Meine Top 3 der Bücher für Schwangerschaft und Babyzeit

Meine Top 3 der Bücher für Schwangerschaft und Babyzeit

Drei Bücher möchte ich euch heute vorstellen, die ich wärmstens empfehlen kann. Diese Bücher bilden meine Liste der Bücher, die ich jeder Schwangeren, werdenden oder Eltern in der Babyzeit ans Herz legen kann. Nach meiner eigenen Erfahrung ist man mit diesen ziemlich gut ausgestattet und informiert. Es handelt sich um diese drei Bücher: Ingeborg Stadelmann “die Hebammensprechstunde”, Remo Largo “Babyjahre” und Susanne Mierau “Geborgen Wachsen”.

Länger wollte ich die zwei erstgenannten Bücher vorstellen, zum Glück kam ich noch nicht dazu, denn das dritte Buch “Geborgen Wachsen” erschien erst dieses Frühjahr. Es bildet meiner Meinung nach eine wunderbare Ergänzung zu den beiden anderen Büchern.

Persönlich glaube ich, dass zu viele Informationen unruhig machen und davon ablenken können, seinem eigenen Gefühl zu vertrauen. Der beste Ratgeber ist oft das eigene Bauchgefühl. Darauf zu hören und zu vertrauen muss man als Mutter oder Vater oft erst lernen und alle drei Bücher haben mich darin bestärkt. Jeder Mensch ist anders, manche fühlen sich vielleicht wohler mit einer größeren Auswahl an Literatur rund ums Thema Baby.

Im Endeffekt macht es die Balance, ein Buch kann nie eine Vertretung für den direkten Austausch mit Fachkräften wie einer Hebamme oder einer Ärztin darstellen. Es kann genauso wenig ein Gespräch mit erfahrenen Müttern, die ähnliches schon erlebt haben ersetzen. Gerade in der Schwangerschaft ist es interessant mehr über die Vorgänge im eigenen Körper und die Entwicklung des Babys zu erfahren. Oder im Alltag mit Baby (und Kleinkind) kommen fragen auf, für solche Situationen finde ich es praktisch Bücher zum Nachschlagen daheim zu haben. Weshalb es gut ist, dass es solche Bücher gibt.

Kennt ihr die Bücher und habt sie selber gelesen? Wenn ja, wie haben sie euch gefallen? Und welches Buch ist eurer Meinung eine unabdingare Empfehlung für Schwangere und frische Eltern?

Die Bücher von Stadelmann und Mierau wünsche ich mir sehnlichts in englischer Sprache. Ich wüsste eine Handvoll Freundinnen, denen ich beide Bücher sofort empfehlen würde.

Meine Top 3 der Bücher für Schwangerschaft und Babyzeit - Stadelmann

Ingeborg Stadelmann “die Hebammensprechstunde”

Ich habe gleich zu Beginn meiner Schwangerschaft begonnen in dem Buch zu lesen, es wurde mir von einer Freundin, die Hebamme ist empfohlen. Das Buch hat mich gelehrt auf mein Bauchgefühl zu vertrauen, ich lernte als Mutter zu verstehen, auf mich und das Baby zu vertrauen. Und, dass es wichtig ist sich nicht auf ein (zu) festes Muster von Vorstellungen, wie die Geburt und die erste Zeit mit Baby aussehen soll zu versteifen. Klar, ich habe mir Gedanken darüber gemacht und Wünsche gehabt. Besonders unter der Geburt half es mir persönlich, im Moment zu handeln und nicht nach meinen vorgeplanten Vorstellungen.

Mir gefiel, dass Ingeborg Stadelmann an die Themen Schwangerschaft, Geburt und die Wochenbettzeit natürlich und ganzheitlich, mit Körper und Geist angeht. Wenn es der Mutter gut geht, hat dies einen positiven Einfluss auf das Baby. Auch der Homöopathie lässt sie viel Raum. Man muss diese Herangehensweise mögen und ich kann verstehen, wenn es einen nicht anspricht.

Ihre Sicht der Dinge und die Erzählungen aus ihrer jahrelangen Erfahrungen in der Geburtshilfe haben mir viele Ängste genommen. A. lag ja in Beckenendlage und dazu schrieb sie, dass es sich um eine seltener vorkommende Kindslage handle. Das nahm mir viel Stress, las ich oft etwas von “das Kind liegt falsch herum” und machte mich deswegen verrückt.

Einen Kritikpunkt möchte ich jedoch äußern, als für mich ein Kaiserschnitt im Raum stand, suchte ich vergeblich Informationen dazu. Ich fand klasse, dass das Buch alle möglichen Aspekte des Kinderkriegens beleuchtete und dann wurde ein Thema, wie der Kaiserschnitt, der viele Mütter (gewollt oder nicht) betrifft nur am Rande angeschnitten. Es erschien mir gar wie “ausgeschnitten” und in diesem Punkt fühlte ich mich von dem Buch, das sonst ein Gefühl von Verständnis vermittelte, regelrecht ausgeschlossen.

