3 Comments

Babys Bestsellerliste 2015

Werbung, da Marken erkennbar

Ein kleiner Einblick in unsere eigene Bestsellerliste der letzten Monate. Es hat sich langsam gut heraus kristallisiert welche As Lieblingsbücher sind. Natürlich schwankt das immer wieder, doch diese hier sind die Bücher, die wirklich schon lange ganz oben auf seiner (& auch unserer!) Beliebtheitsskala stehen.

Wir haben im Frühjahr, als A. gut drei Monate alt war begonnen mit ihm Bücher anzuschauen. Da schien er langsam interessierter an seiner Umwelt und es wurde eine gute Beschäftigung für uns alle. Sonst war mit einem unmobilen Baby zu dem Zeitpunkt nicht so viel anzufangen und es sollte uns allen ja nicht langweilig sein. 😉
Inwiefern er damals schon einordnen konnte was da eigentlich passiert, bzw. den Bildern wirklich folgen konnte sei dahin gestellt. Das ist ja auch egal, es schien ihn jedenfalls zu interessieren und Spaß zu machen, was die Hauptsache ist! Zudem fördert frühes Vorlesen die Bildung eines guten und großen Vokabulars!

Zu Hause in Hannover haben wir einen tollen Kinderbuchladen in der Nähe, bei dem kaufen wir gerne ein, wenn wir zu Besuch sind. Ansonsten ist die Oma dort Stammgast. 😉 Deshalb hat sich bei uns eine ordentliche “Kinderbücherei” angesammelt. Die meisten Werke sind allerdings auf Deutsch, die finnische Abteilung wird hoffentlich zu Weihnachten etwas aufgestockt. Ansonsten ist es für J. eine gelungene Übung die Bücher zu übersetzen, so hat er einen kleinen Deutschkurs dabei. Die Erweiterung des Vokabulars ist eben nicht nur für die Kleinsten ein netter Nebeneffekt.

Hier unsere Auswahl der Bücherlieblinge. Das sind wirklich alles Bücher an denen wir Erwachsene genauso einen Spaß haben. Manchmal definitiv ein bisschen mehr als A. selber.

Vielleicht ist ja eine Idee für die Weihnachtswunschliste dabei.:)

Ich bin ein riesiger Fan der Reihe der lustigen Schiebebücher illustriert von Nathalie Choux. Es gibt viel zu entdecken und die Schiebeeffekte sind toll und vor allem witzig. Ich nehme so ein Buch gerne mit in die S-Bahn, wenn es A. dort langweilig wird bieten diese Bücher eine gute Abwechslung. Und neidische Blicke der mitreisenden Kinder. 😉
Das “Haustiere” Buch ist ein Weihnachtsgeschenk und das Weihnachtsbuch wird nach Heiligabend erstmal knapp 11 Monate in der Weihnachtskiste verschwinden.

Auf dem Bild oben ist A. fleißig dabei den kleinen Jungen in dem “Garten” Buch schaukeln zu lassen. Offiziell sind die Bücher erst ab 18 Monate. Ihr könnt euch unsere Freude und Stolz vorstellen, als er schon im Sommer begonnen hat die Schiebeeffekte zu entdecken. “Er ist hochbegabt!” “Wir müssen ihn wohl mit 2 einschulen lassen!” “Bald beginnt er zu lesen!” Nur eine Auswahl unserer Kommentare. 😉

Das “Kuckuck Buch” (auf dem nächsten Bild aufegklappt) ist einfach nur super! Es gibt verschiedene Tiere deren Pfoten, Tatzen oder Flügel aufgeklappt werden können und am Ende einen Spiegel, dass sich das Kind selber sehen kann. Wir haben es As finnischem besten Freund zum 1. Geburtstag geschenkt und er war beim ersten Angucken “on fire”, wie uns berichtet wurde. 🙂

Das “Raupe Nimmersatt Buch” ist schön bunt, wie man es von Eric Carles Werken kennt und es war das erste Buch, dass A. sich immer wieder selber genommen und angeguckt hat.

Diese beiden Bücher mag A. auch gerne, sie sind aber wohl bei uns Eltern ein kleines bisschen beliebter.
Ich habe gemerkt, dass es A. gefällt die verschieden Tiere, die die kleine Eule trösten kommen, sowie Tiger und Bär immer mit den selben Stimmen zu lesen. An der Seite hat das Janosch Buch lustige Soundeffekte, die man passend zur Geschichte drücken muss. Klappt bei A. noch nicht, eventuell warten wir mit der Einschulung.

