#FrauenErzählen: 10 Bloggerinnen teilen ihre Gedanken zum Muttertag

Regelmäßig kommen unterschiedliche Frauen in der Rubrik #FrauenErzählen im Blog zu Wort und erzählen aus ihrem Leben. Was ist deine Geschichte

Heute am Muttertag gibt es #FrauenErzählen in einer besonderen Version. Ich freue mich sehr, gleich neun wunderbare Bloggerkolleginnen als Gästinnen zu haben. Wir teilen mit dir unsere Gedanken und Gefühle zum Muttersein und erzählen was uns der Muttertag bedeutet.

So individuell jede Mutter, so unterschiedlich sind ihre Wünsche. Ich finde es wichtig auf Missstände aufmerksam zu machen, wie durch den #Muttertagswunsch. Genauso, wie sich Dankbarkeit für Mütter nicht nur auf einen Tag beschränken sollte, müssen wir diese immateriellen Wünsche und Forderungen nicht nur zum Muttertag äußern.  

#FrauenErzählen: 10 Bloggerinnen teilen ihre Gedanken zum Muttertag
(Bild von Leen)

Berdien bloggt auf www.bejewly.de über ihr Leben mit Mann und drei Kindern im Ausland.

Mutter sein, das bedeutet für mich: Bedingungslose Liebe, Hektik, an meine Grenzen kommen, vorlesen, lachen, kuscheln, albern, klebrig und unendlich müde sein. Schimpfen, reflektieren, nicht mehr alles so schlimm finden, neue Ängste entwickeln, mich sorgen, das Leben anders schätzen.

Mir bedeuten solche speziellen Tage, wie Mutter-, Vater- oder Valentinstag, nicht viel. Ich brauche keinen Tag, an dem mein Muttersein wertgeschätzt wird oder an dem ich meine Mutter besonders wertschätze. Meine Mutter bedeutet mir an jedem Tag im Jahr etwas, ich bewundere ihren „Mutter-Job“ tagesunabhängig und ich hoffe, dass auch mein Muttersein jeden Tag geschätzt wird. Zum Muttertag gibt es bei uns kein spezielles Programm.

Dani, Familienbloggerin bei „Glucke und So”, ihr Prinz ist (noch 3) und stellt ihre Welt völlig auf den Kopf.

Der Muttertag bedeutet für mich sehr viel. Als Ich selber Mutter wurde war es sofort mein Tag. Ich zelebriere gerne Tage, Dinge, Gefühle oder Orte. Es ist ein Tag an dem man „Danke” sagt, an sich selbst, an seine eigene Mutter und an seine Kinder und Partner. Ich bekomme immer eine wirklich süße Kleinigkeit von meinen zwei Männern und wir machen etwas Schönes.

Ich finde den Tag politisch gesehen bedeutend. Wir Mütter sind wichtig, benötigen mehr Beachtung in vielen Bereichen. Sei es Vereinbarkeit, Wochenbettdepressionen, Überbelastung durch Job und Familie und so weiter. Wir sind Mütter und Frauen, trotzdem werden wir noch immer extrem benachteiligt. Ich habe bereits mehrfach dazu geschrieben, wer mag kann in meinem Beitrag „mein Muttertagswunsch” mehr dazu lesen.

Katja bloggt über ihr Leben mit Nesthäkchen Milou (1) und Wirbelwind Ida (4) auf Mamatized.com

Muttertag, das ist doch dieser eine Sonntag im Jahr an dem die Kinder den Frühstückstisch decken, eventuell noch mit Papas Geld einen Blumenstrauß kaufen und spätestens um 10 Uhr morgens vergessen haben, dass sie Mama heute einen schönen Tag bereiten wollen, oder?

Für mich persönlich hat sich eigentlich nur eins am Muttertag verändert, seit ich Mutter bin: Ich möchte meiner eigenen Mama danken. Von ganzem Herzen. Erst jetzt verstehe ich viele Dinge, die mir früher ein Rätsel waren. Diese Sorgen, die sie sich gemacht hat wenn ich nachts auf einer Party war. Und auch die bedingungslose Liebe, die sie zu mir hat, weil ich sie nun selbst fühlen kann.

Lara, ein Kind (2), bloggt auf „Dreaming Today” über ihr Familienleben in Finnland.

