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Finnischer Freitag: Bücher über Finnland I

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Schon länger habe ich geplant eine kleine Reihe zu Büchern über Finnland und von finnischen Autoren zu beginnen. Und nun geht´s los! Vor einiger Zeit hatte ich übrigens schon einen Krimi von Matti Joensuu vorgestellt.

Starten möchte ich mit zwei Büchern von Roman Schatz, der Ende der 1980er Jahre nach Helsinki kam. In Berlin verliebte er sich in eine Finnin und folgte ihr in den hohen Norden und wohnt bis heute in Helsinki. Er ist wahrscheinlich in Finnland bekannter als in Deutschland und zudem noch sehr beliebt. Er schreibt Deutschlehrbücher, arbeitete für das Fernsehen, Radio und schreibt Bücher über Finnland und das Leben als Deutscher hier. Was ich an seinen Büchern wirklich schätze ist die Authenzität, ich finde vieles aus meinem eigenen Alltag wieder und man merkt, dass Schatz weiß wovon er schreibt!

“From Finland with love”
Das Buch ist zweisprachig, einmal auf Englisch, nach dem Wenden kann bzw. könnte 😉 man es auf Finnisch lesen. Es ist in kleine Kolumnen zu verschiedenen Themen unterteilt, wie zum Beispiel “der finnische Winter” oder “Trinken mit Finnen”. Die Kapitel sind mit lustigen und passenden Bildern illustriert und am Ende gibt es noch zehn wichtige Ratschläge für das Leben in Finnland. Ein wirklich unterhaltsames Buch, das einem viele Eigenarten der Finnen näherbringt.

“Gebrauchsanweisung für Finnland”
Dieses Buch ist wie das erste nicht minder lustig, Roman Schatz hat, meiner Meinung nach einen sehr feinen und angenehmen Humor. Und oft habe ich gedacht: “wie er mir doch aus der Seele spricht”.

Zudem ist diese “Gebrauchsanweisung” echt informativ, kein Thema wird ausgelassen, so lernt man etwas über die finnische Geschichte, die Sprache und natürlich auch das gängige Thema Sauna wird beleuchtet. (Ginge glaub ich gar nicht ohne…) Aber auch Kurioses wie die (bis jetzt) einzige finnische Miss Universum von 1952 wird nicht ausgelassen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, es ist ein Pluspunkt dieses Ergeignis (und andere der finnischen Geschichte) zu kennen. Finnen freuen sich, wenn man Interesse zeigt und etwas über sie und ihre Geschichte weiß.
Dieses Buch empfehle ich uneingeschränkt allen, die sich für Finnland interessieren und allen, die vielleicht erst beginnen möchten sich zu interessieren. Wer vorher nichts über Finnland wusste, wird nach diesem Buch um einiges schlauer sein!

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[gelesen] Charlotte Roche “Schoßgebete”

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So, gestern habe ich “Schoßgebete” von Charlotte Roche beendet und seitdem überlege ich die ganze Zeit wie ich dieses Buch beurteilen würde. Bis jetzt habe ich noch keine konkrete Vorstellung davon wie ich dieses Buch bewerten würde…
Charlotte Roche war sozusagen die Heldin meiner Jugend und da war es klar, dass ich mir nach “Feuchtgebiete” auch ihr zweites Buch kaufe.

“Schoßgebiete” habe ich sehr schnell gelesen und es hat mich anders als ihr erstes Buch nicht so schockiert oder angeekelt. Viele Stellen fand ich eher beängstigend und bedrückend. An vielen Stellen habe ich mich gefragt wie viel Charlotte Roche denn nun wirklich in der Hauptperson Elizabeth stecken mag. Und ehrlich gesagt, habe ich beim skeptischen Kopfschütteln gehofft, dass das Buch nur ihre Phantasie und nicht ihre realen Gedanken widerspiegelt.

Wie gesagt, irgendwie kann ich keine klare Meinung zu dem Buch formulieren, deshalb klingt das hier eventuell etwas verwirrend und nichts sagend… Trotzdem würde ich jedem Charlotte Roche Begeisterten (& den anderen auch) ans Herz legen “Schoßgebete” zu lesen.

Habt ihr das Buch schon gelesen oder es noch vor? Oder…?

