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Unser Babybauchshooting

Vor einigen Wochen hatten wir ein Babybauchshooting bei uns zu Hause. Ich wollte gerne einige Bilder von uns als Erinnerung an diese besondere Zeit. Mir war wichtig, dass die Fotos in unserer privaten Umgebung statt finden und nicht in einem unpersönlichen Fotostudio. Hinzu kam natürlich, dass ein professioneller Fotograf immer seinen Preis hat. (Besonders in Finnland…)
Glücklicherweise habe ich vom Bachelorstudium einen Bekannten im Kopf gehabt, der gut und gerne fotografiert. So war die Atmosphere entspannt, sowie auch der Preis. 😉

Wir haben erst Bilder drinnen gemacht und sind dann raus gegangen. Mir gefallen besonders diese Bilder, draußen ist das Licht eben immer besser und natürlicher. Zudem finde ich gerade die Verbindung zur Natur passend. Immerhin wird unser Baby in Finnland geboren, einem Land mit seeeehr viel Bäumen und Wäldern.

Eine kleine Auswahl der Bilder habe ich herausgesucht. Eins meiner Lieblingsfotos ist das Erste, das Bild mit der roten Schleife. Ich hatte die Idee im Kopf und der Fotograf hat meine Vorstellung 100% getroffen. Mein Freund war erst nicht sehr begeistert, hat dann aber doch zu 2 Bildern zugestimmt, die ich teilen darf. 🙂


Alle Bilder von “Binod Photography” (Portfolio)

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Unser Kinderwagen – eine Verwandlung

Ich war mir nicht sicher ob ich unserem Kinderwagen zwei Einträge widme, nun wurde es ein Mammuteintrag!
Denn unser Kinderwagen ist nicht irgendeiner aus einem x-beliebigen Onlineshop. Nein, es ist mein alter Wagen von Teutonia Modell “Quadro”. Oben seht ihr mich selber im Wagen seelenruhig schlafend.

Ich habe natürlich Kinderwagen angeguckt, bei keinem hat es “gefunkt”. Ich finde die aktuellen Modelle schauen irgendwie alle gleich und nach Plastik aus. Gar nicht zu sprechen von den Preisen… Ich wollte etwas besonderes und persönliches. Mein Freund meinte der “Vintage-Wagen” sei zwar etwas hipster style, was ja wiederum seinen eigenene Charme hat. 😉

Über 20 Jahre stand er gut abgedeckt auf dem Dachboden und ich habe meine Eltern gebeten ihn aufzubewahren. Ob ich ihn wirklich benutzen wollte, darüber hatte ich mir eigentlich keine klare Gedanken gemacht. Irgendwie hatte ich im Gefühl, dass er einfach nicht weggeworfen werden soll. Als ich dann schwanger wurde war mir klar, ich will ihn aufrüsten und keinen anderen Wagen.
Trotzdem hatten mein Freund und ich einige Bedingungen, die Räder sollten austauschbar, die Bremse voll funktionsfähig und alles waschbar sein. Es zeigte sich wieder mal, dass Qualität zwar seinen Preis hat, dies jedoch eine gute Investition ist. Und dafür bin ich meinen Eltern sehr dankbar. 🙂

Im Sommer fand zusammen mit meinem Vater eine ordentliche Inspektion statt mit dem Ergebnis: eine “Restaurierung” ist möglich! Er hat ziemlich viel geholfen und sein handwerkliches Geschick war wieder mal ein Segen.

Lest selber, wie aus alt langsam (fast wieder) neu wurde und sagt mir, wie ihr das Ergebnis findet.
Wäre ein gebrauchter Kinderwagen etwas für euch?

Bei ebay fand ich genau passende Ersatzräder, ein wahrer Glücksgriff! Noch erfreulicher war, dass es sich bei den verrosteten Stellen bloß um Flugrost (ich glaube das ist die richtige Bezeichnung) handelte und leicht abzuschmiergeln war. Also wurde kräftig geschrubbt und geschmiergelt und das Gestell begann wieder einwandfrei zu glänzen.

Etwas mehr Arbeit machten die Bezüge, besonders hartnäckig war das Verdeck, dass mit Nieten verbunden war. Doch wir haben alles abgezogen, erst gelüftet, dann gewaschen. Der Wagen ist auch als Karre (in 2 Richtungen) nutzbar und so habe ich die Schaumstoffpolsterung erneuert, damit der Sitz wieder schön gepolstert ist.

