Finnischer Freitag: der Bodomsee

Schon mal von der Metal-Band “Children of Bodom” gehört? Ich kenne mich in dem Genre kein bisschen aus und in diesem Beitrag wird es nicht um Metal-Musik gehen. 😉 Als ich den Namen der Band vor vielen, vielen Jahren zum ersten Mal hörte, habe ich mir nichts weiter bei gedacht. Ich glaubte sehr lange, dass es sich um eine norwegische Band handelt. Woher die Band ihren Namen hat erkläre ich später. Bei uns in der Nähe liegt der See Bodom und an dem war ich gestern mit A. Leider hat das Wetter nicht mitgespielt, ich hoffte wir könnten im Wasser planschen.

Ein in vieler Hinsicht interessanter Ort, als Ausflugsziel für Familien, zum Baden, Campen oder zum Gruseln… Gruselig war unser Ausflug zum Strand “Oittaa” am See zum Glück nicht. Der Bodomsee ist ein lohnenswertes Ausflugsziel für Menschen allen Alters und nicht weit von Helsinki. Wen es alsbald nicht nach Finnland verschlägt und die Möglichkeit hat den See zu besuchen, kann zumindest mit ein paar neuen Infos aufwarten, für den nächsten Small Talk z.Bsp. 😉

3 Gründe den See Bodom zu besuchen:

1. “Angry Birds” Spielplatz

Ob man das Spiel mag oder wie ich kaum gespielt hat, der Spielplatz ist toll und abwechslungsreich! Es gibt einen Teil für die größeren Kinder, der Platz der Schweinchen mit einem großen Schiff und ein Areal für die Kleineren mit dem Thema der wütenden Vögel. Der Spielplatz hat viel zu entdecken, z.Bsp. Säulen im Schweinchenbereich mit einer kleinen Plattform auf die man steigt und langsam nach unten fährt. Die dortigen Trampoline haben A. sehr beeindruckt. Goldene Eier können auch gesucht werden, die auf dem Spielplatz versteckt sind. Auf der Vogel-Seite gibt es verschiedenen Rutschen, die dank der Treppen schon für die Kleinsten gut zu erreichen sind.

Ich war aber überrascht wie gut der Spielplatz trotz schlechtem Wetter besucht war. Ich kann nur ahnen, wie voll es bei gutem Wetter wird. Der Spielplatz wurde 2013 eröffnet. Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe dieser “Angry Birds” Spielplätze im Land, die Finnen sind eben stolz auf ihre Erfindung der wütenden Vögel.

2. Badestrand und Sportmöglichkeiten

Auch für die großen Kinder findet sich genug Bespaßung, wie ein Fussball/Basketballplatz, Volleyballnetze, es kann auf dem 1,5 km langen Naturpfad gewandert oder Frisbeegolf gespielt werden. Der Badestrand ist toll, es gibt Duschen, Umkleidekabinen und ein Café in einem schönen alten Gutshaus.

Nebenan befindet sich ein Campingplatz auf dem ich schon zwei Mal Mittsommer verbracht habe. Zu Mittsommer findet am Strand das typische “Juhannusfeuer” statt.

3. Schauermärchen fürs Lagerfeuer

Nun zum schaurigen Teil des Sees, eingangs erwähnte ich die finnische Metal-Band “Children of Bodom”. Der Name beruht auf einen nie geklärten Mordfall in den 1960er der am Ufer des Bodomsees geschah. Vier Jugendliche zelteten dort, am nächsten Morgen wurden 3 brutal getötet aufgefunden, ein Junge überlebte schwer verletzt. Bis heute ist der Mörder nicht identifiziert, verdächtigt wurden u.a. ein Kioskbesitzer, ein in der Nähe lebender Deutscher und gar der einzig überlebende der Jugendlichen. Deshalb gibt es viele Theorien was in der Nacht wirklich passierte.

Die Ermittlungsmethoden waren vor über 50 Jahren natürlich noch nicht ausgereift wie heute. So wurde der einzige Überlebende z.Bsp. hypnotisiert und aufgrund seiner Angaben wurde ein Phantombild erstellt. Er berichtete von rot leuchtenden Augen. Im Internet kann man mehr zu diesem Fall finden, für Angsthasen wie ich, empfehle ich die Recherche auf die Morgenstunden zu verlegen. Ich habe zum Glück beide Male, als ich dort auf dem Campingplatz war (die Jugendlichen hatten frei gezeltet) die Geschichte vergessen, sonst hätte ich hinter jedem Baum rot leuchtende Augen gewittert.

Ein Besuch lohnt sich, der dritte Punkt wirkt hoffentlich nicht abschreckend. 😉

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