Der Priester des Bösen von Matti Y. Joensuu

Heute einmal ein Buchtipp und zwar zu dem Krimi “Harjunpää ja pahan pappi” (= Harjunpää und der Priester des Bösen) des Autors Matti Y. Joensuu. Ich muss gestehen ich habe bis letztes Jahr von dem Schriftsteller nie etwas gehört. Dann kam im Herbst aber der Film zum Buch in die Kinos, dazu aber später mehr. Zu dem Anlass erzählte mir mein Freund auch, dass Joensuu sein alter Nachbar sei und so war ich noch gespannter was der wohl für Geschichten schreibt.

Da ich aber weiß, dass es eigentlich immer besser ist erst das Buch zu lesen und dann den Film zu gucken, habe ich mich auf den Weg in die Bücherei gemacht. Glücklicherweise habe ich gleich die englische Version (“the priest of evil”) gefunden. Das Buch (& einige andere von Joensuu) gibt es auch auf deutsch und heißt in der deutschen Version “das Taubenritual”.

In dem Buch geht es um den sympathischen Polizisten Timo Harjunpää der in einem besonders grausigen Mordfall ermittelt. Der Mörder schubst seine Opfer vor die Helsinkier Metro und das am hellichten Tag, wenn die Bahnsteige voll mit Menschen sind. Nachdem ich das Buch gelesen habe, hat es einige Zeit gedauert bis ich bedenkenlos am Metrobahnsteig stand, besonders gruselig war es an denen im Buch beschriebenen Stationen.
Zu Beginn ist das Buch teilweise etwas verwirrend, weil verschiedene Handlungsstränge beschrieben werden, aber wie ich finde kann man sich gut in die Geschichte einlesen und das Buch ist wirklich packend und empfehlenswert.

2010 wurde, wie schon erwähnt das Buch verfilmt, den Film habe ich letzte Woche nun endlich gesehen. Wie meistens ist das Buch besser als der Film. Wobei ich vielleicht eher sagen würde, der Film ist anders, nicht schlechter. Ich war auf keinen Fall enttäuscht, was vielleicht auch an den tollen Darstellern lag. Harjunpää wird im Film von Peter Franzén gespielt, ein toller Schauspieler und meiner Meinung nach die perfekte Besetzung.

Leider gibt es den Film (wieder mal) nur auf Finnisch, vielleicht kommt die internationale Version ja noch… Deshalb bleibt es “nur” beim Buchtipp.
Ich für meinen Teil will unbedingt noch andere der Harjunpää Geschichten lesen und hoffe auf einen weiteren Film.

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Gros bisous de Strasbourg!

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Viele Grüße aus Strasbourg! Ich habe Wlan auf meinem Zimmer und nutze die Chance um euch ein paar Eindrücke zu präsentieren. Gestern war als Shoppingtag reserviert. Morgens habe ich erst einmal meine linke Kontaktlinse in den Ausguss gekippt, mit einer Linse oder wahlweise Brille überlebt es sich aber auch ganz gut.

Vormittags war ziemlich erfolglos, ich bin durch die Läden gestreift und mir hat einfach nichts gefallen. Nach einem Mittagsschläfchen und einem Elektroschock, (ich wollte mein Netbook aufladen und war auf einmal zu sehr am Stecker oder in der Steckdose) ging es in die zweite Shoppinrunde. Dieses Mal wurde ich fündig! Bei Benetton habe ich DIE Tasche entdeckt, eine kleine/re Schwarze. Ich wollte schon lange eine zum Weggehen, die zu allem passt und nun ist sie gefunden.

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Bei Zara Home hätte ich glatt den Laden leer kaufen können. Doch da ich bald Gepäckprobleme bekomme, blieb es bei einer Kerze und Handcreme. Ich zeige meine Ausbeute gerne noch mal, wenn ich zurück bin.

Später brauchte ich dringend eine Erfrischung, denn es war brütend heiß. Und so habe ich auch etwas in meiner Urlaubslektüre gelesen. Ich liebe Tommy Jaud´s Bücher, allerdings ist es gefährlich seine Bücher in der Öffentlichkeit zu lesen, zumindest für mich, oft lache ich unkontrolliert los. 😉

Gleiche schaue ich noch etwas Fussball und dann geht´s ins Bett. Morgen will ich wieder pünktlich 7:30 walken gehen. Die Franzosen sind wohl eher die Jogger und schauen mich mitleidig an… Dabei ist Walken viel cooler und gesünder dazu. 😉

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