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[Blogparade] Gedanken zum zweiten Kind

Auf ihrem Blog “Geliebtes Kind Motzibacke” hat Katharina zu ihrer Blogparade “Gedanken zum zweiten Kind” aufgerufen. Ein Thema was für mich (& J.) eigentlich nie im Raum stand. Doch in den letzten Monaten kamen einige Gedanken zu dem Thema auf und hat mich des Öfteren innehalten und nachdenken lassen. Ein guter Grund an dieser Blogparade teilzunehmen. Unter Katahrinas eigenem Beitrag sind alle teilnehmenden Blogs und Beiträge verlinkt.

Wie viele Kinder wollen wir?

Früher als Teenager, als ich noch glaubte ich heirate später irgendeinen Star, dachte ich 3 Jungs wären eine super Kinderzahl. Teenieträume eben, ernste Gedanken über die Familienplanung habe ich mir damals nicht gemacht. Warum auch? Je älter ich wurde, wußte ich zwar, dass ich wirklich Kinder will, ob eins oder mehr war kein Thema. Dann wurde ich wieder etwas älter und lernte J. kennen. Wir sprachen zwar von Beginn unserer Beziehung über Kinder, waren uns aber einig, dass dies Zeit hat. Wir waren immerhin Anfang 20, studierten und schlugen uns die Nächte mit Freunden um die Ohren. Nachts wollten wir zwischen verschiedenen Bars wechseln nicht Windeln. Wären wir J´s damaligen Altersvorstellungen gefolgt, wären wir übrigens jetzt noch keine Eltern. 😉

Jedenfalls sprachen wir über den Punkt wie viele Kinder wir uns wünschten. Wir waren uns schnell einig, dass ein Kind für uns eine schöne Zahl sei. Ich selber Einzelkind, habe dies immer als sehr positiv empfunden und genossen. Zudem kenne ich mich selber gut und glaube, dass mein Nervengerüst für zwei Kinder nicht unbedingt geschaffen ist.

J. und ich sprachen darüber, dass Dinge wie Reisen, das wir gerne machen mit einem Kind einfacher und preiswerter sei. Und wir diskutierten einen Aspekt, der mag abwegig erscheinen: die Überbevölkerung der Erde. Die Entscheidung für ein bzw. weitere Kinder hat eben nicht nur persönliche Auswirkungen, schlussendlich ist nichts gefährlicher für unsere Erde wie der Mensch. Ein spannendes, wichtiges Thema zu dem es (leider) keine einfache Antwort gibt.

Vater, Mutter, Kind

Als unser erstes Kind konkreter geplant wurde, war somit unsere Familienplanung eigentlich schon wieder abgeschlossen. A. wurde geboren und alles war perfekt. Wir waren und sind glücklich und zufrieden, uns fehlt nichts. Ich weiß, dass wir ein tolles Dreiergespann sind und werden weiterhin viel Spaß zusammen haben. Nebenbei bleibt uns als Eltern Zeit zu zweit und allein, was für uns beide 2 wichtige Punkte sind.

Anfang des Jahres begann ich daran zu denken, wie es mit einem zweiten Kind sein könnte. Besonders, die Geburt und die ersten Wochen würde ich gerne noch einmal erleben. Es war eine schöne, magische Zeit, Gedanken daran lassen mich sentimental werden. Die Schwangerschaft mit A. war zwar problemlos, aber ich würde nicht sagen, dass ich total heiß auf eine zweite Schwangerschaft wäre. Viel weiter denke ich aber nicht, richtige konkret wurden meine Vorstellungen nie.

Natürlich haben auch wir in der letzten Zeit gemeinsam über ein mögliches zweites Kind gesprochen. Wir sind uns einig, dass es eine große Umstellung für wäre, wir es am Ende sicher toll finden würden. Trotzdem werden wir beide nicht ganz warm mit der Idee. Ich, die sich definitiv mehr Gedanken darüber macht, habe Tage, da kann ich mich mehr mit der Idee anfreunden, an anderen weiß ich, dass ein Kind mein Leben mit genug Freude erfüllt. Und an anderen Tagen denke ich gar nicht dran. An anstrengenden Tage, frage ich mich wie ich einem zweiten Kind gleichermaßen gerecht werden könnte. Von dem Satz “das zweite Kind läuft dann so mit” halte ich nämlich gar nichts.

Sag niemals nie

Wie A. mit anderen Kindern und besonders Babys umgeht glaube ich, dass er ein guter Bruder wäre. A. ist noch klein und ich finde einen geringen Alterunterschied (unter 3 Jahren) nicht vorteilhaft für die Kinder, sowohl für die Beziehung der Eltern. Und so lange ich persönlich nicht sicher bin, dass ich einem zweiten Kind genauso Aufmerksamkeit geben kann, bzw. A. weiterhin, bleibt es bei einem Kind. Vielleicht ist es anders, wenn A. deutlich älter und selbstständiger geworden ist.

Babyfieber sagt man ja, im Frühjahr war ich wohl betroffen. Komischerweise half eine Art Konfrontationstherapie. Im Familien- & Bekanntenkreis gibt es einige Babys und erneut Schwangere. Es überraschte mich wie wenig es mich interessierte. Ein Baby zu halten war nett, aber irgendwie langweilig.

Die Antwort ist also: Nein, kein zweites Kind. Wir sind eine glückliche, “Vater, Mutter,Kind-Konstellation”. Und doch haben wir eins gelernt in den ersten 1,5 Jahren als Eltern, dass sich das Leben und Vorstellungen ändern können. Also wer weiß, vielleicht überraschen wir uns ja selber noch und sagen ja zu einem zweiten Kind.

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1 Comment

  1. Liebe Lara,
    vielen Dank für den Einblick in deine Gedanken zum zweiten Kind und das du damit an meiner Blogparade teilnimmst. Ich finde Eure Einstellung sehr interessant, da sie sich von unserer so Unterschied. Die Welt und wir Menschen sind so bunt wie ein Regenbogen und dank Dir ist es jetzt auch meine Blogparade. Ein wirklich schöner Artikel, ich wünsche Dir und deiner Familie alles Gute. Ihr seid ein tolles Team und wenn der Wunsch nach einem zweiten Kind doch noch aufkommt, werdet ihr auch zu viert ein tolles Team sein. Ich freue mich deinen lebensfrohen Blog kennengelernt zu haben und werde nun bestimmt öfter bei dir reinschauen.

    Liebe Grüße,
    Kathi

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