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Finnischer Freitag: Filmtipp “Pihalla”

Erst letztens habe ich wieder an den Film “Pihalla” (im Hof) gedacht. Im Finnischen sagt man dass jemand “im Hof” steht, wenn die Person nicht weiß was los ist oder um ihn herum geschieht.

Ich habe ihn 2009 in Finnland im Kino gesehen und war ziemlich begeistert. In Deutschland kam er leider nicht ins Kino. Da der Film aber eine Co-Produktion mit dem NDR war, habe ich immer gehofft, dass er noch mal im deutschen Fernsehen zu sehen sein wird. Das ist leider bis jetzt noch nicht geschehen. Deshalb ist das jetzt irgendwie nur ein “halber Filmtipp”… 😀 Im Internet gibt es den Film zumindest zu bestellen und die DVD hat auch englische Untertitel. Der englische Titel ist “Playground”. Im Film wird allerdings kaum Finnisch gesprochen, meist eher Deutsch oder Englisch.

Trotzdem will ich euch den Film etwas vorstellen, auch weil einer meiner finnischen Lieblingsschauspieler, Mikko Leppilampi mitspielt und so könnt ihr die Augen offen halten, vielleicht kommt der Film doch einmal im deutschen TV zu sehen…

In dem Film geht es um die junge Deutsche Laura (gespielt von Sibel Kekilli) die mit einem Finnen verheiratet ist. Zusammen haben sie ein kleines Kind und wohnen in Hamburg. Lauras Mann zieht es dann wieder beruflich zurück nach Finnland und Laura folgt ihm. In Tampere, wo sie neuerdings wohnen ist Laura ziemlich auf sich alleine gestellt. Sie spricht kaum Finnisch und ihr Mann ist non-stop bei der Arbeit. Sie fühlt sich alleine und es scheint ihr unmöglich Kontakt zu Finnen aufzunehmen. So beschliesst sie einen Treffpunkt für alleinerziehende Mütter aufzusuchen und findet dort endlich Anschluss, nicht nur weiblichen…

Ich konnte mich gleich mit Laura identifizieren, auch wenn unsere Leben nicht viel gemeinsam haben, bis dass wir beide in Finnland wohnen. Das Ende des Films war doch sehr überraschend und nicht so wie man vielleicht vom Trailer erwarten würde.

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Gros bisous de Strasbourg!

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Viele Grüße aus Strasbourg! Ich habe Wlan auf meinem Zimmer und nutze die Chance um euch ein paar Eindrücke zu präsentieren. Gestern war als Shoppingtag reserviert. Morgens habe ich erst einmal meine linke Kontaktlinse in den Ausguss gekippt, mit einer Linse oder wahlweise Brille überlebt es sich aber auch ganz gut.

Vormittags war ziemlich erfolglos, ich bin durch die Läden gestreift und mir hat einfach nichts gefallen. Nach einem Mittagsschläfchen und einem Elektroschock, (ich wollte mein Netbook aufladen und war auf einmal zu sehr am Stecker oder in der Steckdose) ging es in die zweite Shoppinrunde. Dieses Mal wurde ich fündig! Bei Benetton habe ich DIE Tasche entdeckt, eine kleine/re Schwarze. Ich wollte schon lange eine zum Weggehen, die zu allem passt und nun ist sie gefunden.

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Bei Zara Home hätte ich glatt den Laden leer kaufen können. Doch da ich bald Gepäckprobleme bekomme, blieb es bei einer Kerze und Handcreme. Ich zeige meine Ausbeute gerne noch mal, wenn ich zurück bin.

Später brauchte ich dringend eine Erfrischung, denn es war brütend heiß. Und so habe ich auch etwas in meiner Urlaubslektüre gelesen. Ich liebe Tommy Jaud´s Bücher, allerdings ist es gefährlich seine Bücher in der Öffentlichkeit zu lesen, zumindest für mich, oft lache ich unkontrolliert los. 😉

Gleiche schaue ich noch etwas Fussball und dann geht´s ins Bett. Morgen will ich wieder pünktlich 7:30 walken gehen. Die Franzosen sind wohl eher die Jogger und schauen mich mitleidig an… Dabei ist Walken viel cooler und gesünder dazu. 😉

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Finnischer Freitag: Schwedischkurs

Da Schwedisch in Finnland die zweite Amtssprache ist und sich die Sprache in vielen Situationen gut macht, habe ich mich entschieden einen Sprachkurs zu belegen.
Ich dachte mir, die Zeit in Deutschland während meines Erasmusstudiums würde sich gut dafür anbieten. Deutsch als Unterrichtssprache erschien mir doch verlockender als Englisch, wenn ich den Kurs in Finnland machen würde.

