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Jyväskylä – first impressions

Fast 2 Wochen wohne ich nun in Jyväskylä, obwohl die Stadt nicht sehr groß ist, brauche ich noch immer einen Stadtplan. Egal wie groß, es dauert eben bis man sich in einer neuen Stadt zurechtfindet.

10% der Bevölkerung sind Studenten was man ganz deutlich am Stadtbild merkt. Mir gefällt das, denn so is eigentlich immer etwas los. Der Campus der Uni ist riesig und nicht zu vergleichen mit der kleinen FH in Espoo wo ich vorher studiert habe. Erst gestern habe ich mich total verlaufen und wurde im Kurs freudig von der Dozentin begrüßt: “Wir haben dich alle vom Fenster ausgesehen, du sahst wirklich verloren aus.” In meinem Programm (“Master of Education”) sind wir eine Gruppe von 15 Studenten, in der bis auf Afrika und Australien alle Kontinente vertreten sind!

Jyväskylä ist eine absolute Fahrradstadt, so kann es schwer sein einen guten “Parkplatz” zu bekommen. Ich finde es ist sehr angenehm alles zu Fuß oder eben mit dem Rad erledigen zu können und nicht auf Busse oder Züge angewiesen zu sein.

Auf dem ersten Bild ist der “Harju” zu erkennen. Ein kleiner Berg in Mitten der Stadt. Die deutsche Übersetzung “Os” oder “Wallberg” sagt mir ehrlich gesagt gar nichts, aber wozu gibt es ein allseits beliebtes Internetlexikon? Dieser kleine Berg mit seinen vielen Stufen ist somit mein neues Fitnessstudio. Letzte Woche bin ich morgens um 6.45 aus dem Haus Richtung “Harju” gejoggt, da kamen mir noch die letzten Partygänger entgegen. Ich hatte das Gefühl sie haben mich mitleidiger angeschaut als ich sie. 😉

Dieses Wochenende bin ich bei meinem Freund, morgen habe ich Geburtstag und heute Abend will ich mit Freunden reinfeinern.
Als ich Donnerstagabend wieder in die Großstadt kam muss ich sagen, war es schon erstmal schockierend so viele Menschen auf einmal zusehen. Das Kleinstadtleben gefällt mir wirklich besser, als ich gedacht hätte. 🙂

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Shuyao Teekultur

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Anfang des Sommers habe ich mir bei “Shuyao” einen “mobilen Teamaker” und ein Teeset bestellt und war total begeistert! Vor ein paar Wochen habe ich bei Shuyaho angefragt ob sie nicht Interesse hätten, dass ich ihren Shop etwas näher vorstelle. Netterweise durfte ich mir ein Teeset aussuchen, was mir dann zugeschickt wurde. (Danke nochmals!) Der Versand zu mir nach Finnland war echt super schnell. 🙂

Ich habe mich für das Teeset “Mint Collection” entschieden, da ich sehr auf Tee mit Minze stehe. In diesem Themenset (es gibt noch viele andere Sets wie z.Bsp. “im Zeichen des Ingwers” oder “freche Früchtchen”) sind 5 verschiedene Teesorten vertreten.
Mein absoluter Liebling ist der Tee “Sweet Mint” mit Stevia. Den hatte ich schon in meiner ersten Bestellung und war auch dort mein Favorit. Überrascht hat mich auch der Tee mit Ingwer “Ingwer Frische”, ich bin sonst kein Fan der kleinen Knolle, doch die Mischung mit Mango und Zitrone nimmt etwas der Schärfe. Die Tees mit Koffein trinke ich lieber an Tagen an denen ich viel unterwegs bin und wirklich Koffein-Energie brauche. Ich habe Tees mit Koffein in meiner Urlaubszeit getrunken und fand das irgendwie nicht so angenehm, zumindest wenn ich mehr als einen am Morgen davon getrunken habe.