Fun Facts am Rande zum Janosch Buch:
Es ist mein Ziel für 2015 das Buch(3 Seiten) auswendig zu können. 😉
Es war ein Geschenk meiner Oma, weil ich in der 2. Klasse den kleinen Bären im Theaterstück “Komm wir finden einen Schatz” gespielt habe.

Finnischer Freitag: “Kanada kann mich mal”

Werbung, da Marken erkennbar

Es ist eine Weile her, als ich meinen letzten Beitrag unter der Rubrik “finnischer Freitag” veröffentlicht habe. Heute ist es endlich mal wieder soweit! Es gibt eine, ähm Buchvorstellung, warum es keine Empfehlung ist, klärt sich am Ende… 😉

Es geht um die Fortsetzung “Kanadas kann mich mal” des Buches “Finnen von Sinnen”, das ich vor über 3 Jahren (wie die Zeit vergeht!) schon vorgestellt habe. Ganz alleine habe ich damals meine Meinung nicht abgegeben, ich hatte Unterstützung von Katharina und ihre Meinung verlinkt. Ihr Beitrag ist leider nicht mehr online. Jedenfalls waren wir uns beide ziemlich einig wie wir das Buch fanden, irgendwie nicht sooo berauschend. Beim Lesen hat es einfach nicht gefunkt.
Hier geht es zu meinem damaligen Beitrag, wo ich noch einmal mehr zu dem ersten Teil schreibe.

In dem ersten Buch beschreibt Wolfram Eilenberger wie es ist als deutscher Mann mit einer Finnin in Finnland zu leben. Leider war der Inhalt nicht so lustig wie es Titel und Buchrückseite versprachen, schade!

Nun ist 2012 eine Fortsetzung erschienen mit dem klangvollen Namen “Kanada kann mich mal”. Wieder so ein prägnanter Titel, der ein lustiges Lesevergnügen erhoffen lässt.
Mittlerweile haben Zwillinge die Familie vergrößert und alle leben (nach Stationen in Berlin und den USA) gemeinsam in Kanada. Auch, wenn mir das erste Buch nicht ganz gefiel, wollte ich der Vollständigkeit halber und natürlich aus Neugierde das Buch lesen. Ich wollte wissen wie es der kunterbunten Familie weiter ergeht, besonders in einem für alle fremden Land.

Wie kurz erwähnt die Familie wohnte vor dem Kanadaaufenthalt in den USA und ich fand es oft verwirrend und wusste nicht wo sie sich eine Handlung abspielt. Der Autor ist öfters zwischen den Wohnstationen hin und her gesprungen und ich war etwas desorientiert. Wie im ersten Buch ist der (Humor)funke wieder nicht übergesprungen. Das Buch war einfach und flüßig zu lesen, eine nett, seichte Bettlektüre. Doch hat es leider nicht meine Erwartungen getroffen, mich so richtig beim Lesen amüsieren zu können.
Trotzdem ist es unterhaltsam gewesen Einblicke in kanadische Eigenheiten zur Kindererziehung und vorallem Unterschiede zu Finnland aufgezeigt zu bekommen. Das Klischee der ängstlichen Nordamerikaner scheint zu stimmen… 😉

Eine finnische Freundin hat beide Bücher in meinem Regal entdeckt und erzählte, sie habe das Zweite auch zu Hause. Mittlerweile wurden nämlich beide Bücher ins Finnische übersetzt. Ihr Mann stammt aus Kanada, so sprach sie der Titel und das Thema natürlich besonders an. Doch wie bei dem ersten Buch hörte ich wieder von anderer Stelle ähnliche Kommentare, dass das Buch irgendwie enttäuschte und mehr Unterhaltung erwartet wurde.

Wenn ich mir jetzt den Text zu der Fortsetzung so abschliessend durchlese und wieder an das erste Buch denke, stelle ich fest, dass dies hier irgendwie eher einer Buchentfehlung als einer Empfehlung gleicht…
Wer das erste Buch kennt, den mag das zweite definitiv interesserien. Sonst würde ich nicht unbedingt dazu raten, dieses Buch auf die Wunschliste für Weihnachten zu schreiben. 😉

2 Comments

“Orange is the new black” (Buch & Serie)

Werbung, da Marken erkennbar

Ich weiß nicht ob der Hype um die Netflix Serie “Orange is the new black” Deutschland schon erreicht hat. Immerhin gibt es dort (noch) kein Netflix. Ich glaube jedoch die Serie läuft auf einem anderen Online Streaming Dienst. In der letzen Woche kam jedenfalls die 2. Staffel online, nun sehe ich überall Werbung, auch im Freundeskreis ist es DAS Thema. Leider haben wir nur noch 4 ungesehene Folgen, doch nächstes Jahr geht’s in die 3. Runde.

