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Unser Kinderwagen – eine Verwandlung

Ich war mir nicht sicher ob ich unserem Kinderwagen zwei Einträge widme, nun wurde es ein Mammuteintrag!
Denn unser Kinderwagen ist nicht irgendeiner aus einem x-beliebigen Onlineshop. Nein, es ist mein alter Wagen von Teutonia Modell “Quadro”. Oben seht ihr mich selber im Wagen seelenruhig schlafend.

Ich habe natürlich Kinderwagen angeguckt, bei keinem hat es “gefunkt”. Ich finde die aktuellen Modelle schauen irgendwie alle gleich und nach Plastik aus. Gar nicht zu sprechen von den Preisen… Ich wollte etwas besonderes und persönliches. Mein Freund meinte der “Vintage-Wagen” sei zwar etwas hipster style, was ja wiederum seinen eigenene Charme hat. 😉

Über 20 Jahre stand er gut abgedeckt auf dem Dachboden und ich habe meine Eltern gebeten ihn aufzubewahren. Ob ich ihn wirklich benutzen wollte, darüber hatte ich mir eigentlich keine klare Gedanken gemacht. Irgendwie hatte ich im Gefühl, dass er einfach nicht weggeworfen werden soll. Als ich dann schwanger wurde war mir klar, ich will ihn aufrüsten und keinen anderen Wagen.
Trotzdem hatten mein Freund und ich einige Bedingungen, die Räder sollten austauschbar, die Bremse voll funktionsfähig und alles waschbar sein. Es zeigte sich wieder mal, dass Qualität zwar seinen Preis hat, dies jedoch eine gute Investition ist. Und dafür bin ich meinen Eltern sehr dankbar. 🙂

Im Sommer fand zusammen mit meinem Vater eine ordentliche Inspektion statt mit dem Ergebnis: eine “Restaurierung” ist möglich! Er hat ziemlich viel geholfen und sein handwerkliches Geschick war wieder mal ein Segen.

Lest selber, wie aus alt langsam (fast wieder) neu wurde und sagt mir, wie ihr das Ergebnis findet.
Wäre ein gebrauchter Kinderwagen etwas für euch?

Bei ebay fand ich genau passende Ersatzräder, ein wahrer Glücksgriff! Noch erfreulicher war, dass es sich bei den verrosteten Stellen bloß um Flugrost (ich glaube das ist die richtige Bezeichnung) handelte und leicht abzuschmiergeln war. Also wurde kräftig geschrubbt und geschmiergelt und das Gestell begann wieder einwandfrei zu glänzen.

Etwas mehr Arbeit machten die Bezüge, besonders hartnäckig war das Verdeck, dass mit Nieten verbunden war. Doch wir haben alles abgezogen, erst gelüftet, dann gewaschen. Der Wagen ist auch als Karre (in 2 Richtungen) nutzbar und so habe ich die Schaumstoffpolsterung erneuert, damit der Sitz wieder schön gepolstert ist.

Leider musste ich bei einigen Teilen Nähte auftrennen. Da ich es ordentlich und vorallem fest vernäht haben wollte, habe ich diese Teile zu einer Schneiderin gebracht. Ich kenne sie schon länger, da sie wirklich gute Arbeit macht und sie war besonders erfreut bei diesem speziellen Projekt dabei sein zu können. 🙂
Am Ende wurde wieder alles zusammen gesetzt und aus meinem alten Kinderwagen wurde unsere neue Familienkutsche.

Jetzt stellte sich nur noch die klitzekleine Frage, wie kommt der Kinderwagen von Deutschland nach Finnland??

Der Transport nach Finnland schien das größte Hinderniss dieses Projektes zu sein. Ich rief zuerst bei der Fluggesellschaft an und mir wurde gesagt, dass ein Kinderwagen nur mit anwesendem Kind umsonst transportiert werden kann. Es half nicht zu erwähnen, dass das Baby ja theoretisch dabei ist.

Ich entschloss mich nach einigen Tage erneut anzurufen. Sagt man ja, dass ein anderer Mitarbeiter eine andere Information gibt. Ich wurde gefragt, wann das Kind kommt. “Im Dezember, bloß fliegen wir nächste Woche.” (Es war Ende Juli.) Es schien wir mussten den Kinderwagen extra aufgeben und dies natürlich bezahlen. Ich rief noch bei sämtlichen Versanddiensten an. Doch da stellte sich das Problem, wie einen Kinderwagen “postsicher” verpacken? Am besten in einen viereckigen Kanton… Wir entschlossen uns den Kinderwagen einfach mit zum Flughafen zu nehmen und zu schauen was passiert.

