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Medienkompetenz im neuen Jahrtausend – wichtig für Kinder und ihre Eltern

Technische Entwicklungen, die Globalisierung all dies hat Einfluss auf unser Leben, den wir nicht mehr weg denken können. Egal ob Eltern oder Kind, wir stehen vor neuen Herausforderungen. Wir müssen neue Fertigkeiten erlernen um durchs Leben zu kommen. Ziemlich einfach oder ganz schön schwer? Früher kamen wir super mit drei Fernsehsendern aus… Medienkompetenz ist deshalb gefragt, um nicht den Überblick zu verlieren. Egal wie alt wird sind.

Medienkompetenz - wichtig für Kinder und ihre Eltern

Früher war alles anders

„Um 18 Uhr gibt´s Sesamstraße.” Hatte dieser Satz für dich eine ähnlich große Bedeutung,  wie für mich? Die halbe Stunde Samson und Co. am Abend war mein Highlight. Waren wir länger unterwegs oder haben die Zeit vergessen, gab es eben kein Kinderprogramm. Den Fernseher anschalten und zappen? Das gab´s (bei uns) nicht, sondern immer einen Anlass um den TV einzuschalten. Heute gibt es Streamingdienste, rund um die Uhr ist Kinderprogramm verfügbar. Es beschränkt sich nicht mehr auf den Fernseher, wenn man eine Serie oder Nachrichten gucken möchte. Wir haben die Wahl zwischen Computer, Laptop, Tablet oder dem Smartphone. Continue reading →

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“Orange is the new black” (Buch & Serie)

Ich weiß nicht ob der Hype um die Netflix Serie “Orange is the new black” Deutschland schon erreicht hat. Immerhin gibt es dort (noch) kein Netflix. Ich glaube jedoch die Serie läuft auf einem anderen Online Streaming Dienst. In der letzen Woche kam jedenfalls die 2. Staffel online, nun sehe ich überall Werbung, auch im Freundeskreis ist es DAS Thema. Leider haben wir nur noch 4 ungesehene Folgen, doch nächstes Jahr geht’s in die 3. Runde.

Die Serie handelt von einer Amerikanerin in einem Frauengefängnis und beruht auf ihre wahre Geschichte. Die Serie ist inspiriert von Piper Kermans Autobiographie mit dem gleichen Titel. Um das Buch soll es auch hauptsächlich gehen. Nicht, weil das Buch besser ist. Die Serie ist grandios, ein Buch ist einfach immer anders und dieses unbedingt lesenswert. Habt ihr von der Serie oder dem Buch schon etwas gehört? Wenn nicht, vielleicht seid ihr ja jetzt interessiert… 🙂

Das Buch habe ich zufällig entdeckt, da mir die erste Staffel schon sehr gefiel wollte ich gerne die wahre Geschichte ohne zusätzliches TV-Drama drumherum erfahren.
Piper Kerman ist in jungen Jahren einer Frau, die Mitglied eines Drogenrings war gefolgt und reiste eine Zeit mit ihr. Sie beteiligte sich nicht wirklich an den Drogengeschäften. Jahre später kommt sie doch noch für diese verhängnisvolle Affäre für 15 Monate in ein Frauengefängnis. Pipers persönlicher Hintergrund mit einem geregelten Job und ihrem Leben mit dem wunderbar unterstützenden Verlobten schaut so anders aus, als dass der anderen Insassissen auf die sie trifft. Die Unterstützung die Piper von ihrer Familie und Freunden empfängt ist immens. Andere Frauen scheinen regelrecht vergessen von der Außenwelt.

Es dauert eine Weile bis sich Piper im Gefängnis zurecht findet, empfängt jedoch sofort eine große Hilfsbereitschaft von Seiten der anderen Frauen. Diesen Zusammenhalt der Frauen und wie sie sich gegenseitig zur Seite stehen und versuchen etwas Normalität und Geborgenheit in den tristen Gefängnisalltag zu bringen, emfand ich besonders berührend. Es war gut zu lesen, dass sich die Frauen nicht unterkriegen lassen und zusammenhalten und Wege finden sich das Leben zu versüßen. Zum Beispiel mit Käsekuchen in der Mikrowelle zubereitet.

