1 Comment

Mutternähe – ein wichtiges Bedürfnis

Mutterliebe
(Ich verliebte mich sofort in das Bilder der Mutter mit Kind im Schnee, als ich es auf einer Buchmesse entdeckte. Mittlerweile wurde ich unterrichtet, es sind Maria und Jesus. 😉 Sei´s drum, definitiv ein schönes Bild.)

Im Sommer waren wir eine Woche im Familienurlaub, auch die Oma, meine Mutter war dabei. Urlaub ist zwar mit Entspannung und Alltagsflucht verbunden, für ein Kleinkind ist gerade der Wechsel in eine unbekannte Umgebung oft aufregend und stressig zugleich. Der letzte Abend wurde anstrengend für mich und doch zeigte es mir wieder mal, wie wichtig Mutternähe ist, unabhängig davon wie alt ein Kind ist.

Zu Beginn möchte ich erwähnen, dass jede Mutter-Kind-Beziehung, egal welchen Alters sehr individuell ist. Keine Beziehung kann verglichen werden und die persönliche Bedeutsamkeit, wenn Kind und Mutter älter werden mag sich unterschiedlich entwickeln.

Manchmal dauert das Einschlafen halt…

An einigen Abenden  dauerte es länger als gewöhnlich bis A. in den Schlaf fand. Genauso wie zu Hause, habe ich mich mit ihm in unser Bett gelegt und einschlafstillte ihn in den Schlaf. Am letzten Abend zog es sich länger hin als üblich. War er endlich eingeschlafen und ich versuchte mich aus dem Bett zu schleichen wurde er wach. Irgendwann beschloss ich, nun selbst ins Bett zu gehen. Ich nahm ihn kurz zum Zähneputzen mit ins Bad.

Ich fand es schade, es war unser letzter Abend und ich hatte mich auf ein bisschen Beisammensein unter Erwachsenen gefreut.

Ich ging mit A. wieder ins Bett, nach einer Weile schlief er tief und fest ein. Es war mittlerweile weit nach 22 Uhr und ich ging noch einmal ins Badezimmer. Den Urlaubsausklang hatte ich mir anders vorgestellt.

Als ich im Bad war, kam J. hinzu. Er fragte ob ich nicht, obwohl es schon spät ist noch unten bleiben möchte. Ich wurde wütend und entlud meine Anspannung an ihm. Er versuchte mich zum Bleiben zu überreden, dass wir ein paar Augenblicke unter Erwachsenen haben könnten. Ich blaffte ihn an, dass mein Abend gelaufen sei und ich müde bin. Letzten Endes setzte ich mich doch ins Wohnzimmer.

Trost ist immer eine gute Medizin

Teilweise ist es einfach anstrengend mit Kind und es gibt Momente, die im Nachhinein gar nicht so dramatisch erscheinen, sich in der Situation aber wie ein kleiner Weltuntergang anfühlen können. Ich hatte mich halt auf den “Feierabend” gefreut und war enttäuscht, dass dieser entfiel.

Wir schauten etwas Olympia und ich erzählte, dass ich abends ein bisschen Zeit ohne Kind brauche, zum Abschalten, um Kraft zu tanken. Gerade an diesem Abend war es mir wichtig, da ich am nächsten Tag unsere Chauffeurin war und Ruhe wollte. Mir kamen die Tränen. Da sagte meine Mutter: “Ach, komm mal her.”

Ich stand auf und sie nahm mich fest in den Arm. Es fühlte sich an, als würde ich in ein Meer von weichen Kissen fallen, die mich auffingen. Nach einigen Momenten setzte ich mich wieder und fühlte mich gut. So einfach kann es gehen, eine Umarmung der Mutter und die Welt sieht besser aus.

Der Moment als mich meine Mutter getröstet hat, zeigte mir wieder mal, dass obwohl ich selber Mutter bin, immer Kind bleibe. Es gibt sie einfach diese Momente (für mich), da ist eine Umarmung oder ein gutes Wort meiner Mutter die beste Medizin.

Genau deshalb möchte ich die gleiche Mutternähe meinem Kind geben. Ja, das heißt auch abends mal länger beim Einschlafen dabei zu liegen oder oft zum aufgewachten Kind zu gehen. Eben so wie es mein Kind braucht. Ich könnte meinem Kind nie ein Bedürfnis verwehren, das ich mit fast 30 Jahren selber noch habe und gestillt haben möchte.

P.S. Mein Blog ist jetzt auch bei Facebook zu finden. Dort poste ich neben den aktuellen Blogartikeln, auch immer mal wieder Neuigkeiten aus Finnland. Ich freue mich über ein “Like”. 🙂

Tweet about this on TwitterPin on PinterestShare on Google+Print this pageEmail this to someone

1 Comment

Ich freue mich über einen Kommentar von dir.