Leider musste ich bei einigen Teilen Nähte auftrennen. Da ich es ordentlich und vorallem fest vernäht haben wollte, habe ich diese Teile zu einer Schneiderin gebracht. Ich kenne sie schon länger, da sie wirklich gute Arbeit macht und sie war besonders erfreut bei diesem speziellen Projekt dabei sein zu können. 🙂
Am Ende wurde wieder alles zusammen gesetzt und aus meinem alten Kinderwagen wurde unsere neue Familienkutsche.

Jetzt stellte sich nur noch die klitzekleine Frage, wie kommt der Kinderwagen von Deutschland nach Finnland??

Der Transport nach Finnland schien das größte Hinderniss dieses Projektes zu sein. Ich rief zuerst bei der Fluggesellschaft an und mir wurde gesagt, dass ein Kinderwagen nur mit anwesendem Kind umsonst transportiert werden kann. Es half nicht zu erwähnen, dass das Baby ja theoretisch dabei ist.

Ich entschloss mich nach einigen Tage erneut anzurufen. Sagt man ja, dass ein anderer Mitarbeiter eine andere Information gibt. Ich wurde gefragt, wann das Kind kommt. “Im Dezember, bloß fliegen wir nächste Woche.” (Es war Ende Juli.) Es schien wir mussten den Kinderwagen extra aufgeben und dies natürlich bezahlen. Ich rief noch bei sämtlichen Versanddiensten an. Doch da stellte sich das Problem, wie einen Kinderwagen “postsicher” verpacken? Am besten in einen viereckigen Kanton… Wir entschlossen uns den Kinderwagen einfach mit zum Flughafen zu nehmen und zu schauen was passiert.

Ich habe ihn noch extra “schön” verpackt, was mir von allen heiteres Gelächter einbrachte. Ich hätte lieber einen Seesack o.ä. gewählt, am Ende passten nur 2 blaue Müllsäcke. Es schien als schieben wir einen kleine Sarg durch die Gegend, was durch meine Verklebung in Kreuzform nur noch unterstrichen wurde… Uuuups!
Wir sind mit der S-Bahn zum Flughafen gefahren und das war wohl eines der lustigsten und peinlichsten Reisen meines Lebens. 😀 In Helsinki angekommen kam zeitgleich eine Maschine aus Japan an, deren Fluggäste schauten alle ziemlich schockiert auf unseren “Sarg auf Rädern”. Mittlerweile waren wir ziemlich locker und geübt darin einfach so zu tun, als hätten wir das normalste Gefährt der Welt dabei.

Der Kinderwagen ging übrigens kostenfrei als Sperrgepäck mit, Jackpot! Unser Flugzeug hatte Verspätung und ich hatte das Gefühl, dem Herrn an der Abfertigung war dies unangenehm und er wollte uns einfach nur schnell wieder los werden!

So schaut das fertige Ergebnis aus, mit neuem Netz und Regenschutz, in der kleine schwarzen Tasche unter dem Netz. Die Matratze ist natülich auch neu. Leider ist beim Waschen der Bezug eingelaufen. Das wird sich bestimmt noch auslegen, wenn erstmal das Babylein drauf liegt und es sich drauf gemütlich macht.

Letzte Woche hatten wir schon eine kleine Testerin im Kinderwagen. Wir hatten Freunde zu Besuch und die Kleine wurde müde, da wurde sie kurzerhand in die Schale gelegt und schlief ziemlich schnell ein. Die Eltern waren ganz begeistert und ich habe schon angeboten den Wagen für Nr.2 zu verleihen. 🙂

Es ist echt irre was es alles nachzubestellen gibt, wenn man nur etwas im Internet sucht. Ich bekam sogar die original Sticker für den Griff nachbestellt!

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Vorbereitungen und Schrankorganisation

Heute sind es nur noch 60 Tage bis zum errechneten Termin und hoffentlich kein Tag länger. 😉 Gerne auch 1-2 Tage früher, wir warden sehen wo wir Weihnachten verbringen…
Der Countdown ist jedenfalls eingeläutet was vorallem heißt, dass wir uns ranhalten müssen mit den Vorbereitungen. Glücklicherweise haben wir mehr oder weniger alles beisammen. Es fehlen zwar einige Kleinigkeiten, doch die werden diese nach und nach nebenbei besorgt. Wichtig ist, dass all die großen Sachen, wie Bett, Wickeltisch und Kinderwagen schon lange angeschafft sind.