Bedrückend fand ich die Willkür der Wärter und generell die Macht, die sie über die Frauen haben und diese immer wieder zeigen.
Auf dem Klappentext des Buches stand, dass das beeindruckende an diesem Buch sei, dass jede von uns Piper sein könnte. Hand aufs Herz wir alle haben Jugendsünden begannen, vielleicht nicht in diesem kriminellen Ausmaß und irgendwie stimmt es. Allein der Gedanke daran 24 Stunden eingeschlossen und bewacht von Menschen zu sein, die mich als zweite Wahl ansehen macht mir Panik.
Weltweit hat Amerika prozentual gesehen die meisten Menschen in Gefängnissen, am Ende des Buches geht es noch etwas um die (bedenklichen) Verhältnisse in amerikanischen Gefängnissen.

Noch ein paar Worte zur Serie, wer die Möglichkeit hat, angucken lohnt sich wirklich!
Die Serie ist qualitativ wirklich 1A, tolle und vorallem beeindruckende Schauspieler und mit knapp 55 Minuten länger als gewöhnliche Episoden einer Serie. Die Geschichten der Insassinnen sind sehr bewegend dargestellt und es ist interessant zu sehen, wie aus einer “normalen” Frau eine Kriminelle werden konnte. Einige der Charaktere sind vom Buch inspiriert, aber im Buch geht es nicht so viel um die anderen Frauen, da Piper Kerman ihre Persönlichkeitsrechte wahren wollte. Deshalb ist das meiste der Serie fiktiv, genau wie die TV Piper ist anders und meiner Meinung nach keine so große Sympathieträgerin wie die wahre Piper.

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The Bling Ring

Montag habe ich den Film “The Bling Ring” im Kino gesehen. In Deutschland kommt er erst im August in die Kinos, merkt ihn euch also ruhig schon! Ich war jedenfalls begeistert, so sehr, dass ich dem Film gleich einen ganzen Blogeintrag schenke. Der Film ist von Sofia Coppola und wer wie ich auf die mädchenhafte Art ihrer Filme (und ihrer Filme im Allgemeinen) steht wird dieser genauso gefallen.

In “The Bling Ring” geht es um eine gut situierte Teenager-Clique, die in Los Angeles lebt. Von dem schnellen und vor allem teuren Lebensstil um sie herum beeindruckt, kommen sie auf die Idee über das Internet, Häuser von Stars und deren Abwesenheit ausfindig zumachen. Sie dringen mehrfach ohne große Probleme in die unbewachten Häuser ein und lassen Designerklamotten, Schmuck und natürlich Geld mitgehen. Im Film kann man deutlich sehen, dass es den Jugendlichen darum geht mithalten zu können und etwas vom teuren Lebensstil von Paris und Co abzubekommen.
Es wurde sogar in Paris´ echtem Haus gedreht. Total irre und irgendwie ist es ja schon der Traum vieler an so einem Ort einmal “shoppen” gehen zu können.

Vor dem Film habe ich selber gar nichts von den Teenagers gehört, die in Häuser von Prominenten eingebrochen sind. Der Film basiert nämlich auf wahren Begebenheiten. Kanntet ihr die Geschichte? Ehrlich gesagt klingt es für mich ziemlich unreal, dass sie einfach in die Häuser von Stars wie Paris Hilton und Orlando Bloom rein marschiert sind. Doch das Sicherheitsgefühl in LA soll wohl groß sein, weshalb viele Türen gar nicht verschlossen waren und es die Einbrecher einfach gehabt haben. Es gibt eine Doku-Soap (“Pretty Wild”) mit den 3 Schwestern, die Teil der Gruppe waren. Die Doku wurde teilweise (unwissend) zeitgleich zu den Einbrüchen gedreht und dokumentiert auch Teile des Gerichtsverfahrens.

Emma Watson spielt im Film Nicki, da ich kein Harry Potter Fan bin, ist es mein erster Film den ich mit ihr gesehen habe. Ich finde sie macht ihre Sache sehr gut und spielt (& vor allem spricht) gekonnt das California Girl, das sich eigentlich nur Gedanken um ihr Aussehen und wenig um die Welt um sich herum macht, etwas dümmlich, auf eine Weise nicht ganz präsent. Nachdem ich mehr über die Hintergrundgeschichte zum Film gelesen habe und den Trailer zu “Pretty Wild” gesehen habe, war zu sehen wie nah Emma Watson der echten Alexis Neiers (im Film Nicki) kommt. Hoffentlich kommt sie aus der Harry Potter Schublade heile heraus, zu wünschen wäre es ihr.

