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[gelesen] Charlotte Roche “Schoßgebete”

So, gestern habe ich “Schoßgebete” von Charlotte Roche beendet und seitdem überlege ich die ganze Zeit wie ich dieses Buch beurteilen würde. Bis jetzt habe ich noch keine konkrete Vorstellung davon wie ich dieses Buch bewerten würde…
Charlotte Roche war sozusagen die Heldin meiner Jugend und da war es klar, dass ich mir nach “Feuchtgebiete” auch ihr zweites Buch kaufe.

“Schoßgebiete” habe ich sehr schnell gelesen und es hat mich anders als ihr erstes Buch nicht so schockiert oder angeekelt. Viele Stellen fand ich eher beängstigend und bedrückend. An vielen Stellen habe ich mich gefragt wie viel Charlotte Roche denn nun wirklich in der Hauptperson Elizabeth stecken mag. Und ehrlich gesagt, habe ich beim skeptischen Kopfschütteln gehofft, dass das Buch nur ihre Phantasie und nicht ihre realen Gedanken widerspiegelt.

Wie gesagt, irgendwie kann ich keine klare Meinung zu dem Buch formulieren, deshalb klingt das hier eventuell etwas verwirrend und nichts sagend… Trotzdem würde ich jedem Charlotte Roche Begeisterten (& den anderen auch) ans Herz legen “Schoßgebete” zu lesen.

Habt ihr das Buch schon gelesen oder es noch vor? Oder…?

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finnischer Freitag: ein Abend im Fußballstadion

Gestern war ich mit meinem Freund beim Fußball. In Finnland ist dieser Sport nicht so bedeutend wie in Deutschland und anderen Ländern. Die Sportart Nummer eins ist hier eindeutig Eishockey, zum Leid derer die sich wirklich für Fußball interessieren, wie zum Beispiel mein Freund.

Fußballtechnisch kann Finnland einfach nicht so viel reißen und irgendwie habe ich das Gefühl es interessiert kaum jemanden. Da ich denke ihr seid wie ich, keine großen Fußballnarren erspare ich einen Bericht über die eher blasse Fußballnation Finnland. 😉

Ich wollte jedenfalls, dass meine Freund sich mit seiner Begeisterung für diesen Sport nicht ganz alleine fühlt und begleitete ich ihn zum Spiel HJK (Helsinki) gegen JJK (Jyväskylä). Helsinki hat eigentlich schon die finnische Liga gewonnen und für das gestrige Spiel die Tickets für 2€ angeboten. Ein weiterer Grund für mich mitzukommen, ich dachte mir, wird es langweilig, war es wenigstens billig. Das Spiel endete 0:0 und bis auf die letzten 5 Minuten war es ziemlich lahm, soweit ich das beurteilen kann.

Die Würstchen im Becher

Das Aufregendste des Abends waren für mich wohl die Würstchen im Becher! In der Pause ging es an die “Makkarabaari” (=Wurstbar) wo man 4 Würstchen im Pappbecher kaufen konnte. Ohne Brot wohl gemerkt, dafür mit der Option Ketchup oder Senf.

Ich könnte mich noch immer darüber totlachen, was für eine verrückte Idee! Oder hat das jemand schon mal woanders gesehen und nur ich lebte hinter dem Mond?
Vielleicht auch ein guter Tipp für die nächste Grillparty, die Becher kann man danach noch umweltschonend für die Getränke nutzen. 😉

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die süße Kartoffelsuppe

Gestern habe ich mir endlich eine Suppe mit einer Süßkartoffel gekocht. Ich bin schon des öfteren im Supermarkt um die Süßkartoffeln (oder Batatas) herum geschlichen. Ich weiß gar nicht warum ich nichr eher zugegriffen haben, nun sollte es soweit sein, dass eine mit nach Hause kommt.

Ich war zu faul nach einem Suppenrezept zu suchen und war mir sicher, dass ich so viel nun auch wieder nicht falsch machen kann.
Ich bin wie folgt vorgegangen: (die Mengenangaben sind natürlich variable)

1. Wichtigste Zutaten: Süßkartoffel, Kartoffeln und Möhren.

2. Das Gemüse schälen und in kleine Stücke schneiden, mit Gemüsebrühe kochen bis alles schön gar ist. Die Hälfte der Gemüsebrühe abkippen.

