von Peter Franzén gespielt, ein toller Schauspieler und meiner Meinung nach die perfekte Besetzung.

Leider gibt es den Film (wieder mal) nur auf Finnisch, vielleicht kommt die internationale Version ja noch… Deshalb bleibt es “nur” beim Buchtipp.
Ich für meinen Teil will unbedingt noch andere der Harjunpää Geschichten lesen und hoffe auf einen weiteren Film.

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Finnischer Freitag: Filmtipp “Pihalla”

Erst letztens habe ich wieder an den Film “Pihalla” (im Hof) gedacht. Im Finnischen sagt man dass jemand “im Hof” steht, wenn die Person nicht weiß was los ist oder um ihn herum geschieht.

Ich habe ihn 2009 in Finnland im Kino gesehen und war ziemlich begeistert. In Deutschland kam er leider nicht ins Kino. Da der Film aber eine Co-Produktion mit dem NDR war, habe ich immer gehofft, dass er noch mal im deutschen Fernsehen zu sehen sein wird. Das ist leider bis jetzt noch nicht geschehen. Deshalb ist das jetzt irgendwie nur ein “halber Filmtipp”… 😀 Im Internet gibt es den Film zumindest zu bestellen und die DVD hat auch englische Untertitel. Der englische Titel ist “Playground”. Im Film wird allerdings kaum Finnisch gesprochen, meist eher Deutsch oder Englisch.

Trotzdem will ich euch den Film etwas vorstellen, auch weil einer meiner finnischen Lieblingsschauspieler, Mikko Leppilampi mitspielt und so könnt ihr die Augen offen halten, vielleicht kommt der Film doch einmal im deutschen TV zu sehen…

In dem Film geht es um die junge Deutsche Laura (gespielt von Sibel Kekilli) die mit einem Finnen verheiratet ist. Zusammen haben sie ein kleines Kind und wohnen in Hamburg. Lauras Mann zieht es dann wieder beruflich zurück nach Finnland und Laura folgt ihm. In Tampere, wo sie neuerdings wohnen ist Laura ziemlich auf sich alleine gestellt. Sie spricht kaum Finnisch und ihr Mann ist non-stop bei der Arbeit. Sie fühlt sich alleine und es scheint ihr unmöglich Kontakt zu Finnen aufzunehmen. So beschliesst sie einen Treffpunkt für alleinerziehende Mütter aufzusuchen und findet dort endlich Anschluss, nicht nur weiblichen…

Ich konnte mich gleich mit Laura identifizieren, auch wenn unsere Leben nicht viel gemeinsam haben, bis dass wir beide in Finnland wohnen. Das Ende des Films war doch sehr überraschend und nicht so wie man vielleicht vom Trailer erwarten würde.