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Unsere Bestseller: Kinderbücher für Dreijährige

Werbung, da Markennennung, alles selbst gekauft

Mittlerweile befinden wir uns im fünften Lebens- und Lesejahr mit A. Vor einigen Wochen war sein vierter Geburtstag, ein schöner Anlass einen Rückblick auf unsere Kinderbuch – Bestseller von 2018 zu werfen. Welche Kinderbücher wollte A. als Dreijähriger vorgelesen bekommen? Und welche Bücher hingen uns Eltern nach dem zehnten Vorlesen nicht aus dem Hals? Hier gibt es einen Einblick, ich hoffe es findet sich ein Buchtipp für euch darunter.

Ich habe deutlich eine Veränderung im Leseverhalten von A. wahrnehmen können im letzten Jahr. Seine Geduld für längere Geschichten und der Aufbau von Verbundenheit zu Charakteren der Bücher wuchs deutlich.

Sammelbände, wenn eine Gute-Nacht-Geschichte zu wenig ist.

Bücher brauchen Platz

Unser Stauraum für Bücher ist nicht unendlich, weshalb ich froh bin, dass sogar die Büchereien im Helsinkier Hauptstadtgebiet eine beachtliche Auswahl an deutschsprachigen Kinderbüchern bieten. Dies ermöglicht uns, was ich aus Deutschland vermisse, Bücher auszuleihen und sie bei fehlendem Interesse zurück zu bringen.

Eine gute Lösung um viele Geschichten auf wenig Platz zu vereinen sind Sammelbände, die ich im letzten Jahr lieb gewonnen habe. Mehr Geschichten zum Vorlesen und trotzdem bloß ein Buch im Regal, praktisch und platzsparend!

Besonders schön finde ich, wenn Kinderbücher ein bebildertes Inhaltsverzeichnis haben. So können die kleinen Leseratten aktiver bei der Auswahl der Geschichten dabei sein. Definitiv eine Sache, die ich mir für mehr Bücher wünschen würde!

Dieses Buch für Kleinkinder hat A. von meiner Mutter bekommen, sie wollte ihm ein Märchenbuch schenken. Ehrlich gesagt, war ich erst skeptisch, ob Märchen nicht vielleicht zu lang oder gar zu gruselig seien. Meine Mutter fand dieses Buch und es ist ein toller Einstieg in die Welt der Märchen. Die bekannten Geschichten sind stark gekürzt und in der Erzählung vereinfacht, Bilder unterstützen das Textverständnis. Das Buch ist für das Alter zwei Jahre und älter gekennzeichnet, richtig etwas damit anfangen konnte A. erst mit drei Jahren und jetzt mit vier zieht er das Buch weiterhin zum Vorlesen aus dem Regal.

Ich muss gestehen, der Grüffelo ist lange an mir vorbeigerauscht. Oft habe ich den Namen des leichtgläubigen Monsters gehört, doch eingezogen ist das Buch erst letztes Frühjahr. Und was soll ich sagen? Die Bilder, die Geschichten in Reimform und besonders die mutige, kleine Maus, die den großen Grüffelo austrickst begeisterten uns sofort. Ein Buch was nie langweilig wird vorzulesen.

Die Macht der Sprache

Die Bücher aus der Serie um Pettersson, der mit seiner Katze Findus zusammen Abenteuer erlebt kenne ich noch aus meiner Kindheit, die Geschichten sind definitiv zeitlos. Dieses Buch ist für mich ein Beispiel, was Sprache für einen Einfluss haben kann. So wird Pettersson von den Nachbarn als „verrückt” oder auch als „der Alte“ betitelt. Persönlich finde ich diese Beschreibungen grundlos negativ und ohne Bedeutung für den Verlauf der Geschichte, weshalb ich aus verrückt ein komisch mache und Pettersson eben immer so heißt, statt „der Alte”.

Ich mache dies in einigen Büchern, dass ich Worte weglasse oder verändere. Zum Beispiel in den Büchern über Conni. Es gibt eine Geschichte in der sie verloren geht und beim Wiederfinden Connis Mutter mit ihr schimpft. Da ich das Verhalten der Mutter im Buch nicht unterschreiben möchte, lasse ich den Satz halt weg.

Ja, an Conni scheiden sich die Geister und ich verstehe die Kritikpunkte, dass viele Klischees (Geschlechterrollen der Eltern als Beispiel) bedient werden. Doch die Idee der Alltagsgeschichten, die am Leben der Kinder dran sind mag ich und das ist es wohl, was A. an dieser Figur und ihren Geschichten mag. Es müssen ja nicht immer große Abenteuer passieren, sondern kleine Geschichten mit denen sich die Kinder identifizieren können reichen vollkommen aus.  Neben Conni mag A. die Charaktere „Max” (aus der Lesemausserie) oder „Nele” (als Pixi-Buch), diese Bücher sind ähnlich, Geschichten aus dem Leben eben.

Die Wissensbücher der “WWW” Serie eignen sich super zum selbständigen Angucken.

Ich schaue öfters durch unsere Buchsammlung und sortiere aus oder lege Bücher für eine Weile weg. Wobei ich sagen muss, dass dies im letzten Jahr weniger passierte, viele Bücher sind schon lange beliebt, wie die der Reihe „Wieso, weshalb, warum?” oder von Willi Wiberg.

Zum Vergleich, hier ein Blick was A. gerne als Zweijähriger vorgelesen bekam.

Natürlich besitzen wir auch finnische Kinderbücher, diese fallen aber nicht in meinen Aufgabenbereich.

Es gibt so viele tolle Kinderbücher und es ist gar nicht so leicht eine Bestsellerliste zu erstellen. Welche Bücher lest ihr gerne mit euren Kindern?

2 Comments

  1. Petterson und Findus waren immer gut.
    Auch Mama Muh kam gut an, war aber nicht ganz so der Dauerbrenner.
    Conni und alle deren Derivate waren beliebt. Ebenso Bücher von Petzi.
    Die Große hat recht früh auch textlastige Bücher gemocht, der Kleine eher nicht – Kinder sind halt
    verschieden.
    Empfehlenswert, weil sehr lustig ist das Bilderbuch “Maus, kleine Maus” von Wilhelm Topsch und das (Fließtext-Buch) “Glitzerkatze und Stinkmaus” von Andreas Steinhoefel – beide leider nur noch second hand zu bekommen, .

    1. Vielen Dank für deinen Kommentar und die Buchtipps! Ich an die Petzi Bücher kann ich ich noch aus meiner Kindheit erinnern. 🙂

Ich freue mich über einen Kommentar von dir.