Samstag waren wir in einem Kinder Secondhandladen, ich hatte mich lange auf den Besuch gefreut. Als wir ankamen wollte ich fast wieder umdrehen, es schien als hatte die halbe Stadt die Idee dort einkaufen zu gehen. Deshalb war das Einkaufsvergnügen nicht sehr hoch, aber wir haben einiges gefunden und sind jetzt was Kleidung angeht gut ausgestattet. Umso mehr kann ich mich an die Kinderzimmergestaltung machen und vorallem meine Häkelliste abarbeiten.

Der größte Teil der Vorbereitungen bestand (besteht!) wohl aus Waschen. Und irgendwie es kommt immer Neues dazu… Eine Freundin meinte zu mir: “Mit Baby ist jeden Tag Waschtag.” So ist das natürlich eine gute Übung!

Ich habe begonnen den Schrank einzuräumen, da wurde es gleich viel realer, dass wir bald einen neuen Mitbewohner haben. 🙂 Ich habe es gerne ordentlich und damit das Einsortieren einfacher geht habe ich alles nach Größen markiert. Durch meine Zeit in der Vorschule geht es schwer ohne Bastelei und es kamen noch ein paar Tierchen hinzu. 😉

Im gleichen Einkaufszentrum wieder Secondhandladen war auch ein Babymarkt wo wir einen Badeeimer gekauft haben. Ich finde das ist die bessere Wahl, nicht nur weil eine große Wanne mehr Platz wegnehmen würde. Sondern vor allem weil sich Babys in einem kleinen Eimer sicherer und nicht so verloren fühlen. Später kann man den Eimer dann ja gut zum Putzen nehmen. 😉
Die Klamotten in dem Eimer haben wir im Seconhandladen ergattert. 🙂

Solche Karten habe ich schon öfters gesehen und als ich sie im Babymarkt an der Kasse entdeckte mussten sie sofort mit. Auf den Karten stehen verschiedene Meilensteine wie “heute habe ich das erste Mal gelächelt” (2. Karte v.r) oder Altersangaben wie “heute bin ich 2 Wochen alt” (2. Karte von links). Die Karten gehen bis zum 1. Geburtstag. Ich finde sie eine tolle Idee und eine schöne Erinnerung später Fotos mit dem Baby und einer entsprechenden Karte zu haben. Ich stelle es mir gut vor, die gesammelten Bilder als Fotobuch machen zu lassen und zum Beispiel an Großeltern zu verschenken und dem Kind später zu einem “höheren” Geburtstag zu schenken.

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Sport in meiner Schwangerschaft – Erfahrungen + mein Workout Liebling

Für mich war schon vor der Schwangerschaft klar, dass ich auf Sport nicht verzichten möchte. Glücklicherweise stellt sportliche Betätigung kein Problem dar und ist definitiv erwünscht. Natürlich habe ich meine Sportroutine geändert und auf meine körperliche Situation abgestimmt. Ich war nie eine Extremsportlerin, trotzdem habe ich einen Gang runtergeschaltet. Ich teile neben meinen Erfahrungen auch meine Lieblings DVD für Sport in dieser besonderen Zeit.

Keine Neuigkeit, ich bin weder Sportlehrerin noch Fitnesstrainerin, doch ich denke mit gesundem Menschenverstand und der Motivation sich zu informieren kann man sich gut einen eigenen „Trainingsplan” für diese aufregenden neun Monate erstellen. Es mag auf jeden Fall für jede Schwangere anders sein, deshalb ist meine Sportroutine vielleicht nicht die beste für andere. Aus diesem Grund habe ich bewusst den Titel „Sport in meiner Schwangerschaft” gewählt.

Klar bin ich interessiert wie andere Schwangere oder Mütter sich während der Schwangerschaft fit gehalten haben. Erzähl mir doch ein bisschen.

Schwangere Couchpotato? 

In diesem Punkt gehen sicher die Meinungen auseinander oder einige finden meine Auffassung vielleicht daneben. Meiner Ansicht nach ist eine Schwangerschaft kein Grund sich gehen zu lassen und faul auf dem Sofa eine Schokolade nach der anderen zu verdrücken. Gewiss gibt es Frauen, die aus gesundheitlichen Gründen ans Bett/Sofa gebunden sind. Ohne Frage, ich liege öfters faul auf dem Sofa und genieße Schokolade, bloß versuche ich soweit es geht (immer geht es eben nicht) mich nicht allen ungesunden Gelüsten hinzugeben. Davon hat mein Körper nichts und mein Baby noch weniger.