Einfach, aber nicht zu unterschätzen

Dass Schwedisch nicht allzu schwer ist, ist ja bekannt und ich kann das wirklich bestätigen. (Was nicht heißt das man Schwedisch “im Schlaf lernen kann”.) Vieles erschliesst sich einem schnell, zur Not rät man und liegt meistens richtig. Natürlich gibt es einige Fallen, so heißt “kaka” Kuchen und “semester” ist der Urlaub und nicht das Semester.

Die Aussprache ist etwas gewöhnungsbedürftig und bedarf einiger Übung, wie ich finde. Jedoch kann ich sagen, dass es Spaß macht die Sprache zu lernen, denn man hat schnell Erfolgserlebnisse.

In Finnland machen sich zumindest Grundkenntnisse gut im Lebenslauf und durch die Ähnlichkeit zur deutschen (& auch englischen) Sprache bin ich positiv eingestellt, dass meine Sprachkenntnisse weitere Fortschritte machen werden.
Ein weiterer Pluspunkt, ich kann nun einen meiner Lieblingsblogs (von einer Norwegerin) besser verstehen. 😀 Die zwei Sprachen ähneln sich wirklich sehr und so kann ich einiges verstehen.

Hat von euch auch schon jemand einen Schwedischkurs besucht und andere/ähnliche Erfahrungen mit der Sprache gemacht?

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Finnischer Freitag: der Elch im Garten

Ich habe zwei Notizen aus dem Jahr 2007 gefunden, als ich gerade 2 Monate als Aupair in Finnland war. Wir hatten nämlich einen Elch im Garten. Schon zu Beginn wurde ich über den in der Nachbarschaft (sprich 5 km Umkreis) bekannten Elch “Emma” unterrichtet.
Und eines Tages geschah es, Emma stand tatsächlich in unserem Garten! Und am nächsten Morgen traute sie sich wieder zu uns.

Besuch von Elch EMMA

(22.10.2007)
Heute war es dann endlich soweit, Elch Emma stand im Garten!!
Darauf habe ich ja nur gewartet. Ich saß mit Gastkind K. in der Küche und spielte Memory, auf einmal schreit Gastkind E. von unten hysterisch: “Hirvi!!” (=Elch)
Wir sind dann runter und da stand wirklich ´nen Elch im Garten!

Genauer gesagt: Emma, die ist hier schon bekannt und hat keinerlei Angst vor Menschen, da sie von den Jägern verschont bleibt, weil sie jedes Jahr Zwillinge zur Welt bringt. Ich bin so schnell wie noch nie ins Zimmer und hab meine Kamera geholt:

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Es kamen zeitgleich die Großeltern, der Opa fing an sie mit einer Frisbeescheibe zu bewerfen. Sie schien sehr uninteressiert und aß weiter vom Apfelbaum. Als er dann mit Steinen zu werfen anfing, lief sie weg in Richtung Wald. Ich wollte eigentlich heute Nachmittag noch mal raus, aber ich hab es dann gelassen, allein im Wald muss ich Emma nicht treffen….

Gastmutter A. hatte sie vor ein paar Wochen schon einmal abends im Wald getroffen, darauf hin bat sie Gastvater P., er solle mit seinem Gewehr in den Wald gehn und sie abknallen. (Hat er natürlich nicht gemacht.)

Emma News

(24.10.2007)
Gestern Morgen: Ich liege noch im Bett & will nicht aufstehen, die Tür geht auf, Gastkind E. stürzt herein: “Emma!” Und schon bin ich auf den Balkon.
Emma kam wieder und machte sich wohl als Frühstück an den Äpfelbäumen im Garten zu schaffen. Ein Baum ist nun ziemlich kahl gefressen (Gastmutter A.: “Jetzt ist es auch egal.”)

Nach einiger Zeit ist Emma dann zum Nachbarn abgezogen. Ihre Zwillinge wurden letztes Jahr wohl beide getötet. So vermutet A., dass Emma jetzt auf Rachetour unterwegs ist… oh je…
Laut Gastvater P. stand Emma gestern wütend vor ´nem Nachbarn (wenn ich es richtig verstanden habe), der im Wald spazieren ging. Ich hab nicht ganz verstanden ob er auch getreten wurde…

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finnischer – Freitag: die Jahreszeiten

Da ich immer mal wieder Fragen nach meinem Leben in und generell über Finnland bekomme und ihr euch mehr Berichte über Finnland gewünscht habt, habe ich mir überlegt einmal die Woche über ein spezielles Thema zu bloggen. (Wünsche sind willkommen!) Freitag wird dann sozusagen der Finnland – Tag und damit das Ganze noch einen schönen Rahmen bekommt, stehen diese Einträge nun unter der Rubrik: finnischer Freitag.
Originell oder? 😉