Neben all der Party , der Musik, den schönen Klamotten bleibt am Ende doch die Frage, warum das alles? Lohnt es sich so viel zu riskieren, nur um das Gefühl zu haben, einer von den Stars zu sein.

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Finnischer Freitag: “Fegefeuer” von Sofi Oksanen

Das Buch welches mich 2012 mit Abstand am meisten begeisterte war “Fegefeuer” der finnischen Autorin Sofi Oksanen. Die Geschichte spielt Anfang der 90er in Estland, kurz nach der (erneuten) Unabhängigkeit und dem Zusammenfall der Sowjetunion. Die Hauptcharaktere sind zwei komplett unterschiedliche Frauen, die eine gemeinsame Vergangenheit verbindet. Die ältere, allein lebende Aliide Truu findet eines morgens die junge misshandelte Zara auf ihrem Hof im ländlichen Estland.

Das Buch springt immer wieder zwischen Rückblenden bis in die 1930er Jahre und der Gegenwart (also Anfang 1990er). Es ist ein beeindruckendes Familienporträt und eine lange, tiefe Reise in die Vergangenheit Estlands. Durch das Springen zwischen den Zeiten wird immer klarer wie die Geschichten der beiden Frauen zusammenhängen und wie jede auf ihre eigene Weise zu einem Opfer (gemacht) wurde.

Sprachlich ist das Buch sicher mit Abstand eines der besten das ich je gelesen habe. Die Geschichte ist sehr packend erzählt, weshalb ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Oksanen schafft es Kleinigkeiten (wie Lebensmittel auf dem Küchentisch) mit einer irren Sprachgewalt darzustellen, wie ich sie noch nirgends vergleichbar gelesen habe. Die einzige ähnliche Autorin die mir in den Sinn gekommen ist, ist Elfriede Jelinek. Die ähnlich abgeklärt und doch eindrucksvoll das Leid von Frauen darstellen kann.

Sofi Oksanens Mutter ist Estin und in ihren Büchern schreibt sie viel über Estland und dessen Vergangenheit. “Fegefeuer” (Puhdistus auf Finnisch, was Säuberung bedeutet und meiner Meinung nach der passendere Titel ist) war wochenlang auf den Bestsellerlisten.

Das viel gefeierte und besprochene Buch hat Preise innerhalb und außerhalb Finnland gewonnen. Mittlerweile ist “Fegefeuer” in über 30 Sprachen übersetzt und an einigen deutschen Theatern aufgeführt worden. Ursprünglich ist das Buch ein Theaterstück gewesen, bevor es 2008 zum ersten Mal als Roman erschien.

Vor einigen Jahren habe ich eine Zeit in Helsinki gewohnt und Sofi Oksanen öfters in der Metro gesehen. Zu dem Zeitpunkt wusste ich nicht wer sie ist, nur ihre auffällige Präsenz ist mir immer wieder aufgefallen. Hier auch ein Interview mit ihr auf Englisch in dem sie u.a. das Buch etwas näher beschreibt. Sie ist definitiv eine bewundernswerte Frau, die versteht worüber sie schreibt und spricht.

Im letzten Herbst ist der Film zum Buch erschienen und ich war schon lange gespannt darauf. Der Film ist sehr gut, meiner Meinung nach an einigen Stellen jedoch zu brutal. Das Buch ist definitiv auch sehr brutal und keine seichte Unterhaltung. Doch der Film gab mir teilweise das Gefühl es geht mehr um Brutalität à la Hollywood als um eine authentische Darstellung.

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A new chapter in my life

Ich habe heute meinen ersten richtigen Arbeitsvertrag unterschrieben! Ich hätte nie gedacht, dass ich noch vor Ende meines Studiums ins Berufsleben einsteigen werde und bin überglücklich. Ab August arbeite ich dann in der Vorschulklasse des Kindergartens wo ich mein Praktikum mache. 🙂

Wäre das nicht schon ein Grund genug zur Freude gewesen, haben eine Freundin und ich Karten für´s Lada Gaga Zusatzkonzert im August bekommen.
Nachmittags habe ich mit meinem Freund “der Diktator” gesehen, seine Bank hat ihn zu einer Vorpremiere (der Film startet hier morgen) eingeladen. Netterweise gab es zu dem Film noch Popcorn und Getränke umsonst. Ich fand den Film ziemlich lustig, definitiv besser als “Bruno” und “Borat”.