Ich mache weiterhin, wie vor der Schwangerschaft fünf Mal die Woche Sport, nur lasse ich es langsamer angehen. Man sagt ja, dass die Herzfrequenz der Mutter nicht höher als 140 sein soll. Deshalb schwimme ich brav mit dem Kopf über Wasser auf der „Omispur”. (In finnischen Schwimmbädern sind die Bahnen in Geschwindigkeiten aufgeteilt.)
Ich gehe also einmal die Woche schwimmen und mittlerweile mache ich oft Aquawalking, da ich es angenehmer finde. Zusätzlich gehe ich einmal pro Woche Walken. Alltagssport wie Spazierengehen oder mit dem Rad zum Supermarkt fahren sind natürlich super, Bewegung tut mir eben gut. Mir zumindest und dafür muss man nicht ins Fitnessstudio gehen.

Schwanger mit Tracy

Gleich zu Beginn meiner Schwangerschaft kaufte ich mir eine Workout DVD. Auf die war ich schon vor der Schwangerschaft total heiß. 😉 Es handelt es sich um das „Tracy Anderson – the pregnancy project”. Sport zu Hause vor dem TV ist vielleicht nicht nach jedem Geschmack, für mich ist es schon seit Jahren eine tolle Alternative zum Fitnessstudio. Ich muss nicht aus dem Haus und spare neben Geld auch Zeit.
Von der DVD Serie bin ich richtig begeistert und Tracy ist ein fester Teil meiner Schwangerschaft geworden. In der DVD Box befinden sich neun verschiedene DVDs, für jeden Monat ein neues Workout. Die sind sehr gut abgestimmt auf den Stand der Schwangerschaft. Ich habe die DVD sofort nach dem positiven Schwangerschaftstest bestellt, vorher wollte ich noch nicht, da war ich irgendwie abergläubisch. 😉
Und habe so den ersten Monat nur etwa eine Woche gemacht, eigentlich war ich da schon im zweiten Monat und habe dann die beiden ersten Monate abgewechselt.

Es ist zu meiner Routine geworden, die DVD drei Mal die Woche zu machen und es macht wirklich Spaß. Das haben alle Monate gemeinsam, es gibt einen Aufwärmteil, Übungen für die Arme und dann kommen Beine und der Po dran.

Am Ende gibt es eine kurze Stretching Phase. Die Workouts dauern ca. 35 – 55 Minuten und einige Übungen wiederholen sich oder tauchen in einem anderen Monat abgeändert erneut auf. Man braucht nur leichte Hanteln, eine Matte und einen Stuhl. Gerade bin ich bei Monat acht und da werden die Armübungen im Sitzen gemacht.

Tracy Andersson macht viele Übungen mit den Beinen, sie hoch- und ausstrecken, dieses Video gibt gute Eindrücke dazu. Das Training für die Beine hilft besonders um für die Geburt gelenkig zu bleiben oder zu werden. Ich muss sagen, dass ich keine Gummibeine habe und unschwanger mein Bein auch nicht höher bekommen würde, weshalb mir diese Übungen sicher für die Geburt helfen werden.

Durch die Workouts fühle ich mich jedenfalls gestärkt und ich merke, dass ich so ganz gut in Form bleiben kann. Laut Tracy Anderson soll es nach der Geburt einfacher werden die Babypfunde wieder zu verlieren, wenn man sich in der Schwangerschaft angemessen bewegt. Ich bin gespannt! Ich werde mir auf jeden Fall später andere Workout DVDs von ihr kaufen, da es mir gefällt wie sie mit dem Körper und nicht gegen ihn arbeitet.

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Schwanger in Finnland Teil 3 – die Ultraschalluntersuchungen

Im ersten Teil habe ich ja von unserem ersten Besuch bei der Neuvola berichtet. Danach stand der erste Ultraschalltermin an, dieser wird ca. in Woche 12 (bei mir war es 13) gemacht. Für viele klingt das sicher spät. Ich denke ein Grund ist bestimmt, der finanzielle Gesichtspunkt. In Finnland sind beide regulären Ultraschalluntersuchungen kostenfrei und bis zur 12 Wochen kann in einer Schwangerschaft eben einiges passieren…

Ultraschall im Krankenhaus
Der Ultraschall fand in der “Mutterpoliklinik” statt, im Krankenhauskomplex in Jyväskylä. Er wurde also nicht von meiner Neuvola durchgeführt, dort gibt es auch gar nicht die technische Ausrüstung. Auf Wunsch könnte man natürlich früher in ein privates Ärztezentrum gehen und auf eigene Kosten einen Ultraschall machen lassen.

