Mumin Kaffe – Besuch im Mumin Café Helsinki

Mumin Cafe Helsinki

Mumin und seine Freunde warten auf euch

Am 2.12.2016 hat das weltweit erste Mumin Kaffe in Helsinki eröffnet. Ich habe die Eröffnung freudig erwartet und so sind wir am letzten Sonntag, zwei Tage nach dem Auftakt gleich hin um uns das Café genauer anzuschauen.

Ich gehe gerne in Cafés, doch mit Kind kann sich das manchmal als eher stressig entwickeln. Ewig an einem Tisch sitzen und an einem Getränk schlürfen ist einfach uninteressant für ein aktives Kleindkind. Es wird schnell langweilig, weshalb wir den Aufenthalt im Café entweder meiden oder auf ein Minimum (Nahrungsaufnahme) verkürzen.

Besser sind Orten, die eine Spielecke vorweisen können. Leider ist das im sonst so kinderfreundlichen Finnland (Hauptstadtregion) gar nicht so einfach ein Café mit einer Ecke für Kinder zu finden.

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Finnischer Freitag: Mökki-Urlaub am Jämijärvi

Wir sind aus unserem Urlaub zurück! Eine Woche im Mökki liegt hinter uns, ein typischer finnischer Sommerurlaub also. Meine Eltern sind aus Deutschland angereist und zusammen sind wir mit einem gemieteten Auto ca. 260 Km nord-westlich nach Jämi gefahren, wo das Mökki gemietet war.

Ich war vor der Fahrt etwas aufgeregt, da wir kein eigenes Auto haben und sich A´s Autofahrten bis jetzt auf Fahrten vom oder zum Flughafen beschränkten und selten länger als 30 Minuten waren. Auf der Tour musste er gut 3 Stunden aushalten. Am Ende dauerte die Hinfahrt 6 Stunden, so richtig glücklich war er nicht und wir machten viele Pausen. J. kam die zweite Hälfte der Woche dazu und neben seinem Vater verlief die Rückfahrt für alle ruhiger. Das hat uns wieder mal bestärkt, dass wir keine Auto-Familie sind, obwohl ich wirklich gerne Auto fahre. Continue reading →

4 Tipps für ein kinderfreundliches Sightseeing in Hannover

Vor einigen Wochen waren wir zu unserem Sommerbesuch in Hannover. Dieses Mal kam J`s Mutter für einige Tage dazu und wir zeigten ihr die Stadt. Ich war definitiv unsere Stadtführerin, die vielen Besuche mit J. haben mich gut als Touristenguide meiner Heimatstadt geschult. 😉 Jedenfalls haben wir eine Menge typischer „Touri – Dinge” gemacht.

In drei Tage konnten wir natürlich nicht allzu viel Programm stecken, wir wollten uns und besonders A. nicht stressen. Wir beschränkten uns auf die „Must-sees”. Diese waren sehr kinderfreundlich, vielleicht habt ihr Lust auf Hannover bekommen.

Sightseeing mit Kind in Hannover

So entstand ein (klein)kindertaugliches Programm, das sicher größeren oder gar noch kleineren Kindern genauso Spass machen würde. A. sitzt, verständlicherweise nicht gerne den ganzen Tag im Kinderwagen, weshalb unsere Touren ihm viele Möglichkeiten geben sollten selber zu gehen und in Bewegung sein zu können.

Wir haben die genannten Punkte auf drei Tage verteilt unternommen, die harten Erkunder schaffen es vielleicht in 2 Tagen oder man kommt einfach wieder nach Hannover. Gründe dafür könnte ich genug nennen… 🙂 Continue reading →

Wiesentgehege Springe bei Hannover – ein Ausflug lohnt sich

Wiesentgehege Springe

Wer in Hannover wohnt oder es dorthin verschlägt, sollte dem Wiesentgehege in Springe einen Besuch abstatten! Es ist die ruhigere Alternative zum großen, trubeligen (trotzdem tollen) Zoo. Natürlich sind Tierparks immer mit Vorsicht zu genießen und in freier Wildbahn leben Tiere am besten und sicher am glücklichsten. Doch das Wiesentgehege hat zum Ziel den Tieren eine artgerechte Umgebung zu ermöglichen. Es gibt eine Auffangstation, unter anderem für Eulen. Die Tiere die dort leben, sind nicht so exotisch wie im Zoo, was dem ganzen einen heimischeren Charakter verleiht.