Ich habe ihn noch extra “schön” verpackt, was mir von allen heiteres Gelächter einbrachte. Ich hätte lieber einen Seesack o.ä. gewählt, am Ende passten nur 2 blaue Müllsäcke. Es schien als schieben wir einen kleine Sarg durch die Gegend, was durch meine Verklebung in Kreuzform nur noch unterstrichen wurde… Uuuups!
Wir sind mit der S-Bahn zum Flughafen gefahren und das war wohl eines der lustigsten und peinlichsten Reisen meines Lebens. 😀 In Helsinki angekommen kam zeitgleich eine Maschine aus Japan an, deren Fluggäste schauten alle ziemlich schockiert auf unseren “Sarg auf Rädern”. Mittlerweile waren wir ziemlich locker und geübt darin einfach so zu tun, als hätten wir das normalste Gefährt der Welt dabei.

Der Kinderwagen ging übrigens kostenfrei als Sperrgepäck mit, Jackpot! Unser Flugzeug hatte Verspätung und ich hatte das Gefühl, dem Herrn an der Abfertigung war dies unangenehm und er wollte uns einfach nur schnell wieder los werden!

So schaut das fertige Ergebnis aus, mit neuem Netz und Regenschutz, in der kleine schwarzen Tasche unter dem Netz. Die Matratze ist natülich auch neu. Leider ist beim Waschen der Bezug eingelaufen. Das wird sich bestimmt noch auslegen, wenn erstmal das Babylein drauf liegt und es sich drauf gemütlich macht.

Letzte Woche hatten wir schon eine kleine Testerin im Kinderwagen. Wir hatten Freunde zu Besuch und die Kleine wurde müde, da wurde sie kurzerhand in die Schale gelegt und schlief ziemlich schnell ein. Die Eltern waren ganz begeistert und ich habe schon angeboten den Wagen für Nr.2 zu verleihen. 🙂

Es ist echt irre was es alles nachzubestellen gibt, wenn man nur etwas im Internet sucht. Ich bekam sogar die original Sticker für den Griff nachbestellt!

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Vorbereitungen und Schrankorganisation

Heute sind es nur noch 60 Tage bis zum errechneten Termin und hoffentlich kein Tag länger. 😉 Gerne auch 1-2 Tage früher, wir warden sehen wo wir Weihnachten verbringen…
Der Countdown ist jedenfalls eingeläutet was vorallem heißt, dass wir uns ranhalten müssen mit den Vorbereitungen. Glücklicherweise haben wir mehr oder weniger alles beisammen. Es fehlen zwar einige Kleinigkeiten, doch die werden diese nach und nach nebenbei besorgt. Wichtig ist, dass all die großen Sachen, wie Bett, Wickeltisch und Kinderwagen schon lange angeschafft sind.

Samstag waren wir in einem Kinder Secondhandladen, ich hatte mich lange auf den Besuch gefreut. Als wir ankamen wollte ich fast wieder umdrehen, es schien als hatte die halbe Stadt die Idee dort einkaufen zu gehen. Deshalb war das Einkaufsvergnügen nicht sehr hoch, aber wir haben einiges gefunden und sind jetzt was Kleidung angeht gut ausgestattet. Umso mehr kann ich mich an die Kinderzimmergestaltung machen und vorallem meine Häkelliste abarbeiten.

Der größte Teil der Vorbereitungen bestand (besteht!) wohl aus Waschen. Und irgendwie es kommt immer Neues dazu… Eine Freundin meinte zu mir: “Mit Baby ist jeden Tag Waschtag.” So ist das natürlich eine gute Übung!

Ich habe begonnen den Schrank einzuräumen, da wurde es gleich viel realer, dass wir bald einen neuen Mitbewohner haben. 🙂 Ich habe es gerne ordentlich und damit das Einsortieren einfacher geht habe ich alles nach Größen markiert. Durch meine Zeit in der Vorschule geht es schwer ohne Bastelei und es kamen noch ein paar Tierchen hinzu. 😉

Im gleichen Einkaufszentrum wieder Secondhandladen war auch ein Babymarkt wo wir einen Badeeimer gekauft haben. Ich finde das ist die bessere Wahl, nicht nur weil eine große Wanne mehr Platz wegnehmen würde. Sondern vor allem weil sich Babys in einem kleinen Eimer sicherer und nicht so verloren fühlen. Später kann man den Eimer dann ja gut zum Putzen nehmen. 😉
Die Klamotten in dem Eimer haben wir im Seconhandladen ergattert. 🙂