Den Teamaker gibt es in vielen verschiedenen Farben, ich hatte mich für einen in türkis entschieden. In den Becher kann man dann die Tagesportionen füllen. Die Portionen sind in kleinen Töpfchen auf denen immer steht um was für einen Tee es sich handelt, ob oder wie viel Koffein er beinhaltet. Da alle Tees nicht nachbittern kann man sie bis zu 5 Mal aufgießen und den ganzen Tag über trinken! Wichtig ist darauf zu achten, dass das Wasser nicht zu heiß ist. Es darf ca 80-90 Grad heiß sein, ich warte trotzdem etwas länger.
Der erste Aufguss ist teilweise sehr intensiv. Der Tee “sweet mint” zum Beispiel ist ab dem 2. Aufguss besser und nicht mehr so stark.
Am Deckel des Bechers ist noch ein kleines (entfernbares) Sieb, dass verhindert dass man die Teeblätter mit trinken könnte.
Heißes Wasser bekommt man ja überall, so habe ich gestern in der Uni in der Cafeteria nur um heißes Wasser gebeten und meinen Tee neu aufgegossen. Eine tolle Alternative zum Kauf eines Tees oder einer Thermoskanne, die man ja nur einmal befüllen kann.
Eine Tagesportion Tee kostet ca. 1,30€, das finde ich für 5 Tees echt ok. Ich glaube Shuyao hat auch lose Tees, die man dann selber abfüllen kann, so spart man sicher etwas Geld.

Für mich war der besondere “Kaufanreiz” für den Becher mich mehr zum Trinken zu animieren. Ich kann sagen es wirkt, die Tees sind schnell gemacht und total lecker. Und sie schmecken auch noch nach dem 5. Aufguss. Da man den Teamaker problemlos überall mitnehmen kann ist es eine super Alternative zur Wasserflasche.

Seid ihr auch so begeisterte Teetrinker? Was nehmt ihr unterwegs zum Trinken mit, eine Wasserflasche oder Thermoskanne?

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Finnischer Freitag: Suomenlinna

Ein definitives Pflichtprogramm eines jeden Helsinkitouristen sollte die Festung “Suomenlinna” vor den Toren der Stadt sein. Vor zwei Wochen war ich mit meinem Freund zum Picknick und Spaziergang dort. Bis jetzt war ich immer nur im Sommer auf Suomenlinna, aber auch im Winter soll sich ein Besuch lohnen!

Suomenlinna erreicht man problemlich mit dem Schiff, die vom Marktplatz im Zentrum der Stadt in regelmäßigen Abständen ablegen. Die Boote gehören zum Helsinkiernahverkehr und man kann sie mit einem gewöhnlichen Busticket nutzen. Suomenlinna ist nämlich für ca. 800 Helsinkier ein normaler Wohnort. Der etwas besondere Stadtteil ist sogar ein eigener Wahlbezirk und für Notfälle, Polizei- oder Krankenwageneinsätze gibt es einen Tunnel vom Festland. Alle anderen müssen das Boot nehmen, auf dem auch Platz für 1-2 Autos ist.

Die Festung wurde 1748 von den Schweden begonnen zu bauen. Zu der Zeit war Finnland Teil von Schweden und die Festung sollte als Verteidigungsstützpunkt gegen die Russen dienen. Bis 1918 trug Suomenlinna nur den schwedischen Namen “Sveaborg” und heißt so bis heute auf Schwedisch. Nach der finnischen Unabhängigkeit von Russland 1917 sollte die Festung einen finnischen Namen bekommen und wurde in Suomenlinna umbenannt, was “das Schloss von Finnland” bedeutet. Die Insel diente nicht mehr als Verteidigungsstützpunkt und sollte im Namen den finnischen Nationalismus ausdrücken.

Es lohnt sich wirklich die kleine Insel zu besuchen, man kann sie leicht umgehen und in die alten, guterhaltenen Festungsgemäuer schauen und reingehen. Was selbst am Tag fast etwas unheimlich sein kann. Es gibt noch viele alte Kanonenrohre zum Bestaunen und beklettern. In der Nähe der Kanonen fühlt man sich auf einmal als sei man in Mittelerde gelandet. Leider scheinen die finnischen Hobbits verzogen…

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Ein Tag in Stockholm

Dieses Mal mehr Bilder als Text, statt andersherum wie in meinem letzten Post über meinen Umzug.