Im Juli waren wir als Geburtstagsausflug für A`s Kumpel einen Tag im Wiesentgehege. Von Hannover ist es nicht weit, gut 30 km. Mit S-Bahn und Bus waren wir in gut einer Stunde dort. Der Bus hält sogar direkt vor dem Eingang, Parkplätze sind natürlich auch genügend vorhanden. Continue reading →

Urban Exploration: Ihmezentrum Hannover

Urban was?

Bis vor einiger Zeit habe ich mit “Urban Exploration”, verkürzt “Urbex” nicht viel anfangen können. Auf Deutsch würde man Stadterkundung dazu sagen, was definitiv weniger attraktiv klingt. J.s Schwester begann vor einiger Zeit sich dafür zu interessieren und erzählte von aufregenden Abenteuern in denen sie verlassene Häuser, Fabriken oder ganze Geisterstädte erkundschaftete. Bei einer “Urbex” geht es nämlich hauptsächlich darum verlassene Orte auf eigene Faust zu erkunden.

Ganz ehrlich? Ich habe dieses Hobby in die Kategorie “klingt lustig” geordnet, nach dem Motto: In einer alten Ruine rumklettern und Fotos machen kann jetzt nicht so spannend sein. Ich sprach mit J.s Schwester darüber, dass sie eventuell mal mit nach Hannover kommen könnte. Aus eigenem Interesse und als Lockangebot schaute ich was Hannover für die Urbex Fraktion zu bieten hat. Da gibt es in der Tat eine ganze Menge, mit dabei das Ihmezentrum.

Ein Betonkoloss im Herzen von Hannover

Gebaut in den 1970ern, mit der Vision eine Stadt in der Stadt zu errichten. Wohnen, einkaufen, arbeiten, alles sollte an einem Ort möglich sein. In den letzten 20 Jahren hat es sich stetig zu einer (bewohnten!) Geisterstadt entwickelt. Ich selber erinnere mich, dass ich als Kind oft dort einkaufen war. Mit dem Auto ging es eine ziemlich steile Rampe runter in die Tiefgarage, das fand ich als Start immer aufregend. Die Tiefgarage erschien mir endlos groß und ein bisschen unheimlich an. Mit dem Fahrstuhl ging es unter anderem hoch zurück ans Licht und in einen großen Elektronikmarkt. Dieser war bis vor einigen Jahren der letzte wirkliche Magnet, der Kunden in das Ihmezentrum zog. Nach und nach sind alle Geschäfte ausgezogen.

An einen großen Schuhladen kann ich mich erinnern, dort luchste ich nach langem Generve meiner Mutter ein paar Buffalo-ähnliche Plateau Treter ab in denen ich eh kaum laufen konnte. (Boah, waren die hässlich!) Man konnte auf einer Ladenzeile umher schlendern und einkaufen. Und oft sind wir zum Schluss bei der “Nordsee” vorbei und haben Calamari gegessen. Schöne Erinnerungen sind das, deshalb hat es mich gepackt den Ort nach über 10 Jahren wieder zu besuchen und sich etwas umzuschauen. Ich holte meine beste Freundin ins Boot, die in der Nähe wohnt und als ich jetzt in Hannover zu Besuch war gingen wir mit unseren Kids auf unsere erste Urban Exploration.


Ein Eingang ist gar nicht so einfach zu finden. Wichtig zu erwähnen und was viele überrascht, gut 90% der Wohnungen sind vermietet bzw. bewohnt von den Eigentümern. Diese Wohnungen sind sehr beliebt, besonders wegen dem schönen Ausblick über Hannover. Die Anwohner haben natürlich eigene, gepflegte Eingänge, denen wir nicht weiter auf die Spur gegangen sind.