3. Dann alles pürieren, saure Sahne untermischen (oder creme fraiche, aber dieser Schritt ist optional) und mit etwas Pfeffer (und oder anderen Gewürzen) abschmecken.

4. Da ich etwas geriebenen Käse zu Hause hatte, habe ich den (auf gut Glück) drüber gestreut, was eine leckere Entscheidung war.

Die Suppe hat wirklich himmlisch geschmeckt und ging total schnell und einfach. Ich bin echt positiv überrascht, die Süßkartoffel hat eine süße Note, diese ist aber eher dezent. Ich habe gar nicht salzen müssen, was ich sonst viel zu viel tue. Zudem hat die Suppe total satt gemacht.
Das war sicher nicht das letzte Mal, dass ich eine Süßkartoffel in meinem Einkaufswagen wanderte!

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4 Jahre / 4 vuotta / 4 years / 4 år

Unglaublich, heute vor genau vier Jahren bin ich nach Finnland gekommen. Eigentlich wollte ich ja nur ein Jahr bleiben… dann kam ein zweites Jahr hinzu und nach dem zweiten Jahr habe ich dann einmal hier studiert. Obwohl ich mich manchmal frage was ich hier eigentlich mache (zwischen den ganzen Bekloppten ;D ), bereue ich es nicht nun hier zu leben. Mal sehen wo ich nach 4 weiteren Jahren bin…!?
Oben habe ich ein paar Bilder aus den letzten 4 Jahren zusammengesucht, das erste Bild (oben ganz links) ist noch am Heimatflughafen entstanden, einige Kilos und Piercings schwerer 😀

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Der Priester des Bösen von Matti Y. Joensuu

Heute einmal ein Buchtipp und zwar zu dem Krimi “Harjunpää ja pahan pappi” (= Harjunpää und der Priester des Bösen) des Autors Matti Y. Joensuu. Ich muss gestehen ich habe bis letztes Jahr von dem Schriftsteller nie etwas gehört. Dann kam im Herbst aber der Film zum Buch in die Kinos, dazu aber später mehr. Zu dem Anlass erzählte mir mein Freund auch, dass Joensuu sein alter Nachbar sei und so war ich noch gespannter was der wohl für Geschichten schreibt.

Da ich aber weiß, dass es eigentlich immer besser ist erst das Buch zu lesen und dann den Film zu gucken, habe ich mich auf den Weg in die Bücherei gemacht. Glücklicherweise habe ich gleich die englische Version (“the priest of evil”) gefunden. Das Buch (& einige andere von Joensuu) gibt es auch auf deutsch und heißt in der deutschen Version “das Taubenritual”.

In dem Buch geht es um den sympathischen Polizisten Timo Harjunpää der in einem besonders grausigen Mordfall ermittelt. Der Mörder schubst seine Opfer vor die Helsinkier Metro und das am hellichten Tag, wenn die Bahnsteige voll mit Menschen sind. Nachdem ich das Buch gelesen habe, hat es einige Zeit gedauert bis ich bedenkenlos am Metrobahnsteig stand, besonders gruselig war es an denen im Buch beschriebenen Stationen.
Zu Beginn ist das Buch teilweise etwas verwirrend, weil verschiedene Handlungsstränge beschrieben werden, aber wie ich finde kann man sich gut in die Geschichte einlesen und das Buch ist wirklich packend und empfehlenswert.

2010 wurde, wie schon erwähnt das Buch verfilmt, den Film habe ich letzte Woche nun endlich gesehen. Wie meistens ist das Buch besser als der Film. Wobei ich vielleicht eher sagen würde, der Film ist anders, nicht schlechter. Ich war auf keinen Fall enttäuscht, was vielleicht auch an den tollen Darstellern lag. Harjunpää wird im Film von Peter Franzén gespielt, ein toller Schauspieler und meiner Meinung nach die perfekte Besetzung.

Leider gibt es den Film (wieder mal) nur auf Finnisch, vielleicht kommt die internationale Version ja noch… Deshalb bleibt es “nur” beim Buchtipp.
Ich für meinen Teil will unbedingt noch andere der Harjunpää Geschichten lesen und hoffe auf einen weiteren Film.

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