Vor 2 Wochen sind wir mit dem Schiff von Helsinki nach Stockholm gefahren. Diese Kurztrips sind sowohl bei Finnen als auch Schweden sehr beliebt. Diese Fährfahrten laufen eigentlich immer nach dem selben Schema ab: Einstieg am Nachmittag in Helsinki, Ausstieg morgens in Stockholm und nachmittags geht es zurück. Am zweiten Morgen ist man wieder zurück in Finnland. Die Fahrt kann man sich z.Bsp. mit Essen und Trinken, Einkäufen im duty-free Shop und Besuche der unzähligen Bars und Restaurants vertreten. Damit es nicht allzu langweilig wird, empfiehlt sich eine Mischung aus allem, so haben wir es unsere Überfahrt gestaltet. Die Boote sind auch als schwimmende Diskos bekannt und viele (sowohl Finnen als Schweden) kommen hauptsächlich zum Feiern. Da wir in der Woche fuhren, war es entspannt ruhig.

In Stockholm erwartete uns strahlender Sonnenschein!
Zur Fuß sind wir zum Palast, von dort Richtung Innenstadt. Ich war zwei Mal in Stockholm, jedoch immer nur für einen Tag, jetzt wollte ich unbedingt mehr von der Stadt sehen. So beschlossen wir eine Bootstour zu machen.

Sowohl die Ausfahrt aus Helsinki (Bild 1) als die Einfahrt nach Stockholm (letztes Bild) bzw. je nach Richtung andersherum, ist wirklich immer wieder beeindruckend. Das riesige Schiff schlängelt sich durch unzählige Inselchen, die meisten bebaut mit skandinavisch typischen Holzhäusern.

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Umzug auf Finnisch

Samstag vor zwei Wochen war es soweit, mein Umzug 300 Kilometer nördlich nach Jyväskylä stand an. Im September beginnt dort mein Masterstudium und ich wollte schon vorher alles in der Wohnung haben. Der Bericht ist sehr lang geworden, hoffentlich nicht zu lang… 😉

Die Stadt Jyväskylä, für meine Verhältnisse kann ich mir den Zusatz Kleinstadt nicht verkneifen, ist bekannt für eine katastrophale Situation des Wohnungsmarktes. Mir war klar, für mich kommt nur eine eigene Wohnung in Frage. Ich fühle mich zu alt für non-stop feiernde Studis, mit denen man sich um die Nötigkeit eines regelmäßigen Abwasches und Klopapiereinkauf streiten muss.
Die nur bedingt nette Dame der Studentenunterkunft hat mir sofort klar gemacht, dass meine Chancen auf eine eigene Wohnung gen Null tendieren und ich wohl in irgendeine WG gesetzt werde. Ich habe zwar gedroht, wöchentliche Terroranrufe zu machen, das schien sie leider nicht zu beeindrucken.

Ich entschied mich privat nach einer Wohnung zu suchen und klagte regelmäßig auf der Arbeit diversen Kolleginnen meine Angst bald in einem Zelt hausen zu müssen.
Wie es der Zufall so will, plauderte ich mit einer Kollegin, deren Tochter in Jyväskylä studiert. Ich war froh, so schon einen Kontakt knüpfen zu können. Und am nächsten Tag kam besagte Kollegin auf mich zu und meinte: “Ich habe eine Wohnung für dich!” Ihre Tochter zieht um und ich könnte ihre Wohnung haben, direkt im Zentrum, ein Zimmer plus Bad und Küche. Perfekt! Leider zeigt sich das auch beim Mietpreis…
Später kam doch ein Wohnungsangebot der Studentenunterkunft für ein 1-Zimmer Appartement. Schien mein wütender Anruf doch einen Eindruck hinterlassen zu haben?