Solche Karten habe ich schon öfters gesehen und als ich sie im Babymarkt an der Kasse entdeckte mussten sie sofort mit. Auf den Karten stehen verschiedene Meilensteine wie “heute habe ich das erste Mal gelächelt” (2. Karte v.r) oder Altersangaben wie “heute bin ich 2 Wochen alt” (2. Karte von links). Die Karten gehen bis zum 1. Geburtstag. Ich finde sie eine tolle Idee und eine schöne Erinnerung später Fotos mit dem Baby und einer entsprechenden Karte zu haben. Ich stelle es mir gut vor, die gesammelten Bilder als Fotobuch machen zu lassen und zum Beispiel an Großeltern zu verschenken und dem Kind später zu einem “höheren” Geburtstag zu schenken.

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Weihnachtsgeschenkeplanung, dieses Jahr endlich mal pünktlich!?!

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Alle Jahre wieder kommt Weihnachten viel schneller als erwartet. Obwohl es gut 52 Wochen Vorbereitungszeit für die Geschenke gibt, artet es immer wieder in Stress aus. (Zumindest für mich.) Jedes Jahr plane ich aufs Neue früh mit der Besorgung der Geschenke zu beginnen. Und jedes Jahr haut es nicht wirklich hin… Doch dieses Jahr MUSS alles anders werden, denn wir verbringen Weihnachten eventuell im Kreissaal, sind kurz davor oder,(hoffentlich) schon wieder mit unserem kleinen “Weihnachtsgeschenk” zu Hause. Die letzten Wochen vor Weihnachten will ich dieses Jahr auf jeden Fall nicht mit Gedanken an Geschenkeeinkäufe verbringen, sondern mit absolut fauler Gammelei auf dem Sofa! (Ein frühes Weihachtsgeschenk an mich sozusagen.)

Aus diesem Grund habe ich schon mit der Planung begonnen (absoluter Rekord!) und hoffe die Geschenke für meine deutschen Verwandten und Freunde Ende November abschicken zu können. Natürlich mit großer Warnung, dass diese erst an Heiligabend geöffnet werden sollen. 😉

Um es dieses Jahr etwas einfacher und vor allem schneller zu gestalten, habe ich mir ein paar Sachen überlegt, die alle bekommen. Natürlich auf den jeweiligen Geschmack des Beschenkten abgestimmt. Das wären einmal Häkeleien und Fotogeschenke.

Ich habe uns selber neue Topflappen gehäkelt (nach dieser Anleitung von Butzelkuh) und sie sind ziemlich einfach und schnell anzufertigen. Und was mir besonders gefällt, dass die Farben einfach zu varieren sind. Mein Freund hatte Angst, dass sie zu dünn sind, da habe ich noch etwas Stoff zur Sicherheit hinten dran genäht.

Geplant sind des Weiteren Blumenbroschen mit Leuchtgarn, die gerade im Winter toll sind um im Straßenverkehr gesehen zu werden. Im Frühjahr habe ich mir schon ein reflektierendes Beilaufgarn gekauft und jetzt wenn es dunkler wird soll es endlich zum Einsatz kommen!

Eine andere “Geschenkkategorie” werden Fotogeschenke sein, die finde ich immer wieder schön und ein persönliches Geschenk. Zudem sind sie bequem von zu Hause zubestellen und die Bastelei wird von einem Fotodienst erledigt. Ich schenke traditionell immer einen Familienplaner mit Fotos des letzten Jahres an meine Familie in Deutschland. Dieses Jahr werde ich wohl bei “CEWE” bestellen. So kann ich die Geschenke problemlos direkt an die deutschen Adressen senden lassen und muss mir um den Versand keine Gedanken machen. Auf der “CEWE Seite” kann man praktisch eine Bestellsoftware runterladen. Dann muss man nicht erst Bilder auf deren Server hochladen, sondern hat einen schnellen Zugriff auf die Bilder auf dem PC.
Was für mich besonders praktisch ist, dass die Software die Bestellungen speichert, das heißt ich kann immer wieder an den Geschenken arbeiten und muss nicht eine Bestellung auf einmal fertig machen.

Mein Freund hat schon angemeldet, dass er sich eine Brotdose mit dem Foto unseres Kindes wünscht. Aber auf dieses Geschenk muss er wohl noch bis Weihnachten 2015 warten! 😉

Was ist eure Weihnachtsgeschenkestrategie für dieses Jahr oder habt ihr jedes Jahr einen gleichen, funktionierenden Plan oder das immer gleiche Chaos?

