4 Comments

Finnischer Freitag: Pulla Rezept

Anfang des Monats habe ich zum ersten Mal Pulla selber gebacken und nun möchte ich das Rezept natürlich mit euch teilen. Es ist definitiv kein Geheimis, steht es doch auf fast jeder finnischen Mehlpackung! Pulla kann man wohl am besten als süße Brötchen beschreiben. Das Besondere macht wohl der Kardamom, der den Pulla den typischen Geschmack gibt, was sie von einem “gewöhnlichen” Milchbrötchen unterscheiden lässt. Es gibt Pulla eigentlich in jedem “gut sortierten” finnischen Café, die Fleißigen backen sie natürlich selber. Frisch aus dem Ofen sind sie einfach am besten! Pulla sind wirklich DAS typische Gebäck schlechthin.

Ich habe mich nie dran getraut, doch dieses Jahr sollte es zu “Laskiainen” endlich so weit sein. Gebacken habe ich mit einer Freundin und unser erster Versuch ging leider etwas daneben. Unsere Pulla wurden ziemlich hart, da wir zu viel Mehl genommen haben. Finnische Rezepte sind immer in Deziliterangaben und unsere Umwandlung in Gramm war nicht so schlau, ähhm umgesetzt… 😉 Ein paar Tage später habe ich es noch einmal versucht und es geklappt, denn ich habe das Mehl brav in Deziliter abgefüllt. Aber auch beim zweiten Mal habe ich nicht das ganze Mehl genuzt, wichtig ist, es etwas nach Gefühl zu machen. Fühlt sich der Teig gut und noch weich an, ist es genug Mehl. Das Backen ist gar nicht so schwer wie ich immer dachte und beim zweiten Versuch ging gleich viel einfacher.
Mit Schlagsahne und Himbeermarmelade gegessen werden sie dann zu “Laskiaispulla”, wie auf dem letzten Bild. Ohne die extra Zugaben sind sie jedoch schon süß genug.
Lasst es mich wissen, wenn ihr das Rezept mal ausgetestet habt!

Hier geht es zur Backanleitung:

Zutaten:
500 dl Milch
1 TL Salz
200 dl Zucker
1 EL Kardamom
12 – 14 dl Weizenmehl
50 g Hefe (ein Hefewürfel)
200 g Butter oder Margarine
Hagelzucker zum Bestreuen

Zubereitung:
Pulla Rezepte stehen wie erwähnt auf vielen Mehlpackungen oder wie dieses auf der Zuckerverpackung, sie ähneln sich alle. Dieses Rezept zum Beispiel ist ohne Ei.
Die finnischen Rezepte werden in Deziliter angezeigt und das unbedachte umwandeln in Gramm rate ich wirklich nicht. Also aufpassen! 😀 Mit dem Messbecher lassen sich Mengen ja genauso gut abstimmen wie mit einer Waage. Und es ist natürlich besonders praktisch, wenn man keine Waage zur Hand hat.

Zu Beginn wird die Milch erwärmt und die Hefe darin geschmolzen. Danach kommt das Salz, der Zucker und der Kardamom dazu. Es werden langsam 8 dl Mehl hinugefügt und alles für einige Minuten gut verrührt, dass sich ein gleichmäßiger Teig bildet. Ich habe einen Knethaken genutzt und langsam den Rest des Mehls hinzugefügt, bzw bis sich ein gleichmäßiger Teig bildete. Zum Schluss kommt die weiche Butter oder Margarine dazu. Der Teig muss gut verknetet werden und kommt dann für eine Weile abgedeckt an einen warmen Ort, dass er sich verdoppeln kann. Wann er sich nun verdoppelt hat konnte ich nicht wirklich ausmachen, ich habe einfach ca. 30 Minuten gewartet.

Aus dem aufgegangene Teig werden kleine Brötchen geformt und noch mit Eiweiß bestrichen und Zucker bestreuselt. Bei 200 Grad komme sie für 20-25 Minuten in den Backofen bis sie goldbraun gebacken sind.

 

Tweet about this on TwitterPin on PinterestShare on Google+Print this pageEmail this to someone

4 Comments

Ich freue mich über einen Kommentar von dir.