Es stellte sich die Frage, wie bekomme ich meine 7 (oder eher 7000) Sachen nach Jyväskylä? Ich kenne niemanden mit einem großen Auto und ein Umzugsunternehmen wäre für die Strecke viel zu teuer. Es blieb nur eine Option, einen Minibus mieten und ihn selber fahren. Mein Freund reiht sich mit Jürgen Trittin und Roger Willemsen in die Riege der Männer ohne Führerschein. “Braucht man einfach nicht und schadet nur der Umwelt.” Punkt 2 unterschreibe ich sofort, doch einen Führerschein im großflächigen Finnland kann ab und an schon nicht schaden…

Ich bekam jedenfalls schon Panik, wenn ich nur daran dachte ein größeres Auto als einen PKW zu fahren. Ich habe mich mit “alles was dich nicht umbringt, härtet dich ab” aufgemuntert und ein Auto gemietet.

Das Packen hat ganz schön gedauert, ich habe vergessen wie anstrengend ein Umzug ist. Glücklicherweise ziehen mein Freund und ich “im Guten” und temporär auseinander. Ich kann nur erahnen wie es nach einem Streit sein muss, mir waren die Diskussionen, wer nun wie viele Teller und Gläser schon in Harmonie zu nervig.

Nun war er da, der Tag des Umzugs. Ich hatte das Auto für 2,5 Tage gemietet, dass wir etwas Zeit für Einräumen und Einkäufe in Jyväskylä hatten. Netterweise war auf dem Hinweg eine Freundin mit Führerschein dabei, was mich ungemein beruhigte.
Über die Autovermietung habe ich mich leider geärgert, mir war nicht bewusst, dass ich das Auto nicht von einem Menschen übergeben bekomme. Ich musste zum angegebenen Standort und per SMS das Auto öffnen. Im Handschuhfach lagen die Schlüssel. Genauso lief die Abgabe des Autos, Schlüssel rein, Tür zu und per SMS wurde verriegelt. Am nächsten Tag kam eine komische Mail, es seien Kratzer am Auto, auf meine Antwort dazu kam bis jetzt nichts. Mehr als komisch!

Das Abholen begann spannend, das Auto war nah eines kleinen Abhangs geparkt, noch dazu direkt vor einer Laterne. Ich habe erst nicht den Rückwärtsgang gefunden und stand schon gefährlich nah an der Laterne. Zum Glück kam meine Freundin hinzu und hatte die grandiose Idee, dass man doch nur die Kuppelung hochziehen muss. Puuh!

Ich muss sagen, ich war überrascht wie gut das Fahren ging! Alle Angst war umsonst und ich bin sogar die ganze Strecke alleine gefahren. 🙂
Das Einpacken ging zu Dritt fix und so starteten wir nach Zeitplan Richtung Norden. Das meiste der Strecke war Landstraße, glücklicherweise kam alle paar Kilometer eine Überholspur. Mit dem Auto durfte man nur 100 fahren und so reihte sich teilweise schon eine kleine Schlange hinter uns.
Ich finde Autofahren in Finnland sowieso sehr angenehm, einmal weil natürlich weniger Leute unterwegs sind und es (dank Geschwindigkeitsbegrenzungen) nicht so viele irre Raser gibt.

Nachmittags sind wir angekommen und die Wohnung war genauso so toll wie ich sie mir (dank Bilder) vorgestellt habe. Zum Glück hat das Haus einen Fahrstuhl, so waren schon nach kurzer Zeit alle Sachen in den vierten Stock gebracht.
Am frühen Abend ist meine Freundin wieder abgereist und wir waren etwas essen. Denn Strom hatten wir das Wochenende noch nicht, der kam erst Montag. Strom einschalten am Wochenende hätte 100€ gekostet, ist ja auch viel Arbeit einen Knopf zu drücken. Ähm ja… Für die Extrakosten war ich zu geizig und etwas indoor-Camping hat ja auch seinen Reiz.

Wir haben noch einiges für die Wohnung gekauft, eingeräumt, aufgebaut und natürlich die Stadt erkundet. Montagmittag sind wir wieder zurück gefahren.
Jetzt sind es noch 8 Tage bis zu meinem “endgültigen” Umzug. Zurzeit sind wir noch in unserer alten Wohnung, nächste Woche zieht mein Freund auch in eine neue kleinere Wohnung, die zum Glück ganz um die Ecke liegt.

Ganz ist der Umzug also noch nicht geschafft… 🙂

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