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Wegwerfen, verkaufen oder behalten?

Am Wochenende hat es mich gepackt, es kam das dringende Bedürfnis auf auszurangieren. Unsere kleine Abstellkammer quillt über, Tüten warten auf den Transport zum Sozialkaufhaus, anderes darauf zum Verkauf inseriert zu werden.
In dem Beitrag zu meinen Vorsätzen für dieses Jahr erzählte ich von unserem “Wegwerf-Wettstreit“. Ich habe mich damals von viel getrennt und es im Januar noch einmal für 10 Tage geschafft. Trotzdem hatte ich das Gefühl, ich muss mich von mehr Dingen, die ich nicht brauche trennen.

Wegwerfen und sich von alten, lieb gewonnenen Sachen trennen ist nicht einfach und fiel mir besonders als Kind unheimlich schwer. Was habe ich nicht alles gesammelt, Urlaubserinnerungen (Cocktailsonnenschirmchen, Fahrkarten, Stadtpläne), alte Bravos stapelten sich, Kuscheltiere und Briefe. Irgendwann habe ich dazu den Spleen entwickelt, wenn ich mich von etwas getrennt habe oder musste (ein altes Schiffstau gefunden auf Sylt kann man wirklich entsorgen), dieser Sache einen Kuss vor dem Wegwerfen zu geben. Das habe ich mittlerweile überwunden, eigentlich. Ich davon J. erzählt und er fand die Marotte (zum Glück) ziemlich lustig, dass er diese Marotte aktiv belebte.

Kleidungsset bereit zum Verkauf
So geschehen gestern, ich putzte mir morgens die Zähne, er wechselte die Spielsachen und Bücher aus, kommt rein und zeigt mir eine rausgerissene Seite eines Liederbuches: “Kann das weg?” Ich bejahe, er geht und ein paar Sekunden später öffnet sich die Badezimmertür erneut, er reicht mir die Seite zum Abschiedskuss hin.

Wie gesagt, die Entscheidung wegwerfen, verkaufen oder doch lieber behalten fällt nicht immer selbstverständlich. Besonders gut hat sich für mich erwiesen abzuwarten. Habe ich eine Gegenstand ins Auge gefasst von dem die Zeit reif scheint sich zu trennen, überlege ich wann dies zum letzten Mal genutzt wurde. Oder ich setze mir einen Zeitrahmen, wird die Sache bis dahin nicht getragen oder genutzt, wird ausrangiert, kein weiterer Aufschub!

Hier ein Beispiel: Ich habe mir zu Weihnachten 2014 eine Tasche geschenkt, ich nutze sie eigentlich nie und wenn, nervt sie mich, weil sie von der Schulter rutscht. Dauernd überlegte ich, ob ich sie lieber verkaufe. Ich gab ihr einige Monate, doch die Tasche liegt nur herum. Plötzlich fiel mir ein, dass ich die Tasche zur Geburt mit im Krankenhaus hatte. Ich begann zu schwanken, es ist ja schon eine bedeutende Erinnerung die mich mit der Tasche verbindet. Im Endeffekt werde ich sie verkaufen, ich nutze sie nicht, basta, Erinnerungen hin oder her!

Es lohnt sich, wenn man regelmäßig ausrangiert diese Sachen zu verkaufen. Nur weil etwas ungenutzt ist, ist es nicht unnutzbar oder in einem schlechten Zustand, wie die genannte Tasche. Gerade Kinderkleidung wird ja schnell klein und wir haben gar nicht genug Stauraum, weshalb regelmäßig Platz gemacht werden muss. Ich habe gemerkt, dass es sich lohnt, kleine Klamottensets zu gestalten, so bekommt man schneller viel Kinderkleidung verkauft. (Beispielset siehe oben.) Besonders gute Erfolge habe ich mit Flohmarktgruppen bei Facebook gemacht. Da sind die Finnen sehr gut organisiert, ich weiß nicht wie das in Deutschland ausschaut. Ich habe dort eine Flohmarktgruppe für unser Stadtgebiet gefunden, die Käufer kommen vorbei oder man trifft sich, wenn es eh zum Supermarkt geht.

Manchmal ist es leider ermüdend, man gibt sich Mühe und niemand zeigt Interesse an der “Ware”, ob online inseriert oder auf dem Flohmarkt stehend. Auch, wenn ich mir teilweise mehr Geld erhofft hätte, mittlerweile gehe ich am Ende lieber mit weniger Geld und deutlich weniger “Altlasten” nach Hause, als mit wenig Geld und weiterhin viel ungenutzen Dingen, die nur unsere Abstellkammer belagern würden. Ansonsten, wenn alle Stricke reißen, es gibt es immer noch das Sozialkaufhaus, das sich über Spenden freut.

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No plastic bag, thanks!

Anfang diesen Jahres habe ich auf dem Blog etwas zu meinen Vorsätzen für 2013 geschrieben und habe einen wichtigen Punkt vergessen. Dieses Jahr will ich ohne Plastiktüten auskommen! Dieser Post ist ein guter Anlass euch von meinem Vorhaben und den ersten 4 Monaten ohne Plastiktüten zu berichten.

Plastiktüten sind ein riesiger Umweltverschmutzer, die Herstellung ist nicht umweltfreundlich und zudem ist es schwer sie umweltschonend zu entsorgen. Beim Einkaufen bekommt man meist eine Plastiktüte dazu, doch zu Hause wandert diese oft sofort in den Müll. Nicht zu vergessen, dass Plastiktüten im Supermarkt auch etwas kosten!

Meiner Meinung nach eine sinnlose Verschwendung, die man mit wenig Mühe umgehen kann. Ich habe nun seit Beginn des Jahres immer eine Stofftasche für alle Fälle dabei, falls ich mal etwas spontan einkaufen möchte. Gehe ich geplant einkaufen nehme ich eben einen etwas größeren Vorrat an Beuteln mit. Ich habe genug Stofftaschen, die unbenutzt zu Hause rumlagen, die nur darauf warteten benutzt zu werden. Wie den pinken Beutel der verpackt auf den ersten Blick wie ein Törtchen (Bild 1) aussieht. 🙂


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