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Spielplätze – was wir Eltern wirklich über sie denken

In der letzten Woche endete meine Blogparade „Spielplätze – traumhaft oder wahrgewordener Alptraum?” Heute möchte ich dazu eine kleine Zusammenfassung schreiben. Ganze 17 Beiträge (inklusive zwei von mir) haben bei der Blogparade mitgemacht. Diese große Resonanz hat nur meine Vermutung bestätigt, Spielplätze bewegen uns Eltern.

Ich habe alle Beiträge mit großer Begeisterung gelesen und die rege Teilnahme zeigte mir, dass ob positiv oder negativ, aktiv in Benutzung oder eher passiv, Spielplätze sind ein Teil vom Familienleben. Es ist für mich ein Zeichen, dass Spielplätze wichtig sind als Orte des Spielens, Erkundens und sozialer Kontakte. Einige verbinden eher negative Gedanken und Erfahrungen mit Spielplätzen, diese Stimmen sind genauso wichtig zu hören und zu beachten. Diese Töne kamen auch zu Wort in den teilnehmenden Beiträgen. Die Vielfältigkeit der Beiträge war wirklich bereichernd.

Spielplätze - was denken wir Eltern wirklich über sie

So unterschiedlich Spielplätze ausgestattet sind, so verschieden sind die Meinungen über sie. Ich bin durch die Beiträge gegangen und habe sie (grob) in Kategorien geteilt um noch einmal die Vielfalt der Gedanken, die Spielplätze darbieten und erwecken darzustellen. Sie gehören irgendwie zu unserer „Familienkultur”.

Im Jahr 1929 wird das Wort Spielplatz zuerst in Meyers Lexikon erwähnt und wurde somit ein fester Bestandteil der Kultur. (Mehr zu Geschichte des Spielplatzes erfährst du hier.)

Der Spielplatz als Treffpunkt:

Auf dem Spielplatz ist Leben in der Stadt, Freundschaften werden geschlossen, mal für eine Stunde, mal fürs Leben. Oder aber man geht sich aus dem Weg, passt doch auch. (Aus Hauptstadtpflanzes Beitrag zur Blogparade.)

Hier fehlt doch was?

Wo ist denn nur der Sand? Und: Warum ist hier alles aus Plastik? Und: Warum gibt es kaum Bäume, die Schatten spenden? (Berdiens erste Gedanken auf einem mexikanischen Spielplatz.)

Trostlos kann ich dazu nur sagen. Da stand eine Rutsche im Sand und das war es auch schon. (Sylvi fasst einen der Leipziger Spielplätze in einem Wort zusammen.)

Gar nicht einfach der Kontakt mit anderen Eltern:

Noch mehr beneide ich allerdings die Mütter, die ohne Verabredung hier sind und in aller Ruhe ihr Smartphone checken können, während ihre Kinder im Sand buddeln. Meine einzige Befriedigung in diesen Stunden ist festzustellen, dass auch andere Mütter Stress haben. (Aus Mama und die Matschhoses Beitrag.)

Ohne Spielplatz geht´s auch oder nicht?

Ein künstlich arrangierter Spielraum mit weitestgehend furchtbaren Geräten, viel zu vielen Kindern auf engem Raum und rundherum eine Horde Eltern. (Aus Friedas Beitrag.)

Guter Spielplatz, schlechter Spielplatz:

Was Eltern über Spielplätze so denken:

Eine schöne Bepflanzung mit Gebüschen zum Verstecken und Bäumen, die im Sommer Schatten spenden und im Winter Sonne durch lassen. (Aus Beatrices Beitrag.)

[…]zum einen liebe ich es, an der frischen Luft zu sein und zum anderen ist sie mittlerweile in dem Alter, in dem sie sich meist wunderbar selbst beschäftigen kann. (Aus Katharinas Beitrag.)

Man muss nicht mit jedem ins Gespräch kommen, aber wenn die Eltern einander sympathisch sind und die Kinder ähnliche Spielinteressen haben, entsteht der Kontakt quasi automatisch. (Aus Meine Eltern-Zeits Beitrag.)

Es ist toll zu wissen, dass man nur auf den Spielplatz um die Ecke gehen muss und Kinder zum Spielen treffen kann. (Aus Laras Beitrag.)

Die Antwort

Ja, was ist sie nun die Antwort auf die Frage ob Spielplätze traumhaft oder ein Alptraum sind? Diese Blogparade ersetzt natürlich keine umfangreiche Studie, doch sie gibt einen guten Überblick über Themen und vor allem Gedanken, die Spielplätze bei uns Eltern erwecken.

Auch, wenn sich negativ über die Spielplätze geäußert wurde, gab es in den meisten Beiträgen Positives. Und wenn es nur der Wunsch nach einem besseren Spielplatz war. Sie gehören zum Stadtbild dazu, Spielplätze bieten eine Art Oase für Kinder und ihre Familien. Es ist wichtig, dass Städte und Kommunen sich um sie kümmern und der jungen Bevölkerung angemessene Räume zur Verfügung stellen. Ich finde es unbegreiflich, wenn ich von schlechten Zuständen auf Spielplätzen lese, wie zum Beispiel im Beitrag von Lisa, wo sie sich fragt, ob die Kinder der Stadt nichts wert sind.

Als Abschluss und Antwort auf die Fragestellung meiner Blogparade möchte ich einen Satz aus Frieda Friedlichs Text zitieren. Der fasst die Ambivalenz vieler Eltern wunderbar zusammen. Manchmal ist man einfach nur genervt von Spielplätzen, doch irgendwie geht man doch immer wieder (gerne) hin und sei es nur, weil es das Kind glücklich macht.

Insgesamt sind Spielplätze für uns also eher ein kleiner Alptraum, den wir aber irgendwie unserer Frieda zu Liebe durch- und überleben. (Aus Friedas Beitrag.)


Du hast noch etwas zum Thema Spielplätze zu erzählen? Toll! Ich freue mich auf deinen Kommentar.

Viel Spaß auf dem Spielplatz und viele Grüße aus Finnland,

Lara

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6 Comments

  1. Ich bin kein großer Fan von Spielplätzen, aber in Berlin sind viele sehr schön und retten auch mir so manchen Nachmittag, wenn meine Jungs durchdrehen!

    LG
    Natalia

Ich freue mich über einen Kommentar von dir.