Der erste Schuheinkauf

Als wir Anfang März in Deutschland waren stand A’s erster Schuheinkauf an, was für mich definitiv ein Erlebnis war, für kein Kleidungsstück vorher haben wir so einen Aufriss betrieben. Das gilt sowohl für As Kleidung als meine. Am Ende des Einkaufs ist mir eines klar geworden, wie wichtig und richtig dieser Aufwand war! Ich werde einige der Punkte nennen, die ich, dank der äußerst kompetenten Verkäuferin gelernt habe. Vielleicht ist ja etwas Neues für euch dabei. 🙂 Und wer einen guten Kinderschuhladen in Hannover sucht, ist dieser definitiv zu empfehlen.

Meine Mutter hatte einen Laden für Kinderschuhe ausfindig gemacht und schien fast am aufgeregtesten von uns. Was mich nicht störte, so mussten wir nur mitkommen, alles andere war schon geplant.


Einlaufen der ersten Treter

Der finnische Winter war dieses Jahr (wieder mal) ein elendes Hin und Her von schöner Schneelandschaft zu nasskaltem Wetter über eisige Gehwegezurück zur verschneiten Winteridylle. Dieser ständige Wetterwechsel war definitiv nicht optimal für unseren kleinen Laufanfänger, deshalb hatten wir es nicht in Betracht gezogen A. Schuhe zu kaufen, als er Ende Januar begann zu laufen. Als erste Schuhe wollten wir ihm keine klobigen Winterstiefel zumuten. Später im Schuhladen bestätigte die Verkäuferin unsere Gedanken, sie riet vom Kauf von Gummistiefeln ab. Erst sollte A. einige Wochen in seinen neuen, festsitzenden Lauflernschuhen durch die Welt maschieren, bevor es er auf loseres Schuhwerk wechseln kann.

Der Einkaufstag stand an und wir erreichten den Schuhladen einige Minuten vor Öffnung, dort standen schon zwei Eltern mit Kinderwagen. Panik stieg in mir auf, mit Kind nicht sofort an der Reihe sein, ist nämlich noch schlimmer, als es sonst auch ist. Zum Glück verschwanden die Eltern wieder und wir konnten als erstes den Laden betreten.

links das last-minute Allwetter Paar, rechts die Halbschuhe aus dem Schuhladen

Die Verkäuferin hat es von Anfang an richtig toll gemacht mit A. Er wurde gut unterhalten, er bekam einen Luftballon und durfte sich alles genau anschauen. Er schien gar nicht zu merken, wie ihm die Füße vermessen wurden. Beim Vermessen stellte sich heraus, dass ein Fuß größer ist (Gr. 22) als der andere (Gr. 21). Die Verkäuferin bemerkte auch, dass A. einen schmalen Fuß hat, wie die Mutter… 😉 Alles Dinge auf die ich im Traum nicht gekommen wäre.
Sie begab sich auf die Suche nach einem passenden Schuh, dieser passte nicht so recht. Beim zweiten Schuh wurde A. ungeduldig und ich war froh, dass er passte, die Kaufentscheidung war fix gefallen.

Erst habe ich ja über die Euphorie meiner Mutter gelacht, (wir sprechen von mehreren WhatsApp Nachrichten zum Thema Schuheinkauf über Wochen) am Ende war ich mehr als froh, dass wir dort waren. Ich hatte das Gefühl, dass die Verkäuferin wirklich Ahnung hatte und nicht nur einfach irgendwas verkaufen wollte.

Zurück in Finnland war es einige Tage sehr frühlingshaft, leider wurde es wieder kälter und nässer. Definitiv zu kalt für seine Halbschuhe, A. nicht mehr draußen laufen zu lassen fanden wir nicht fair, es macht ihm immerhin Spaß. So kaufte ich auf dem Flohmarkt doch ein “klobigeres” Paar, in denen er zum Glück gut und gerne läuft. Ganz geheuer war es mir nicht, bei 0 Grad und Schneematsch habe ich aber ein besseres Gefühl mit wetterfesteren Schuhen.
Langsam wird es wieder wärmer und seine schicken Halbschuhe können wieder ausgeführt werden.

Das habe ich beim ersten Schuhkauf gelernt 😉

Das Kind sollte immer aufrecht stehen, wenn die Schuhe vermessen werden, einfach mal so eben im Kinderwagen den Fuß abmessen ergibt keine richtige

Die Beachtung der Tageszeit wann der Schuhkauf am besten ist, macht erst im Erwachsenenalter Sinn. Ich hatte sie danach gefragt, weil ich dazu etwas gelesen habe.

Nach 8 Wochen soll die Größe wieder kontrolliert werden. Ich dachte blauäugig, der nächste Schuhkauf steht erst im Herbst wieder an.

Vor dem ersten Schuhkauf sollte das Kind einige Wochen sicher alleine gehen können.

Der Kauf von Gummistiefeln, Winterstiefeln macht erst Sinn, wenn das Kind gut 6 Wochen in den festen Schuhen gelaufen ist und sich daran gewöhnt hat.

Die Verkäuferin im Schuhladen hatte mir einen tollen Tipp gegeben wie man einfach eine Sohle selber machen kann. Sie hatte keine in As Größe und empfahl einfach ein Stück Filz passend zu schneiden!

Ich habe zur Stabilisierung, dass die Sohle nicht rutscht, eine dünne Barfußsohle genutzt, leider habe ich kein Wollfilz gefunden.

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