Sommerbesuch in Deutschland

Wir sind zurück aus Deutschland! Es ist alles ausgepackt und eingeräumt. Bei uns geht nun der Alltag ohne J. zu Hause weiter, der ist leider wieder arbeiten. Ich hatte ihm, er ist eine Woche früher zurück nach Finnland, einen zusätzlichen Koffer mitgegeben. Ich habe mich zwar mit meinen Einkäufen zurückgehalten, trotzdem war es am Ende wieder eine Menge. Oder ich dachte bloß, ich habe wenig eingekauft… Wie dem auch sei, meine Vorräte sind gefüllt und da ich in Finnland kaum Kosmetik (weil ich eben meist “importiere”) lohnt es sich schon kräftig zuzuschlagen.

Wir hatten jedenfalls eine schöne Zeit, ich werde zu zwei Ausflügen noch separate Einträge schreiben. Wahrscheinlich sogar drei, ein paar Tage kam Js Mutter zu Besuch und wir haben ziemlich viel Sightseeing gemacht. Das Material bietet sich an zum Thema Sightseeing mit Kleinkind in der schönsten Stadt der Welt, Hannover zu schreiben.

Ich habe nicht nur viel gekauft, sondern natürlich viele Bilder gemacht. Ein paar Eindrücke unserer 2 Wochen in Hannover:

Es hat sich ausgezahlt, dass ich mich schwer von alten Dingen trennen kann. Mein altes Bobby Car und Pferd werden jetzt von A. genutzt. Leider pfeift das Pferd (s.Bild 3) langsam aus allen Löchern und droht auseinander zu brechen.

Das Wetter hat sich wirklich von all seinen Seiten gezeigt, außer Schnee war alles dabei und Temperaturen von 15-30 Grad vertreten. Ich bin kein Fan von zu heißem Wetter, über 25 Grad muss es nicht werden. Im kühlen, schattigen Hinterhof mit einer Eisdiele in der Nähe ließ es sich aushalten, als es einen Tag sehr heiß war. A. war schwer am Arbeiten und hat ewig das Pferd mit Steinen be- und entladen. Der Gute hat bestimmt zusammen gerechnet mehrere Kilo transportiert.

Gefunden haben wir auch ein paar Walderdbeeren (s.o.) und als wir an einem anderen Tag im Hof waren, hat A. sich selber bedient. Diese Gartenidylle hat mich doch nachdenken lassen, ob ein eigener Garten vielleicht ganz nett wäre für uns. Die Gartenarbeit schreckt mich aber etwas ab.

Nicht schön, aber soooo lecker! Ich liebe Rumkugeln und muss mindestens eine pro Deutschlandbesuch essen. Dieses Mal eine vom Bäcker nah meiner alten Schule. Einfach die leckersten und größten Kugeln, die habe ich mir öfters nach Schulschluss mit einer Freundin gekauft und wir sind zusammen nach Hause geschlendert. Schöne Erinnerungen!

Mehr ist dem nicht hinzuzufügen!

Tallinn im Herbst

Am letzten Oktoberwochenende haben wir einen Kurztrip nach Tallinn gemacht. Obwohl ich schon einige Male dort war (siehe Tag “Baltikum”) lohnt es sich immer wieder und genauso wie Bilder von dieser wunderschönen Stadt zu teilen!

Mit dabei war auch Js Mutter, los ging es Samstagmorgen mit der Fähre ab Helsinki. Irgendwann gibt es vielleicht einen Tunnel, der einen per Zug in die estnische Hauptstadt bringt. Das wäre mein Traum, am besten wenn der Zug weiter bis nach Deutschland fahren würde… Mal sehen ob das in der Zukunft eintrifft, es ist immer wieder im Gespräch. Zurück zu unserer kleinen Reise.