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Self-made cardigan

Mein erstes selbst gehäkeltes Kleidungsstück! Ich muss zugeben, bis vor ein paar Monaten war mir gar nicht bewusst was man alles häkeln kann. Meine Vorstellungskraft ging nie über Topflappen hinaus. Die gleiche Strickjacke hat eine aus meiner “Häkel-Strickgruppe” (wir sind alles junge Frauen & es ist kein Omi-Treff 😉 für sich gemacht und da sie versicherte die Anleitung sei einfach wollte ich es einfach mal testen. Zu Beginn bestand die größte Herausforderung für mich daraus, dass die Anleitung auf Englisch war. Ich musste erstmal die verschiedenen Techniken übersetzen. 😉 Ein Stäbchen ist nicht bloß “stick”, sondern “double crochet”. So habe ich nebenbei noch einige neue Vokabeln gelernt.


Das Jäckchen besteht eigentlich nur aus halben Stäbchen. Am Anfang musste ich einige Reihen wiederholen, da ich mich verzählt habe. Aber schon ab der fünften Reihe bleibt es bis zum Ende bei der gleichen Anweisung für die Reihen. Wirklich idiotensicher! Je nach Wunsch kann man die Ärmel und die Länge der Jacke noch varieren. Ich habe die Ärmel so gelassen, da ich eine Strickjacke mit kurzen Armen mal etwas interessanter fand.
Für den Sommer ist Wolle leider zu warm, aber für den Übergang (der sich in Finnland wohl noch etwas hinzieht) ist es praktisch.
Wie findet ihr die Jacke? Habt ihr selbstgemachte (genähte, gehäkelte oder gestrickte) Kleidung oder ist das eher etwas für Omis? 😉

Die Anleitung ist von der Seite www.ravelry.com, die sehr zu empfehlen ist. Dort gibt es alle erdenklichen Anleitungen zum Häkeln und Stricken, viele (wie das Jäckchen) sind umsonst.&nbsp
Hier geht es zur Anleitung!

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DIY: last minute Weihnachtsbaumdeko

Einen Tag vor Weihnachten gibt es noch schnell eine last minute Weihnachtsbaumdeko, selbst gebastelte Herzkörbchen. Diese eignen sich auch toll als Verpackung für Kekse oder ein kleines Geschenk. Ich habe die Idee aus einem Buch über Weihnachtstraditionen aus verschiedenen Ländern, diese Körbchen stammen aus Schweden.

Ich kannte diese Bastelei vorher noch nicht. Ich habe das Buch auf der Arbeit gefunden und mit den Kindern gebastelt. Wir haben auch Kekse gebacken und am Ende konnten alle Kekse im eigenen Körbchen mitnehmen. Die Fotos sind auf der Arbeit mit Handy entstanden, deshalb die Qualität und der Weihnachtsbaum, zu Hause haben wir nämlich keinen. 🙂

Wie schmückt ihr euren Weihnachtsbaum, seid ihr schon fertig oder habt ihr gar keinen?

Nun aber zur Anleitung, im Erklären bin ich ieher schlecht, das wurde auch nicht besser als ich die Körbchen zum 21. Mal gebastelt habe.

Hier ein Erklärungsversuch:

Man braucht Papier in zwei Farben, weiß und rot ist natürlich nur eine Idee. Dann schneidet man zwei Streifen in 24 cm Länge und 9 cm Breite aus, an den Enden sind die Streifen abgerundet. Die Streifen werden in der Mitte gefaltet und dann schneidet man sie auf der geschlossenen Seite ein. Ich habe zur Orientierung zwei lange Striche (13 cm) in 4 cm Abstand gezogen. Die schneidet man ein und dann beginnt man die kleinen Streifen in einander zu “flechten”. Ich bin immer mit einem Streifen die ganze Reihe durchgegangen.

Erste Reihe: roter Streifen in den weißen, das weiß außen sichtbar ist, dann der weiße Streifen in den roten Streifen fädeln, dann wieder der rote Streifen in den weißen. Die nächste Reihe anders herum, erst den weißen Streifen in den roten Streifen, dann den roten in den weißen und so weiter. Die letzte Reihe wieder wie die erste Reihe. Zum Schluss noch eine Schlaufe zum Aufhängen dran kleben.
Vielleicht hilft das zweite Bild besser, als meine Erklärung! 😀