Inspiriert durch eine Frage einer Leserin machen heute die Jahreszeiten den Anfang. Ich habe ein paar Bilder zusammen gesucht, die die Jahreszeiten gut darstellen und werde etwas von meinen Erfahrungen berichten.
Wer hätte es gedacht, in Finnland gibt es auch vier Jahreszeiten, das ist also nichts Neues. Doch sind hier Sommer und Winter viel ausgeprägter. Ich muss ehrlich sagen, ich kann mich kaum an Frühjahr und Herbst erinnern. Diese “Zwischenzeiten” sind meist sehr kurz, so schmilzt der Schnee innerhalb weniger Tage und dann kann es sein, dass es in den nächsten Wochen schon T-shirt Wetter gibt! Also lebt man hier eher im Sommer oder im Winter.

Wie schon beschrieben, den Frühling erfahre ich gar nicht so intensiv, es wird eben wärmer, die Blume sprießen heraus und dann ist schon bald Sommer.
Oder auch je nach Sichtweise, denn alles über 15 °C zähle ich einfach dem Sommer zugehörig. 😉 Hier zwei Bilder vom Frühjahr 2009, das erste Bild von Anfang April, das zweite habe ich etwa 3 Wochen später geschossen. Und Anfang Mai saßen wir schon im Park, zwar mit langen Ärmeln, aber immerhin. 🙂

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Sehr extrem finde ich auch wie schnell die Tage heller werden, ab Anfang April geht das echt rasend. Man merkt wie jeder Tag etwas länger wird, abends ist die Helligkeit toll und praktisch. Wenn man am Wochenende früh morgens von der Sonne geweckt wird, kann die weniger angenehm sein.

Somit bin ich auch schon beim Sommer. In dieser Jahreszeit sind also eine Schlafbrille und / oder effektive Vorhänge Pflicht. Wenn man nicht morgens gegen 5 Uhr sein “helles Wunder” erleben möchte! Wie schon erwähnt, abends und nachts ist das echt toll. Das nächste Bild zum Beispiel ist nachts gegen 24:00 Uhr entstanden!

Ich merke deutlich wie aktiver ich bin, es macht einfach mehr Spaß draußen zu sein, wenn es heller ist. Und es ist toll, wenn man gegen halb 4 aus der Disco gescheucht wird und es schon wieder hell ist. (Um 4 Uhr ist “Sperrstunde” und man wird meist mit Liedern wie “my heart will go on” von Céline Dion rausgeworfen. 😀 )

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Zudem kann man im Sommer einfach draußen seine Zeit verbringen und Spaß haben.
Und warm kann es natürlich auch werden, letzten Sommer war es viele Tage über 30°C! Ich empfinde den finnischen Sommer als einen sehr angenehmen, so lange 30°C nicht zur Tagesordnung wird. Was nicht sehr oft geschieht. Es ist warm genug um in Shorts und Shirt rauszugehen, aber man schwitz sich nicht die ganze Zeit einen ab. Abends muss man sich eben was überziehen, als Entschädigung ist es dafür wenigstens hell! 😉

Nach dem Sommer folgt der… Ganze genau der Herbst!

Ähnlich wie der Frühling zieht er an mir vorbei. Sind die Blätter gefärbt und gefallen, kann es auch schon mal vorkommen, dass Ende Oktober der erste Schnee fällt. Das ist natürlich regional abhängig, in Lappland liegt manchmal schon Ende September Schnee. Trotz allem mag ich den Herbst und seine warmen Farben, er beruhigt das Gemüt und bereitet einen für den langen Winter vor.

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Doch ich will den Winter keines Falls schlecht reden! Er ist viel schöner und natürlicher als ich ihn aus Deutschland kenne. Der Schnee bleibt länger als nur für einige Tage liegen. (Ok, auch das kommt in vielen Teilen Deutschlands vor.) Und ein großes Plus hat der Schnee, er hellt das Straßen- und Stimmungsbild ungemein auf! So sehnen sich viele (mich eingeschlossen) schon im grauen November mit seinem wechselnden Wetter von Schnee, Regen, Matsch, Regen und wieder zum Schnee nach dem puderzuckerartigen Schnee der liegen bleibt.

Klar, die Dunkelheit ist öfters erdrückend, doch man gewöhnt sich daran. Es ist oft auch sehr gemütlich. Leider nicht immer, wenn die Sonne für Tage nicht rauskommen mag, ist dies schon ermüdend.
Zur Kälte muss ich sagen, dass es viel von der Kleidung abhängt, Mütze, Handschuhe und Schal sind Pflicht. Man gewöhnt sich dran und ich empfinde die Kälter auch viel frischer und klarer als in Deutschland. Temperaturen von -5 oder -10 unterscheiden sich kaum, kalt ist halt kalt.

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