Wir hatten richtig Glück mit dem Wetter und es schien Samstag den ganzen Tag die Sonne. Eine Nacht haben wir in einem Hotel geschlafen, das in die alte Stadtmauer gebaut war. Die Zimmeraufteilung wurde zum Running Gag. Wir landeten im Keller, mit Fliesen und kleinem Fenster. (Siehe dazu das letzte Bild.) Und Js Mutter bekam ein Zimmer mit Laminat und romantischem Balkon.
Im Endeffekt war unser Zimmer super für uns, da es groß war und sich A gut bewegen konnte und auch der Kinderwagen passte rein! Der Fernseher empfing RTL und ich war sofort entschädigt und jedoch schnell traumatisiert, als ich etwas “die Trovatos” schaute. Ich musste mich erstmal bei Freundinnen in Deutschland vergewissern ob das Comedy oder “echt” sei…

Aber wir waren ja nicht zum Fernsehen gekommen und erkundeten am Samstagnachmittag zu Fuß die Altstadt. Mit dem Kinderwagen kommt man über das Kopfsteinpflaster nicht weit, da war die Manduca (wieder mal) goldwert. Tallinns Altstadt ist einfach ein Traum und so gut wie jedes Gebäude ist es wert stehen zu bleiben, anzuschauen und ein Foto zu machen. Besonders im Herbst, mit all den bunten Blättern leuchtet die Stadt noch viel schöner.

Abends waren wir im “Schnitzelhaus” essen und haben (große Überraschung) Schnitzel gegessen. Sonntag sind wir gegen Mittag mit dem Schiff zurück.
Eine gelungene kleine Reise!

 

 

 

Blick in unser Kellerverlies mit Babysuchbild

Besuch im Zoo Hannover

Einen Rutsch Bilder von unserem Besuch in Deutschland habe ich noch…

Einen Tag waren wir im Zoo Hannover und haben uns dafür gerade den heißesten Tag unseres Aufenthaltes ausgesucht. Es waren 32 Grad vorausgesagt, weshalb wir gleich um 9 Uhr zu Hause starteten, als es noch regnete. Das hörte bei unserer Ankuft zum Glück auf und wir hatten noch knapp zwei einigermaßen kühle Stunden, bevor es ungemütlich heiß wurde. Deshalb sind wir dann eher von Schatten zu Schatten gewandert und recht schnell durch die verschiedenen “Landschaften”. Löwe, Nilpferde und Giraffen sind zum Beispiel im Bereich “Sambesi” und Eisbären, Wölfe und Pinguine im “kanadischen” Yukon Bay. Den Ort gibt es wirklich und dort ist mal ein Schiff mit Pinguinen an Bord gestrandet, weshalb der Tierpark dort auch Pinguine hat. 😉

Man kann sich über die Institution Zoo (zurecht) streiten und ein Zoo ist natürlich niemals der beste und artgerechteste Ort für Tiere. Doch ich finde der Zoo in Hannover hat sich in den letzten Jahren wirklich gemacht und die Gehege für die Tiere einigermaßen nah an deren Lebensräume gestaltet. Ich kann mich noch erinnern vor der großen Umgestaltung die um 2000 begann, die Tiere saßen in ihren Käfigen eingesperrt, das war wirklich oft traurig anzuschauen. Jetzt sind die Tiere natürlich immernoch eingesperrt, aber haben viel größere und schöner gestaltete Gehege. Ein Besuch lohnt sich, gerade für Kinder ist es toll. Es gibt eine große Streichelwiese mit Ziegen und einen tollen Abenteuerspielplatz.

Leider machte unser Kameraakku gegen Ende schlapp. Ich hätte noch gerne den kleinen Panda fotografiert. Der arme Kerl ist nämlich vor einiger Zeit aus dem Zoo ausgebüchst und in den benachbarten Stadtwald ausgebüchst, weil er immer von seiner Frau geschlagen wurde. 🙁

Wir haben zu Mittag auf dem Bauernhof “Meyers Hof” gegessen und da es uns zu warm war, den Gorillaberg mit den Affen ausgelassen und sind nach Hause in die kühle Wohnung geflüchtet.
Im nächsten Jahr wollen wir wieder kommen, dann wird der Kleine bestimmt schon laufen und wir müssen uns nach ihm richten. 😉 Dieser Besuch war definitiv mehr für uns Eltern, ich glaube nicht, dass der Kleine wirklich gerallt hat wo er war. 😉

Nilpferde schauen schon drollig aus, so riesige Tiere und dann diese kleinen Öhrchen und Stummelbeine.