Wir waren beide aufgeregt und total froh, als unser Baby quietschfidel auf dem Bildschirm erschien. Ich lag bequem auf einer Liege und über uns gab es einen Bildschirm wo wir alles genau sehen konnten.

Die dortige Krankenschwester (ganz sicher bin ich mir nicht was ihre genaue Berufsbezeichnung ist) hat uns alles genau erklärt. Sie ist das Baby von Kopf bis Fuß durchgegangen, bei dieser Untersuchung wird auch die Nackenfaltungmessung gemacht um eventuelle Chromosomenschäden ausschließen zu können. Der Ultraschall dauerte gut 45 Minuten. Danach machten wir einen Termin für den nächsten und letzten regulären Ultraschall in der Woche 21 aus.

Die “Mutterpoliklinik” in Jyväskylä

Was nur (große) 2 Ultraschalluntersuchungen?

Jede/r hat eine eigene Meinung zum Ultraschall und viele finden zwei Untersuchungen sicher wenig. Ich bin der Meinung, dass es völlig ausreicht. Immerhin handelt es sich um eine medizinische Untersuchung um zu kontrollieren, dass alles ok ist und nicht um das Baby zu sehen. Das kleine Würmchen wird von seinen Eltern später noch genug genervt, da soll es im Bauch seine Ruhe haben. Ich empfand Ultraschall eher als Stressfaktor für das Baby, besonders beim nächsten Ultraschalltermin kam es mir so vor.

In der Schwangerschaft stehen auch zwei Arztbesuche an, dort wird meist kurz mit einem kleinen Ultraschallgerät kontrolliert wie das Baby liegt. Bei diesen Arztbesuchen und außerordentlichen Ultraschalluntersuchungen hieß es für uns: “Ich habe heute leider kein Foto für euch.” Wie gesagt, es ist eben eine medizinische Angelegenheit, kein Familienfotoshooting.

Unser zweiter Ultraschall

Der zweite Ultraschall war in Woche 21, in Finnland läuft alles genau nach Plan und der Termin ist für alle Schwangeren in etwa zum gleichen Zeitraum.
Bei diesem Ultraschall wurden nochmal alle Organe durchgegangen. Dieses Mal hat es bestimmt eine Stunde gedauert. Zwischendurch dachte ich schon: “Werde mal fertig!”

Das Baby schien nicht wirklich begeistert und sie hat es regelrecht rumgescheucht. Es wollte nicht so wie die Krankenschwester. Die Dame hat ganz schön am Bauch rumgedrückt um das Baby zu “verschieben”. Im Endeffekt hat sie alles sehen können und alles war in Ordnung. Bis auf eine kleine Unregelmäßigkeiten bei den Herztönen, weshalb wir 2 Wochen später noch einmal kommen sollten.

Ich habe mir gedacht, dass mein Herz auch ausflippen würde, wenn mich jemand so traktieren würde… Glücklicherweise ist es nicht ungewöhnlich wenn Herztöne vor der Geburt unregelmäßig sind. Mein Freund meinte, er hatte sogar noch nach der Geburt Unregelmäßigkeiten. Das kleine Herz muss sich eben erst noch einpendeln.

Ein dritter Ultraschall für uns

Zwei Wochen später sind wir also wieder hin, dafür bekamen wir eine Rechnung, weil es eine extra Untersuchung war. Wir wurden empfangen und das empfand ich als ziemlich doof, als wäre klar, wir würden ein krankes Kind erwarten. Das unentspannte Verhalten erschien mir unprofessionell, sollte es vielleicht gerade das Gegenteil wirken. Es ist ja schön, dass sie besorgt sind und sich kümmern. Doch die negative Stimmung konnte ich gar nicht ab. Im Endeffekt war alles gut, was ich eh schon gespürt hatte.

Bei den Ultraschalluntersuchungen geht es primär um den Ultraschall und die Kontrolle, die großen Gespräche werden wieder mit der Gesundheitsschwester geführt. Besuche bei ihr standen zwischendurch natürlich an, dazu mehr im vierten Teil. 🙂