Die Serie handelt von einer Amerikanerin in einem Frauengefängnis und beruht auf ihre wahre Geschichte. Die Serie ist inspiriert von Piper Kermans Autobiographie mit dem gleichen Titel. Um das Buch soll es auch hauptsächlich gehen. Nicht, weil das Buch besser ist. Die Serie ist grandios, ein Buch ist einfach immer anders und dieses unbedingt lesenswert. Habt ihr von der Serie oder dem Buch schon etwas gehört? Wenn nicht, vielleicht seid ihr ja jetzt interessiert… 🙂

Das Buch habe ich zufällig entdeckt, da mir die erste Staffel schon sehr gefiel wollte ich gerne die wahre Geschichte ohne zusätzliches TV-Drama drumherum erfahren.
Piper Kerman ist in jungen Jahren einer Frau, die Mitglied eines Drogenrings war gefolgt und reiste eine Zeit mit ihr. Sie beteiligte sich nicht wirklich an den Drogengeschäften. Jahre später kommt sie doch noch für diese verhängnisvolle Affäre für 15 Monate in ein Frauengefängnis. Pipers persönlicher Hintergrund mit einem geregelten Job und ihrem Leben mit dem wunderbar unterstützenden Verlobten schaut so anders aus, als dass der anderen Insassissen auf die sie trifft. Die Unterstützung die Piper von ihrer Familie und Freunden empfängt ist immens. Andere Frauen scheinen regelrecht vergessen von der Außenwelt.

Es dauert eine Weile bis sich Piper im Gefängnis zurecht findet, empfängt jedoch sofort eine große Hilfsbereitschaft von Seiten der anderen Frauen. Diesen Zusammenhalt der Frauen und wie sie sich gegenseitig zur Seite stehen und versuchen etwas Normalität und Geborgenheit in den tristen Gefängnisalltag zu bringen, emfand ich besonders berührend. Es war gut zu lesen, dass sich die Frauen nicht unterkriegen lassen und zusammenhalten und Wege finden sich das Leben zu versüßen. Zum Beispiel mit Käsekuchen in der Mikrowelle zubereitet.

Bedrückend fand ich die Willkür der Wärter und generell die Macht, die sie über die Frauen haben und diese immer wieder zeigen.
Auf dem Klappentext des Buches stand, dass das beeindruckende an diesem Buch sei, dass jede von uns Piper sein könnte. Hand aufs Herz wir alle haben Jugendsünden begannen, vielleicht nicht in diesem kriminellen Ausmaß und irgendwie stimmt es. Allein der Gedanke daran 24 Stunden eingeschlossen und bewacht von Menschen zu sein, die mich als zweite Wahl ansehen macht mir Panik.
Weltweit hat Amerika prozentual gesehen die meisten Menschen in Gefängnissen, am Ende des Buches geht es noch etwas um die (bedenklichen) Verhältnisse in amerikanischen Gefängnissen.

Noch ein paar Worte zur Serie, wer die Möglichkeit hat, angucken lohnt sich wirklich!
Die Serie ist qualitativ wirklich 1A, tolle und vorallem beeindruckende Schauspieler und mit knapp 55 Minuten länger als gewöhnliche Episoden einer Serie. Die Geschichten der Insassinnen sind sehr bewegend dargestellt und es ist interessant zu sehen, wie aus einer “normalen” Frau eine Kriminelle werden konnte. Einige der Charaktere sind vom Buch inspiriert, aber im Buch geht es nicht so viel um die anderen Frauen, da Piper Kerman ihre Persönlichkeitsrechte wahren wollte. Deshalb ist das meiste der Serie fiktiv, genau wie die TV Piper ist anders und meiner Meinung nach keine so große Sympathieträgerin wie die wahre Piper.

1 Comment

Finnischer Freitag: entfernte Verwandte

Werbung, da Marken erkennbar

Vor einigen Wochen war in Helsinki Buchmesse, die ich auch besucht habe. (Hier mehr dazu.) Ich war doch sehr überrascht, dass so viele finnische Bücher ins Deutsche übersetzt werden. Als ich wieder mal in der Bücherei im “deutschen Regal” stöberte viel mir das Buch “entfernte Verwandte” von Matti Rönkä in die Hände.