“Was willst denn du hier?”

Elefant Taru ist genau ein Jahr älter und bestimmt ein paar Tonnen schwerer als unser Kleiner

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An der Nordseeküste…

Knapp zwei schöne Wochen haben wir in Deutschland verbracht. Seit langem war es mein Wunsch mal wieder an die Nordsee zu fahren, ich einfach das Klima und finde ich es dort irgendwie aufregender als an der ruhigen Ostsee. Und ich fand es an der Zeit, dass mein Freund Ebbe und Flut kennenlernt.
Mit Baby war es uns wichtig ohne Umsteigen ans Ziel zu kommen und wir wählten die bequemste und günstigste Variante, mit dem Niedersachsenticket von Hannover direkt an die Nordsee nach Norddeich.

Auf der Hinfahrt saß eine ältere Dame bei uns, die ganze Fahrt über ließ sie immer wieder raus hängen, dass sie die Strecke nach Norddeich sehr oft fahre und sich bestens auskenne. Sie stieg auch mit uns aus, ein Ehepaar half ihr mit dem Gepäck und ihrem Rollator. Wir waren mit Kinderwagen und Gepäck keine große Hilfe. Gerade als sie ausgestiegen war, fiel ihr (der Expertin!) auf, dass sie nicht nach Norddeich, sondern Norddeich-Mole muss. Der Endpunkt mit den Anlegern zu einigen der ostfriesisichen Inseln ist zwar nur einige hundert Meter weiter, sie als Expertin hätte das eigentlich wissen müssen… Das Ehepaar konnte sie gerade wieder in den Zug “werfen” und ich freue mich über eine neue Geschichte zum Thema “Besserwisser leben gefährlich”.

Wir verbrachten also drei Tage in Norddeich, für die Dauer und unsere Bedürnisse genau richtig. Das Meer vor der Nase und alle möglichen Restaurants und Cafés an einem Fleck. Mit (unserem) Baby kann man keine großen Touren machen und so wurde uns nicht langweilig. 😉 Die Nordseeluft wirkte wahre Wunder und der Kleine schlief überdurchschnittlich lang.

Mit dem Wetter hatten wir, trotz verregneter Prognose Glück, an der See kann sich das ja schnell ändern. Bis auf einen regnerischen Morgen war es trocken, am Tag der Abreise war es uns fast zu warm in unseren langärmligen Shirts. Unsere Wind und Wetterjacken im Partnerlook kamen dann nicht so oft zum Einsatz. Die hatten wir uns von meinen Eltern ausgeliehen. Obwohl wir öfters schon gewitzelt haben, wir kaufen uns irgendwann ganz spießig identische Jacken, fanden wir es im Test, doch nicht mehr so lustig. Das hat noch ein paar Jahre Zeit. 😉

Sollten wir irgendwann mal im Lotto gewinnen bestellen wir uns einen Strandkorb nach Finnland.

Mit einem guten Rätsel verfliegt die Zeit im Zug wie im Flug.

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Kurzurlaub auf Åland

Der Maifeiertag bot sich perfekt an für eine kleine Reise. Allzu weit sollte und konnte es nicht gehen und wir entschieden uns wie letztes Jahr zu Ostern nach Mariehamn auf Åland zu fahren. Im letzten Jahr waren wir übrigens schon zu dritt unterwegs. 😉 Deshalb wollten wir noch mal mit Baby zurückkommen.
Wenn wir erzählten, dass wir nach Åland fahren, kam meistens die Frage: “Warum und was macht ihr da?” Besonders viel ist dort wirklich nicht los, Halligalli haben wir eh nicht gesucht. Und es liegt in einer guten Entfernung um das Gefühl zu bekommen, man ist im Urlaub ohne ewig reisen zu müssen. Gerade für uns autolose ist es mit Zug und Schiff perfekt!