Für mich war immer klar, dass ich ein Kind haben möchte, das Muttersein fühlte sich von Anfang natürlich an. Auch ich komme öfters an meine Grenzen, doch dies gehört zum Leben und gibt mir Möglichkeiten zur Reflektion und neue Wege zu gehen.

Meine eigene Mutter hat sich nie etwas aus dem Muttertag gemacht. Erst als ich auszog gewann der Tag an Bedeutung für mich. Ich finde die Geste zählt und ich schreibe ihr gerne Muttertagspost. Jetzt bin ich selber Mutter und erwarte ich genauso wenig, freue mich über Kleinigkeiten. Dieser Tag ist neben meinem Geburtstag ein schöner Anlass bewusst einen tollen Tag als Familie zu verbringen. Und wenn ich dazu noch ein Bild oder Karte bekomme ist es einfach eine schöne Überraschung. Doch ich würde die nie zwanghaft von meinem Kind erwarten.

Leen, verheiratet, Pädagogin und schwangere Mutter einer Tochter. Sie bloggt auf „Aufbruch zum Umdenken” und zeigt ihren bindungs-, beziehungs- und bedürfnisorientierten Weg.

Fast 2 Jahre bin ich nun Mutter, über die Elternzeit habe ich viel Freiraum bekommen mich neu zu orientieren, mein Leben umzudenken und neue Wege zu gehen. Wie es weiter geht, weiß ich jetzt noch nicht. Hier und heute bin ich für meine Kinder da. Wenn mich meine Tochter umarmt und küsst, fühlt sich jeder Tag wie ein Muttertag an. Mein Herz wird warm, denn diese Liebe zu fühlen ist doch das größte Geschenk.

Der Muttertag ist ein Tag für mich, an dem ich dankbar zurück schaue, auf mich und auch auf meine Mama als Mutter. Meine Mama ist eine wunderbare Mama und ich möchte auch eine wunderbare Mama für meine Kinder sein.

Ich finde es schön, wenn wir an diesem Tag unseren Mamas Aufmerksamkeit, Dankbarkeit und Liebe schenken. Ich bin dankbar, dass ich frei denken durfte, mich persönlich entfalten und zu meinem Ich heranwachsen konnte, ohne anders sein zu müssen.

Natalie, hat eine zweijährige Tochter, lebt in Wien und bloggt auf: Mamawillschoko.at

Mutter sein, das bedeutet für mich: Ganz viel Liebe geben, die ich in der Form noch nie zuvor gekannt hatte. Trösten, da sein, begleiten. Oft verzweifelt sein, an sich selbst zweifeln. Seit drei Jahren nicht mehr durchschlafen können. Mit dem Partner streiten, sich wieder versöhnen. Sich selbst reflektieren: Noch nie zuvor habe ich mich so stark weiterentwickelt wie in der Zeit, in der meine Tochter da ist. Mutter sein, bedeutet an sich selber und gemeinsa wachsen, Vollkommenheit spüren. Lachen, Leben und Lieben.

Muttertag ist für mich eine schöne Geste, um „Danke!” zu sagen, weil man als Mama ja viel gibt. Diese Art von Gesten sollte es immer wieder geben, nicht nur einmal im Jahr. Wir Mütter leisten enorm viel, Tag für Tag. Kinder sagen auf ihre Art „Danke!” und das ist schön.

Aber die Anerkennung sollte auch vom Partner, von den Großeltern, vom näheren Umfeld, von der Gesellschaft kommen. Meine Tochter ist noch zu klein, um die Symbolik zu verstehen. Dennoch freue ich mich darauf, wenn sie mir Selbstgebasteltes aus dem Kindergarten mitbringt. Ich bin schon sehr gespannt…

Nicole, stolze Mama von Mausi (3), bloggt auf „LiNiChri” über das (manchmal nicht) ganz normale Familienleben mit einer Angsterkrankung und HSP.

Muttersein bedeutet für mich: Eine große Herausforderung die ich mit
viel Mut und Liebe zu bewältigen versuche.

Muttertag, das ist für mich eher ein Tag wie jeder andere, aber ich bekomme leuchtende Augen wenn meine Mausi mir ein selbstgemaltes Bild oder ein Blümchen überreicht. Das mache ich immer, egal ob Muttertag oder nicht, ich liebe kleine Aufmerksamkeiten. Die müssen nicht unbedingt mit einem speziellen Tag verbunden sein.

