Kitaplatzsuche auf Finnisch – unsere ersten Erfahrungen

Unser Plan war, dass ich mir für Anfang 2017 Arbeit suche und A. einen Kindergarten besuchen wird. Ob dies eintraf und unsere Kitaplatzsuche erfolgreich war, davon erzähle ich heute.

Vergleiche sind immer schwer, weil Deutschland und Finnland eben unterschiedlich sind, deshalb soll mein Bericht kein Vergleich zu Deutschland darstellen. 🙂

Kitaplatzsuche in Finnland
Bild von pixabay

Der Anmeldevorgang

Bei uns in der Stadt (dies kann sich von Gemeinde zu Gemeinde unterscheiden) bewirbt man sich online indem man ein Formular ausfüllt. Gut vier Monate vor dem gewünschten Termin des Kitastartes sollte man die Anmeldung ausfüllen. Dies bezieht sich auf einen Platz für einen städtischen Kindergarten auf den wir uns bewarben.

Drei Kindergärten um die Ecke

Unsere Bewerbung schickten wir im September ab. Bei uns im nahen Umkreis befinden sich drei Kindergärten. Einer davon ist erst für Dreijährige. Die anderen nannten wir bei unserer Bewerbung als Erst- und Zweitwunsch.

Im November bekam ich einen Anruf, eine Zuständige der Stadt berichtete, wie überfüllt unsere Wunschkindergärten seien. Sie fragte, wie dringend wir im Januar den Platz benötigten. Da ich mich noch um keinen Job gekümmert hatte, einigten wir uns bis zum 1.3. zu warten.

A. gefällt es auf dem Spielplatz bei den Parktanten und mir wurde doch mulmig, als alles so ernst klang.

Kitaplatzsuche beendet?

Letzte Woche trudelte die Entscheidung ein und wir hätten theoretisch einen Kitaplatz ab 1.3. Die Situation in den benachbarten Kindergärten hat sich nicht geändert, weshalb Kinder auf umliegende Kindergärten “verteilt” werden.

Dieser Kindergarten ist etwas mehr als zwei Kilometer von uns, ohne Auto braucht man gut 30 Minuten dorthin. Bis November ist diese Kita noch an einem Ausweichort. Dann geht es in einem Neubau weiter, was definitiv toll klingt.

Kitaplatzsuche in Finnland
Bild von Pixabay

Kitaplatzsuche to be continued…

Trotzdem beschlossen wir, dass es aktuell keinen großen Nutzen für uns hat, würde A. im Kindergarten starten. Er ist glücklich im Park und ich habe mich noch nicht wirklich um Arbeit bemüht. Wir sagten ab und werden uns im März für den Sommer neu bewerben.

Leider kann man sich nicht früher als vier Monate im Voraus für einen Platz bewerben. Zum Beispiel im Februar für August (wenn das Kindergartenjahr neu beginnt) reservieren ist nicht möglich.

Das ist zwar schade, auf der anderen Seite ist sicher, dass A. einen Platz bekommen wird. Es kann bloß sein, dass der Kindergarten weiter weg ist. Was für uns ohne Auto nicht die beste Lösung ist.

Generell hat in Finnland jedes Kind ein Recht auf einen Kindergartenplatz, dies kann variieren, wenn ein Elternteil arbeitslos ist und in welcher Stadt man wohnt.

In andere Richtungen schauen

Wir werden zusätzlich nach privaten Kindergärten und Tagesmüttern suchen. Doch bei diesen Alternativen bin ich (persönlich) vorsichtiger. Meiner Meinung nach sind städtische Kindergärten (in Finnland) die bessere Wahl. Sie funktionieren nach einheitlichen Prinzip und es steht keine “business idea” dahinter, wie bei vielen privaten Kindertagestätten.

Würden wir uns für eine private Kita entscheiden, bezahlt die Stadt den Differenzbetrag zum Betreuungsbeitrag. Für uns würden keine höheren Kosten entstehen. Der Beitrag regelt sich übrigens nach dem Einkommen der Eltern.

Also, to be continued… 

Habt ihr euch schon für einen Kindergartenplatz beworben? Wie ist das angelaufen?

Von einer Freundin aus Deutschland habe ich gehört, dass es teilweise an ein Casting erinnert. (Vorstellungstreffen, Vorstellungsmappen basteln) Auch Inga hat auf ihrem Blog “Mama in Hamburg” über die Suche und einen Besuch einer möglichen Kita berichtet.

 

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