Wir haben wirklich Glück mit dem Kleinen, er ist ein wahres Reisebaby. Ich weiß natürlich, dass es mit zunehmendem Alter eher schwerer wird. Deshalb nutzen wir die Zeit für entspanntes Reisen mit einem unmobilen Baby. 😉 Allein die Rückreise auf dem Schiff fühlte sich etwas lang an und ein schreiendes Baby in einer kleinen Kabine ist wirklich alles andere als schön. Zum Glück war das zum Ende hin und wir konnten das Schiff bald verlassen. Im Zug ist er eingeschlafen und wir konnten ihn zu Hause direkt vom Kinderwagen ins Bett befördern.

Mein Plan war viele Landschaftsbilder und Fotos auf der Fähre zu machen, vom letzten Jahr wusste ich, dass sowohl die Überfahrt durch das Schärengebiet als auch Mariehamn selbst anbietet. Leider kam ich nicht wirklich dazu. Trotzdem haben wir einige Bilder geschossen und lasse euch an unserem Minitrip teilhaben.
Hier noch einmal Beitrag von 2014 und ein Post über Åland im Allgemeinen.


Mit dem Schiff ging es also los ab Turku, dorthin konnten wir bequem mit dem Zug anreisen, der direkt am Hafen hält. Auf dem Schiff starteten wir mit dem dazu gebuchten Frühstücksbuffet und traumhafter Aussicht. Obwohl die Fahrt nicht lange dauert (6 Stunden) entschieden wir uns dieses Mal für eine Kabine. Mit Baby definitiv die bessere Wahl, wir konnten uns dort ausruhen und hatten unsere Ruhe. Wir wählten die billigste Kabine à la Titanic 3. Klasse ohne Klo und sehr schmalen Pritschen äh Betten. 😉 Wir haben alle reingepasst und konnten etwas nachschlafen, da wir um 5 Uhr zum Zug mussten.

Wir hatten wirklich Glück mit dem Wetter, es war zwar teilweise windig, doch es schien die ganze Zeit die Sonne. Viel los ist in Mariehamn nicht, gerade die Größe der Stadt war sehr praktisch für uns. Vom Hotel waren es nur wenige Meter in die Fußgängerzone und so waren wir mit Baby, dessen Wünsche und Laune nicht vorhersehbar ist sehr flexibel.

Ein bisschen kam ich doch dazu die Landschaft zu fotografieren. Irgendwann kommen wir mal wieder, dann erkunden wir den Rest der Inseln.

Was für ein Gefühl nach dem langen und dunklen Winter einfach die Sonne zu genießen!

Am 1. Mai ist in Finnland und besonders in Helsinki ziemlich viel los (Vappu in Finnland), in Mariehamn war es dagegen entspannt. Es gab einen kleinen Flohmarkt, wo sich um Ramsch fast geprügelt wurde und einen kleinen 1. Mai Marsch mit vielleicht 50 Teilnehmern, von dort holte ich gleich einen Luftballon, den er sehr interessiert anschaute. Viele Kinder bekommen einen “Vappu Ballon” gekauft, solche wie es auch in Deutschland auf dem Rummel gibt. Wir hatten erst überlegt einen zu kaufen, als wir die Preise sahen (10€ für einen Kleinen) entschieden wir den Spaß auf nächstes Jahr zu verschieben, wenn er sich selber einen Ballon aussuchen kann.

Frühling in allen Ecken!

In unserem Hotelzimmer stand schon ein Babybett bereit, ohne Voranmeldung von uns. Das fand ich total nett, auch wenn wir das Bett im Endeffekt nur als Rausfallschutz genutzt haben.