2 Comments

Kinder anziehen im Winter – nicht immer einfach

Der Winter rückt näher oder zog schon ein paar Tage ein und es kam der Herbst zurück. Auf jeden Fall zieht mit den kalten Temperaturen eine Frage in den Vordergrund: „Wie ziehe ich mein Kind an, dass es nicht friert?” Auf diese Frage gibt es wohl keine universelle Antwort. Vieles spielt eine Rolle bei der Kleidungswahl, die Wetterlage, die Jahreszeit und voran das Kind. Manche Kids frieren schnell, andere schwitzen trotz Minusgraden.

Eigentlich ist das Anziehen ein Thema, welches Familien das ganze Jahr über beschäftigt. Zumindest geht es uns so. Ich bin der festen Überzeugung, als ich Mutter wurde, ist automatisch das Plug-in „Panik – mein Kind könnte frieren” bei mir installiert worden.

Gerade für uns in Finnland lebend stellt sich die Frage der passenden Kleidung natürlich anders als im wärmeren Deutschland. Die Sommer sind kürzer und ich habe schon an kalten Augustmorgen das Haus mit Handschuhen verlassen.

Am Ende findet ihr einen Link zu einer praktischen Grafik, die allen das Anziehen versüßen kann, in jeder Jahreszeit. 😉

Anziehen im Winter

In Finnland ist es (gefühlt) immer kalt

Der kulturelle Blickwinkel spielt deshalb eine bedeutende Rolle, wenn ich vom Anziehen spreche. A. ist im Winter geboren, seinen ersten Spaziergang an der frischen Luft mit knapp drei Wochen hat er bei knackigen -15 erlebt. Von Anfang an gehörte es zu seinem Leben, sich viel Kleidung anzuziehen um draußen nicht zu frieren. Deshalb ist (bis jetzt) nur das Anziehen der Handschuhe teilweise problematisch.

Continue reading →

2 Comments

Blogpause aufgehoben – mein Blog ist wieder online

pausevorbei3Huh, das war eine lange Pause. Nun ist sie vorbei, mein Blog geht wieder online und ich freue mich riesig darüber.

Wie unschwer zu erkennen, hat sich optisch einiges getan. Ich hoffe es gefällt euch genauso wie mir.

Zeit für 2 Projekte

Am Ende waren es zwei Monate Blogpause, die ich mir nahm. Diese Zeit habe ich wirklich gebraucht. Neben der Erneuerung meines Blogs, habe ich es geschafft, unglaublich aber wahr, meine Masterarbeit ist abgegeben!

Das war definitiv ein endlos Projekt. Was leider hauptsächlich an Dingen lag, die ich nicht beeinflussen konnte, wie ein unzuverlässiger Professor. Doch es ist es vorbei, mehr zählt für mich mittlerweile nicht mehr.

Die Abgabe der Arbeit war mein größtes Projekt. Nach 3 Jahren ( in denen sie viel unbeachtet in der Ecke lag) konnte ich den letzten Punkt setzten und auf absenden drücken. (Diesen Moment habe ich natürlich gefilmt. 😉 )

Mein anderes Projekt war der Umzug des Blogs von Blogger zu WordPress. Continue reading →

1 Comment

[Blogparade] Gedanken zum zweiten Kind

Auf ihrem Blog “Geliebtes Kind Motzibacke” hat Katharina zu ihrer Blogparade “Gedanken zum zweiten Kind” aufgerufen. Ein Thema was für mich (& J.) eigentlich nie im Raum stand. Doch in den letzten Monaten kamen einige Gedanken zu dem Thema auf und hat mich des Öfteren innehalten und nachdenken lassen. Ein guter Grund an dieser Blogparade teilzunehmen. Unter Katahrinas eigenem Beitrag sind alle teilnehmenden Blogs und Beiträge verlinkt.

Wie viele Kinder wollen wir?

Früher als Teenager, als ich noch glaubte ich heirate später irgendeinen Star, dachte ich 3 Jungs wären eine super Kinderzahl. Teenieträume eben, ernste Gedanken über die Familienplanung habe ich mir damals nicht gemacht. Warum auch? Je älter ich wurde, wußte ich zwar, dass ich wirklich Kinder will, ob eins oder mehr war kein Thema. Dann wurde ich wieder etwas älter und lernte J. kennen. Wir sprachen zwar von Beginn unserer Beziehung über Kinder, waren uns aber einig, dass dies Zeit hat. Wir waren immerhin Anfang 20, studierten und schlugen uns die Nächte mit Freunden um die Ohren. Nachts wollten wir zwischen verschiedenen Bars wechseln nicht Windeln. Wären wir J´s damaligen Altersvorstellungen gefolgt, wären wir übrigens jetzt noch keine Eltern. 😉

Jedenfalls sprachen wir über den Punkt wie viele Kinder wir uns wünschten. Wir waren uns schnell einig, dass ein Kind für uns eine schöne Zahl sei. Ich selber Einzelkind, habe dies immer als sehr positiv empfunden und genossen. Zudem kenne ich mich selber gut und glaube, dass mein Nervengerüst für zwei Kinder nicht unbedingt geschaffen ist.

J. und ich sprachen darüber, dass Dinge wie Reisen, das wir gerne machen mit einem Kind einfacher und preiswerter sei. Und wir diskutierten einen Aspekt, der mag abwegig erscheinen: die Überbevölkerung der Erde. Die Entscheidung für ein bzw. weitere Kinder hat eben nicht nur persönliche Auswirkungen, schlussendlich ist nichts gefährlicher für unsere Erde wie der Mensch. Ein spannendes, wichtiges Thema zu dem es (leider) keine einfache Antwort gibt.