In dem Buch geht es um den Bauunternehmer Viktor Kärppä und seine mal mehr mal weniger legalen Geschäfte und Kontakte zur russischen Unterwelt. Unerwartet trifft eine entfernte Verwandte aus Russland ein. Sie betet Viktor ihren Mann zu suchen, der zum Arbeiten nach Finnland kam und verschwunden ist. Kärppä verspricht sich der Sache anzunehmen…
Die Hauptfigur ist trotz eigener kriminellen Machenschaften und Undurchsichtigkeit kein Unsympath. So ist er auch ein liebender Familienvater. Es muss eben nicht immer ein ehrenwerter Polizist die Hauptrolle übernehmen. Es ist spannend zu lesen wie er sich zwischen Polizeikontakten und der russichen Botschaft bewegt, immer auf sein eigenes Wohlbefinden bedacht.

Viktor Kärppä stammt ursprünglich aus Russland, ist aber als Heimkehrer (ähnlich wie die “Russland-Deutschen”) ins Land gekommen, da er finnische Ahnen hatte. Das Buch entstammt einer Reihe, das erste Buch “der Grenzgänger” erschien schon 2002. “Entfernte Verwandte” ließ sich jedoch auch ohne “Vorwissen” gut lesen und verstehen. Nun hat es meine Neugierde gepackt herauszufinden, wie es mit Viktor Kärppä begann und was er vor seiner Ankunft in Finnland gemacht hat. Im Buch gibt es immer wieder kurze Einblicke in seine Vergangenheit in Russland und dem Gebiet Ingermanland.

Der Autor, Matti Rönkä ist übrigens hauptberuflich Nachrichtensprecher und Journalist beim staatlichen Fernsehsender YLE. Seit einigen Jahren ist er nebenbei erfolgreicher Krimiautor. 2008 hat er mit dem Buch “der Grenzgänger” den 3. Platz des deutschen Krimipreises in der Kategorie international belegt.

1 Comment

Finnischer Freitag: das amerikanische Mädchen

Werbung, da Marken erkennbar

Ich will von Beginn ehrlich sein, dieses Buch zu lesen war für mich ein K(r)ampf. Trotzdem will ich darüber schreiben, vielleicht deshalb, weil ich unendlich froh bin es endlich durchgelesen zu haben! Diese Freude muss ich einfach teilen. 😉
Ich denke jedoch, dass es in jedem Fall interessant ist etwas über finnische Autoren zu schreiben. Besonders, weil es sehr viele deutsche Übersetzungen von finnischen Büchern gibt, was mich selber immer wieder erfreut. Nur weil mir das Buch nicht gefallen hat, heißt es ja nicht, dass es wem anders nicht gefallen könnte. Vor dem Kauf lohnt sich definitiv eine Leseprobe.

Das Buch habe ich von meinem Freund zu Weihnachten bekommen. Die Autorin des Buches, Monika Fagerholm, ist schwedischsprachige Finnin. Ihre Bücher sind sehr erfolgreich in Finnland. Dieses Buch hat auch schon eine Fortsetzung.
“Das amerikanische Mädchen” spielt in dem Ort wo ich letztes Jahr gearbeitet habe und ich ein Jahr Aupair war. (Was wohl die Kaufanregung für meinen Freund war.)
Als ich den Klappentext des Buches las, habe ich mich auf eine spannende Kriminalgeschichte gefreut. Das war leider nicht der Fall, ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, dass die Ermittlungen nun starten. Es geht zwar um den Tod von Eddie, dem “amerikanischen Mädchen”, doch ist die Geschichte kein Krimi im herkömmlichen Sinne. Es geht viel mehr um die verschiedenen Jugendlichen aus Eddies Umfeld. Beim Lesen fehlte mir die ganze Zeit eine klare Erzählweise, die es ermöglicht den Handlungen zu folgen. Die Sätze haben sich teilweise in sich selbst verloren. Nach drei verworrenen Sätzen, hatte ich schon wieder vergessen um was es eigentlich geht. Ein, für mich zu anstrengder Erzählstil, da viele Sätze meist total nichts sagend sind. Es fiel mir sehr schwer der Handlung zu folgen, beziehungsweise überhaupt erst in die Geschichte einzufinden.
Da das Buch sehr erfolgreich war, sehen das wohl nicht alle so wie ich. 😉