Ravna „Zesyra”, zwei Kinder, bloggt auf nooborn.wordpress.com.

Muttertag? Nazischeiße, Blumenladenmarketing, Müttermythos, mein Linktipp dazu:„die Erfindung der Mutterrolle”. Aber irgendwie hängt eins doch dran. Warum ist mir das irgendwie wichtig, obwohl ich es eigentlich zum Kotzen finde? Weil Anerkennung so wichtig ist. Und Mütter beziehungsweise Eltern diese zu selten bekommen.

Ich scheiß auf Blumen und Schokolade. Ich will Rente und Grundsicherung für alle Eltern die mit Kind(ern) zu Hause sind. Vereinbarkeit, Abschaffung des Ehegattensplittings, Steuererleichterungen für alle Familien. Meine innere Feminist*in überlegt noch darüber ob ein „Elterntag” das Problem unsichtbar macht, dass Erziehung immer noch als Frauending verstanden wird. Aber Sprache schafft Realität. Darum lieber ein Elterntag als Kampftag für mehr Elternrechte, nicht als kapitalistischer Tranquilizer.

Svenja bloggt auf Hauptstadtpflanze.de über das Berliner Großstadtleben mit ihren beiden Kindern (4 & 6 Jahre).

Mutter werden fühlte sich für mich so richtig an, wie ich es noch nie erlebt habe. Im Beruf bin ich oft am Zweifeln, was ich tun oder werden möchte. Als Mutter bin ich bei mir angekommen, ohne etwas in Frage zu stellen. Es bedeutet für mich erwachsen zu werden, Grenzen zu erfahren, viel zu lachen und den Kindern so viel Liebe zu geben, dass sie damit gut gerüstet für ein ganzes Leben sind.

Am Muttertag mag ich, wenn die Kinder morgens tuscheln und Frühstück machen oder kleine Geschenke vorbereiten: „Mama, ich habe eine Kette für Dich gebastelt, aber das darf ich Dir nicht sagen, denn das ist eine Überraschung!“ Und ich mag, dass der Muttertag dank engagierter Blogger*innen auch eine politische Dimension erfährt, wenn mit dem #Muttertagswunsch dringende Veränderungen zum Beispiel für Vereinbarkeit gefordert werden.

Darüber hinaus ist es ein Tag wie jeder andere. Dieses Jahr am Muttertag werde ich auf Dienstreise sein und mich tierisch auf die beiden freuen. Wie immer in solchen Fällen, gibt es statt Frühstück eben Muttertagsabendbrot.

Sylvi, zwei Töchter (5 & 10 Jahre), bloggt auf momsfavoritesandmore.com über ihren ganz normalen Familienalltag, Bücher, Kochen und vieles mehr. 
Für mich bedeutet Muttertag vor allem gemeinsame Zeit mit meinen Mädels, das möchte ich mir auch erhalten, wenn sie größer sind. Ich brauche weder Blumen noch Geschenke, wichtiger sind mir ihre strahlenden Augen, wenn sie mich umarmen. So gesehen ist für mich jeden Tag Muttertag, ihre Liebe ist es, die mich erfüllt und mein Leben besonders macht. Dennoch finde ich den Muttertag wichtig, um auf die Leistung der Mütter aufmerksam zu machen, Missstände anzusprechen und für mehr Toleranz gegenüber unterschiedlichen Lebensentwürfen zu werben.
Mein Muttertagswunsch ist daher klar: Toleranz. Ob berufstätig oder Vollzeitmami, ob Pampers oder Stoffwindeln: Hört auf euch und eure Erziehungsstile ständig zu vergleichen oder gar irgendwelchen Idealen hinterherzurennen. Seid einfach authentisch und weltoffen!
Eine tolerante Gesellschaft fällt nicht vom Himmel, sondern fängt im Kleinen an. Jede von uns kann ihren Beitrag leisten. 2016 habe ich über meine Wünsche zum Muttertag ausführlicher gebloggt. Ich wünsch euch einen schönen Muttertag.

Mehr Toleranz täte uns allen, egal ob Mutter, Vater oder nicht sehr gut. Ein schönes Schlußwort von Sylvi, wie ich finde. Wie verbringst du, ob Mutter oder nicht, den Muttertag? Und was für Gedanken hast du zu diesem Tag?
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