Vater, Mutter, Kind

Als unser erstes Kind konkreter geplant wurde, war somit unsere Familienplanung eigentlich schon wieder abgeschlossen. A. wurde geboren und alles war perfekt. Wir waren und sind glücklich und zufrieden, uns fehlt nichts. Ich weiß, dass wir ein tolles Dreiergespann sind und werden weiterhin viel Spaß zusammen haben. Nebenbei bleibt uns als Eltern Zeit zu zweit und allein, was für uns beide 2 wichtige Punkte sind.

Anfang des Jahres begann ich daran zu denken, wie es mit einem zweiten Kind sein könnte. Besonders, die Geburt und die ersten Wochen würde ich gerne noch einmal erleben. Es war eine schöne, magische Zeit, Gedanken daran lassen mich sentimental werden. Die Schwangerschaft mit A. war zwar problemlos, aber ich würde nicht sagen, dass ich total heiß auf eine zweite Schwangerschaft wäre. Viel weiter denke ich aber nicht, richtige konkret wurden meine Vorstellungen nie.

Natürlich haben auch wir in der letzten Zeit gemeinsam über ein mögliches zweites Kind gesprochen. Wir sind uns einig, dass es eine große Umstellung für wäre, wir es am Ende sicher toll finden würden. Trotzdem werden wir beide nicht ganz warm mit der Idee. Ich, die sich definitiv mehr Gedanken darüber macht, habe Tage, da kann ich mich mehr mit der Idee anfreunden, an anderen weiß ich, dass ein Kind mein Leben mit genug Freude erfüllt. Und an anderen Tagen denke ich gar nicht dran. An anstrengenden Tage, frage ich mich wie ich einem zweiten Kind gleichermaßen gerecht werden könnte. Von dem Satz “das zweite Kind läuft dann so mit” halte ich nämlich gar nichts.

Sag niemals nie

Wie A. mit anderen Kindern und besonders Babys umgeht glaube ich, dass er ein guter Bruder wäre. A. ist noch klein und ich finde einen geringen Alterunterschied (unter 3 Jahren) nicht vorteilhaft für die Kinder, sowohl für die Beziehung der Eltern. Und so lange ich persönlich nicht sicher bin, dass ich einem zweiten Kind genauso Aufmerksamkeit geben kann, bzw. A. weiterhin, bleibt es bei einem Kind. Vielleicht ist es anders, wenn A. deutlich älter und selbstständiger geworden ist.

Babyfieber sagt man ja, im Frühjahr war ich wohl betroffen. Komischerweise half eine Art Konfrontationstherapie. Im Familien- & Bekanntenkreis gibt es einige Babys und erneut Schwangere. Es überraschte mich wie wenig es mich interessierte. Ein Baby zu halten war nett, aber irgendwie langweilig.

Die Antwort ist also: Nein, kein zweites Kind. Wir sind eine glückliche, “Vater, Mutter,Kind-Konstellation”. Und doch haben wir eins gelernt in den ersten 1,5 Jahren als Eltern, dass sich das Leben und Vorstellungen ändern können. Also wer weiß, vielleicht überraschen wir uns ja selber noch und sagen ja zu einem zweiten Kind.

4 Comments

Finnischer Freitag: Bücher über Finnland II

Werbung, da Marken zu erkennen.

Nun geht es in die zweite Runde zu Büchern über Finnland, letzte Woche habe ich schon zwei Bücher vorgestellt. Und heute stelle ich euch (mit ein wenig Unterstützung) weitere Bücher vor:
“Finnen von Sinnen” von Wolfram Eilenberger und “die spinnen, die Finnen” von Dieter Hermann Schmitz.

Mit dem Buch von D.H. Schmitz soll es los gehen, allerdings werde ich persönlich nichts zu dem Buch sagen können, denn ich habe es (noch) nicht gelesen. Aber die liebe Katta hat dies getan und ausführlich beschrieben. Hier geht es zur Buchbesprechung:
“Die spinnen, die Finnen” vorgestellt von Katta

Weiter geht es mit dem zweiten Buch:
Ich muss sagen, mit uneingeschränkter Begeisterung kann ich dieses Buch nicht empfehlen. Es war leider nicht so lustig wie erwartet und hätte ich keine Finnischkenntnisse, wäre ich an einigen Stellen ganz schön aufgeschmissen gewesen. Denn einige Wörter sind gar nicht übersetzt, was sicherlich ein Minuspunkt für alle ist, die kein Finnisch verstehen.

Jedenfalls finde ich, hat der Autor, meiner Meinung nach “die Finnen” nicht immer so gut getroffen, was vielleicht auch daran liegen mag, dass er seine Erfahrungen sehr auf die Familie und Herkunft seiner Frau bezieht. So beschreibt er einige Dinge von denen ich noch nie gehört habe und als ich in meinem finnischen Umfeld rumfragte erntete ich erst große Augen und dann Gelächter…

Jedoch denke ich, dass beide Bücher (sofern ich das erste Buch beurteilen kann, doch da vertraue ich Kattas eigenen Erfahrungen) interessant sind für die jenigen, die schon einmal in Finnland waren. Als gute Einstiegslektüre(n) möchte ich gerne noch einmal auf die vorgestellten Bücher von Roman Schatz verweisen.