Es war ein sehr wissensreiches Buch zum Lesen, das an einigen Stellen wohl interessanter für (angehende) Hebammen ist. Trotzdem, ich habe nur dazu gelernt. Es enthält viele praktische Tipps, wie erwähnt aus der Homöopathie u.a. habe ich so das Heublumenbad kennengelernt.

Meine Top 3 der Bücher für Schwangerschaft und Babyzeit - Largo

Remo Largo “Babyjahre”

Das Buch erschien mir auf den ersten Blick als riesig und ich dachte mir: “Diese fast 600 Seiten liest du nie!” Das Buch umfässt Informationen zur Entwicklung von Babys und Kindern in den ersten 4 Jahren ist deshalb nicht ohne Grund so dick. Mit dem Lesen ist man also eine ganze Weile beschäftigt und wird ausgestattet mit Informationen. Lago, selber Kinderarzt schreibt sachlich und prägnant, man merkt ihm seine Erfahrung mit Kindern an und ich empfand beim Lesen keine Belehrung, sondern eine reine, sachliche Wissensvermittlung.

Die gute Aufteilung macht das Lesen einfach, es gibt verschiedene Themengebiete (u.a. Motorik, Spielverhalten, Sprachentwicklung), diese decken alles Wichtige ab. Diese Gebiete sind wiederum unterteilt nach Alter, startend “vor der Geburt” gehend bis 4 Jahre. Mir gefiel insbesondere, dass es schon vor der Geburt los ging und ich habe das Buch nicht in einem Stück durchgelesen. Vielmehr bietet es für mich ein tolles Nachschlagewerk. Ich lese immer die zeitlich aktuellen Kapitel. Man (zumindest ich) merkt sich ja doch nicht alles und es macht mehr Sinn aktuell zum Alter des Kindes nach Informationen zu schauen.

Meine Top 3 der Bücher für Schwangerschaft und Babyzeit - Susanne Mierau

Susanne Mierau “Geborgen Wachsen”

Auf ihrem gleichnamigen Blog “Geborgen Wachsen” schreibt Susanne Mierau regelmäßig zum Thema “bindungsorientierte Elternschaft”. Dieses Jahr erschien sozusagen das Buch zum Blog, in dem es um das erste Jahr mit Baby geht.

Ein wunderbares Buch ist entstanden, ich finde es eine treffende Ergänzung zum Buch von Ingeborg Stadelmann, das hauptsächlich um die Schwangerschaft geht. Susanne Mierau geht es genauso darum, auf sein Bauchgefühl und vor allem sein Kind zu hören. Es wichtig als Familie so zu leben, dass es alle Mitglieder glücklich macht und nicht den Vorstellungen der Norm zu folgen. Ich habe das Buch als Zustimmung empfunden, dass ich z.Bsp. keine Klette bin, wenn ich mein Neugeborenes ungern oder gar nicht den Verwandten auf den Arm geben wollte.

Immer wieder dachte ich beim Lesen: “Ja, das sehe ich genauso.” Und hätte ich für mich wichtige Passagen im Buch markiert, hätte es mich wohl einige Textmarker gekostet. Auch, wenn ich der Meinung bin, dass J. und ich gute Eltern sind, manchmal braucht man einfach ein paar extra Schulterklopfer zur Bestärkung und dieses Buch tat genau das für mich.

Susanne Mierau sagt nicht wie es laufen muss im Familienalltag, es gibt viele Wege zum Familienglück, in der Trage, an der Brust oder mit der Flasche. Doch mit einigen Zutaten geht man all diese unterschiedlichen Wege leichter und entspannter, nämlich mit Geborgenheit, Liebe und Ruhe.

Sie schreibt zum Beispiel zur Einschlafbegleitung, wie wichtig es ist als Eltern selbst entspannt zu bleiben. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass dies manchmal, wenn man sich nach dem “freien” Abend sehnt nicht einfach ist. Ich habe gemerkt, wie ich teilweise regelrecht verkrampft neben A. im Bett lag. Zu entspannen “entschärft” die Situation ungemein und färbt spürbar auf mein Kind ab, was das ins Bett bringen gelockert hat.

Als ich das Buch ausgelesen habe, dachte ich sofort, wie schade es ist, dass es nicht schon in den 1980ern erschien. Meiner Mutter hätte es viel geholfen und Unterstützung gegeben. Damals waren die “Stimmen von außen” (aka eigene Mutter, Ärzte, Verwandte) laut ihrer Erzählungen oft sehr beunruhigend.

Ich fand das Buch definitiv noch nach dem Babyjahr lesenswert. Wäre es früher erschienen, hätte ich es natürlich schon in A´s erstem Jahr gelesen. So bildete es rückblickend einen guten Zuspruch auf die zurückliegende Babyzeit.

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