Dieser Treppenabgang sieht wenig einladend aus. Er führte zu der Tiefgarage, die voller Autos stand. Die Stadt Hannover ist vor Jahren als Mieter eingezogen, unter anderem befinden sich dort das Jugendamt und Büros der Stadtwerke.

Was soll aus dem Ihmezentrum werden? Das Thema wird heiß diskutiert in Hannover. Viele wollen diesen “Schandfleck” am liebsten abreißen. Das geht jedoch nicht so einfach, da viele Wohnungen eigene Besitzer haben und es eine finanzielle, wie umwelttechnisch schier unmögliche Aufgabe darstellen würde. Zum Glück gibt es Leute, die Potential im Ihmezentrum erkennen und zum Beispiel Urban Gardening betreiben.

Hier an dem offenen Platz kamen viele Erinnerungen, keine klaren, aber Erinnerungen daran, das an diesem Ort früher Leben herrschte. Ich meine in der Nähe des weißen pilzartigen Fensterrondells befand sich eine Eisdiele.

Wir sind den Wegweisern zum Jugendamt gefolgt und landeten so im Innern des Ihmezentrums. Den Weg geht man entlang, wenn man zum Jugendamt muss. Da wird ein Behördengang gleich zum großen Abenteuer.

Wie schon erwähnt, die Wohnungen sind fast alle in Privatbesitz oder vermietet. Auf dem unteren Bild lässt sich erahnen was für einen herrlichen Ausblick man von einem der Balkone und der Lofts hoch oben haben muss. Meine Freundin sagte es treffend: “Lieber im Ihmezentrum mit traumhaftem Ausblick wohnen als gegenüber in einem schicken Haus und aufs Ihmezentrum blicken.”

Überall lässt sich erahnen, dass hier einst mehr los war. Es wirkt an vielen Stellen, als wurde das Ihmezentrum fluchtartig verlassen. Hastig wurden Bauzäune um die Ecken gestellt, die keiner betreten soll und um die sich keiner kümmern mag. Ja, es blieb nicht mal Zeit die Tür nach dem letzten Klobesuch zu schließen…

Mein Urbex Fazit

Das war meine also erste Urban Exploration, ich nenne es die Urbex – Light. Ich bin wohl zu gemütlich für das Hobby, motiviertere Urban Explorerer wären sicher noch ein bisschen mehr umher gelaufen und hätten vielleicht aktiver hinter den ein oder anderen Zaun geschaut. Mit den Kindern im Schlepptau wollten wir jetzt keine unnötigen Risiken eingehen. Ich kann nun definitiv besser nachvollziehen was die Faszination dieses Hobbys ist, man kann selbst etwas entdecken, Orte an die nicht jeder geht oder schon lange niemand mehr war.

Unser Ausflug war auch voller Nostalgie und der Gedanken, wie verdammt schade es ist, das Ihmezentrum sich selber zu überlassen. Immer wieder gibt es Investoren, die großes Planen (wie aktuell) und dann geschieht nichts. Warum Neues bauen statt Altes aktuellen Bedürfnissen der Menschen und Umwelt anpassen?

Benannt wurde das Ihmezentrum aufgrund der Nähe zum Fluss Ihme. Auf Finnisch heißt Ihme (sprich: Ichme) übrigens Wunder. Ich hoffe es geschieht bald ein Wunder und es finden sich (mehr) Menschen, die sich trauen nachhaltig das Wunder (wieder) oder besser ganz neu zu erwecken. Ich komme zur Eröffnung vorbei, aber in Schuhen denen ich gut laufen kann!

Interessantes zum Weiterlesen:

Experiment Ihmezentrum, besonders interessant auf dieser Seite Das Ihmezentrum im TV und das Ihmezentrum bekam eine Hymne. Dieser Blog ist wirklich sehr empfehlenswert!

Wikipedia bietet viele Infos zum Bau, alte und aktuelle Nutzung des Ihmezentrums.